Osterburken

In der Gemeinderatssitzung in Osterburken Gremium diskutierte über die seit mehreren Jahren geplante Umgestaltung des alten Friedhofsareals

Kreuzigungsgruppe soll bestehen bleiben

Archivartikel

Osterburken.Die Stadt Osterburken plant schon seit mehr als fünf Jahren die Umgestaltung des alten Friedhofareals, da die Ruhezeiten seit längerem abgelaufen sind.

Das erste Planungskonzept wurde der Bevölkerung im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt. In einer regen Diskussion wurden weitere Anregungen und Gestaltungsvorschläge gemacht. Ein Arbeitskreis diskutierte und ergänzte diese Vorschläge und übertrug sie in den Planungsentwurf, der in der Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2016 grundsätzlich Zustimmung fand.

Wie Bürgermeister Jürgen Galm am Montagabend sagte, habe sich im Zuge der weiteren Detailplanung jedoch herausgestellt, dass die Durchführung der Arbeiten unter den ursprünglich angenommenen Rahmenbedingungen so nicht möglich sei. Insbesondere überschreiten die Ausführungskosten die Zahlen der vorherigen Grobschätzung erheblich.

Dies gründe sich zum einen auf die erheblichen allgemeinen Preissteigerungen im Baubereich, aber auch in der Tatsache, dass die angedachten Ausführungen durch die Eigenleistung des Bauhofes aufgrund der technischen und personellen Voraussetzungen nicht möglich sind.

Die Planung wurde daher jüngst noch einmal, wie vom Gremium gewünscht, auf eine mögliche Reduzierung von Wegen und Beeten überprüft. Die Ausführungsplanung und die dazugehörende Kostenberechnung wurden mit dem Arbeitskreis nochmals eingehend diskutiert und besprochen.

Die neue Kostenberechnung beläuft sich, wie Bauamtsleiter Matthias Steinmacher sagte, auf rund 160 000 Euro. Er stellte dann dem Gemeinderat den neuen Gestaltungsplan des 6000 Quadratmeter umfassenden Friedhofsareals vor, der vier zentralen Elemente enthalte.

Die Kreuzigungsgruppe soll wie auch die beiden bedeutenden Gräber bestehen bleiben. Ein weiterer Wunsch sei ein sogenannter „Karlsgarden“ mit Kräutern, Pflanzbeeten und Streuobstwiesen.

Zur Ausgestaltung der Wege in diesem steilen Gelände gebe es einige Möglichkeiten, so Steinmacher. Zur vorgelegten neuesten Planung gab es dann einige Wortmeldungen.

Gemeinderat Benjamin Köpfle sprach sich für die jetzt vorgeschlagene „große Lösung“, aus. Bürgermeister Galm bat um einen Grundsatzbeschluss.

Man sollte an dieses Projekt endlich einen „Knopf“ machen. Auch er favorisierte die jetzige, neu vorgelegte Planung.

Schließlich stimmte der Gemeinderat ebenfalls dieser Variante zu und beauftragte die Stadtverwaltung, die Umgestaltung des alten Friedhofes einzuleiten. Die Möglichkeit zum Erhalt einer Förderung soll geprüft werden.