Osterburken

Am Ganztagsgymnasium Osterburken Leverkusenerin Maren Gottschalk sprach über das Leben und Wirken von Andy Warhol

Ikone der Pop-Art stand im Mittelpunkt

Osterburken.Die Leverkusener Historikerin, Autorin und Journalistin Dr. Maren Gottschalk war am Montag für einen Vorlesenachmittag der Bibliothek für die 8. Klassen am Ganztagsgymnasium Osterburken zu Gast.

Sie las aus ihrem Buch „Factory Man. Die Lebensgeschichte des Andy Warhol“. Mittels eines bildgestützten Features brachte sie den Schülern das facettenreiche und zuweilen herausfordernde Leben und Wirken des Amerikaners Warhol und dessen Umfeldes näher und stand im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Andy Warhol (1928-1987) war und ist die zentrale Ikone der Pop-Art. Drei Sehnsüchte trieben Warhol, der den „american dream“ (er)lebte und vom armen Einwanderersohn zum exzentrischen Zeichner und Millionär wurde, seit seiner Kindheit an: er wollte schön, reich und berühmt sein.

Für den zunächst erfolgreichen Werbegrafiker waren Kunst und Kommerz kein Widerspruch. Seine Siebdrucke von Marilyn Monroe sind ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Er war Meister der schrillen Selbststilisierung und -inszenierung und machte sich selbst zur Marke.

Dr. Maren Gottschalk (geboren 1962 in Leverkusen) studierte in München Geschichte und Politik. Sie entschied sich während ihrer Promotion zum Thema Geschichtsschreibung im Mittelalter, es nicht nur bei der Forschung zu belassen, sondern ihre Begeisterung für Geschichte auch weiterzugeben.

Nach ihrer Rückkehr ins Rheinland, wo sie mit ihrer Familie bis heute lebt, begann sie sowohl für den Westdeutschen Rundfunk als auch für den Norddeutschen Rundfunk als freie Autorin und Journalistin zu arbeiten. Seit 20 Jahren schreibt und spricht sie Radiosendungen. Gottschalks Buch „Factory Man.“ thematisiert Fragen zum Migrationshintergrund, zur Ausgrenzung, zu Krankheit, Selbstliebe und Unzufriedenheit mit eigenem Aussehen. Hinzu kommen die Themen Pubertät, Identität, Drogen, Gewalt, Homosexualität, moderne Kunst und Popkultur.

Weitere Werke sind „Schluss. Jetzt werde ich etwas tun. Die Lebensgeschichte der Sophie Scholl“, „Die Morgenröte unserer Freiheit. Die Lebensgeschichte des Nelson Mandela“ und „Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo“.