Osterburken

DRK-Ortsverein Bereitschaftsleiterin Sigrid Albrecht stellte Pilotprojekt „Mobile Retter“ vor / Mitglieder der „HvO-Gruppe“ mit dabei

„Je früher wir eingreifen, umso besser für den Verletzten“

Osterburken.Als eine „wichtige Sache“ bezeichnete Sigrid Albrecht in der jüngsten Sitzung des Osterburkener Gemeinderates das Pilotprojekt „Mobile Retter“, denn: „Je früher wir eingreifen, umso besser ist es für den Verletzten.“

Die Bereitschaftsleiterin des DRK-Ortsvereins stellte dem Gremium die „App, die Leben rettet“ vor, die in der zweiten Jahreshälfte im Neckar-Odenwald-Kreis eingeführt werden soll.

Die Idee: Ein zufällig in der Nähe befindlicher „Mobiler Retter“ wird über sein Smartphone von der Integrierten Leitstelle in Mosbach per GPS geortet und dann innerhalb kürzester Zeit zum Notfall – wie Bewusstlosigkeit oder Herzkreislaufstillstand – gerufen, während Rettungsdienst, Notarzt, sowie Mitglieder der „Helfer-vor-Ort“-Gruppen auf Anfahrt sind.

Ergänzung des bisherigen Systems

Warum? „Weil trotz der Ankunft des Rettungsdienstes und des Notarztes innerhalb der Hilfsfrist wertvolle Minuten vergehen, die entscheidend sein können“, so Albrecht, die hinzufügte, dass ab etwa drei Minuten im Gehirn bereits erste Gehirnzellen irreparabel absterben. „Mobile Retter“ stellen eine Ergänzung des bisherigen Systems dar, da sie durch die Alarmierung innerhalb kurzer Zeit am Notfallort sein könnten, so die Bereitschaftsleiterin, die das Ziel klar definierte: Steigende Überlebenschancen und die Vermeidung folgendschwerer Hirnschädigungen.

Wer kann „Mobiler Retter“ werden? Zunächst sei geplant, Mitarbeiter der Hilfsorganisationen einzubinden, da diese mit den Alarmierungssystemen vertraut sind. Darüber hinaus sei an Mitglieder von Feuerwehren ebenso gedacht wie die der DLRG sowie medizinisches Personal. Darüber hinaus sei jeder willkommen, „der sich dafür berufen fühlt und in der Lage ist“, so Albrecht.

Spezielle Schulungen

In speziellen Schulungen werden den „Mobilen Rettern“ die „Basics“ wie stabile Seitenlage oder die Reanimation vom Baby bis zum Erwachsenen vermittelt.

Zusammenfassend erklärte die Bereitschaftsleiterin aus Osterburken, dass die „Mobilen Retter“ eine sinnvolle Unterstützung der bisherigen Hilfssysteme darstellen werden – und ihr Einsatz für jeden Bürger des Neckar-Odenwald-Kreises und der einzelnen Städte und Gemeinden hilfreich und lebensrettend sein kann.

Zu bedenken gab Sigrid Albrecht jedoch – und da sprach sie für die Mitglieder ihrer „Helfer-vor-Ort“-Gruppe, die mit dabei sein werden – dass „so wichtige Dinge wie die Klärung der eigenen Versicherung und Verantwortung“ noch anstünden.

Was die Finanzierung anbelangt: Bisher lägen Zusagen für 40 000 Euro vor. Die Einrichtung kostet jedoch 80 000 Euro. Daher würde man sich über Spenden – auch vonseiten der Stadt – freuen . mem