Osterburken

Feierstunde in Osterburken Dr. Bruno Völker verlässt die schulische Bühne / Auch beim Neubau „der richtige Mann am richtigen Platz“

Schule in bewegter Zeit auf Kurs gehalten

Archivartikel

Mit Sambaklängen wurde Dr. Bruno Völker vor drei Jahren in sein Amt als Rektor der Realschule Osterburken eingeführt. Am Freitag wurde er mit einem fulminanten „Samba Christuno“ verabschiedet.

Osterburken. Mit „Samba Christuno“ des Rhythm Sound Orchestra, unter der Leitung von Hermann Stipp, wurde der Leiter der Realschule Osterburken, Dr. Bruno Völker, im Rahmen einer sehr ansprechenden, teils emotionalen Feierstunde mit besten Wünschen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Herausragende Leistungen

Alle Redner würdigten die herausragenden Leistungen, die Dr. Völker für die Realschule erbrachte. Die Begrüßung der Ehrengäste, darunter das gesamte Lehrerkollegium, oblag Konrektor Tobias Majer, der, wie bekanntgegeben wurde, nahtlos das Amt des Schulrektors zum 1. August übernehmen wird.

Nach dem schön vorgetragenen Musikstück „Lass uns gehn“ des Schüler - und Lehrerchores, passend zur festlichen Stimmung, sagte Schulamtsdirektor Peter Frey in seiner Ansprache, dass „Abschiede immer Tore zu einer neuen Welt sind“. „Das Berufsleben ist zu Ende und mit Dr. Bruno Völker verlässt ein verdienter Pädagoge die schulische Bühne.“

Als Schulleiter sei er in den letzten drei Jahren, auch besonders, was den Neubau der Realschule anging, der richtige Mann am richtigen Platz gewesen. „Er war ein Lehrer und Schulleiter der seine Arbeit immer mit Freude anging“, betonte Frey. Das hätten alle gespürt, die in der Vergangenheit mit ihm zu tun hatten. Er habe immer einen wertschätzenden Umgang mit den Kollegen gepflegt. „Das war auch mit die Energiequelle für vieles, was hier an der Realschule in den zurückliegenden Jahren erfolgreich weiterentwickelt wurde“, hob der Schulamtsdirektor hervor.

Natürlich sei der gute Ruf, wie ihn die Realschule Osterburken genieße, im regionalen Umfeld ein Gesamtverdienst einer gelungenen, engagierten Zusammen-wirkung eines Kollegiums, aber auch von Dr. Völker, der in besonderem Maße dazu beitrug. Die Arbeit in einer Ganztagsschule sei dabei nochmal eine ganz besondere Herausforderung, die nur mit einem hohen Maß an Motivation, Engagement und überzeugendem pädagogischem Ethos gelingen könne.

Mit seiner Meinung habe Völker nie hinter dem Berg gehalten, denn er sei auch ein leidenschaftlicher Verfechter der Schulart Realschule gewesen. „Nie war er stur und besserwisserisch, sondern immer konstruktiv, abwägend, überlegt und vor allem auch tolerant gegenüber anderen Sichtweisen“, erklärte Frey.

Dr. Bruno Völker sei gebürtiger Schwetzinger. Nach seinem Studium begann er 1979 seine berufliche Lehrerlaufbahn in Hardheim und ist seit 1992 an der Schule in Osterburken, wo er zum 1. August 2015 zum Schulleiter bestellt wurde. Das waren also fast 40 Jahre engagierte Berufstätigkeit in vielerlei Funktionen, so Frey, der weiter sagte, dass er als Schulleiter vor drei Jahren so etwas wie ein Späteinsteiger gewesen sei. „Er ist einer, der als Lehrer, Konrektor und Rektor diese Schule in- und auswendig kannte, einer, der sich mit ihr voll identifiziert und allseits geschätzt und respektiert werde.

Für Schulamtsdirektor Frey war es die richtige Entscheidung, in dieser Übergangszeit, der Bauzeit mit Umzug in das neue Schulgebäude, Dr. Völker zum Schulleiter zu ernennen. Jetzt im Ruhestand müsse er sich umstellen und umorientieren in vielerlei Hinsicht. Frey wünschte alles Gute mit dem Dank für sein überaus engagiertes Wirken hier an der Realschule. Unter großem Beifall der Anwesenden überreichte Frey die Entlassungsurkunde.

Nach dem Musikstück „When I’m gone“ durch den Schülerchor und die Klasse 5 c verabschiedete sich Bürgermeister Jürgen Galm, seitens des Schulträgers, vom Mathematiker Dr. Völker. Seine langfristige Planung sei sicher nicht darauf angelegt im Vergleich zu seiner gesamten Lehrerlaufbahn relativ spät an die Spitze der Schule zu treten. Man könne ihn daher als einen überaus erfolgreichen „Manager der Übergangsphase“ bezeichnen. Die Schule habe an Attraktivität gewonnen, was die Schülerzahl beweise. Jetzt, wo er in den Ruhestand trete, könne er mit gutem Gewissen den Staffelstab weitergeben, denn er habe seine Schule in bildungspolitisch bewegten Zeiten auf Kurs gehalten. Galm dankte Dr. Völker für seine herausragende Leistung an dieser Schule.

Die Vorsitzende des Vereins des Vereins der Freunde und Förderer, Heide Lochmann, meinte, dass Dr. Völker sich jetzt freuen könne, die Last der Arbeit abzugeben, die er gerne mit viel Einsatz und Kompetenz getragen habe. Mit großer Energie und Ausdauer arbeite er an der Umsetzung seiner Ziele, was er am Umbau der Schule bewiesen habe. Sie bedankte sich für die gemeinsame gute Zusammenarbeit wie auch Doreen Michel, die im Namen des Elternbeirat die besten Dankeswünsche überbrachte. In sehr emotionalen Worten dankte sie Dr. Völker für das stets offene Ohr. Er werde in der Realschule eine große Lücke hinterlassen.

Im Namen der Osterburkener Schulleiter sprach Oberstudiendirektorin Regina Krudewig-Bartel vom GTO, die sich auch für die überaus guten nachbarschaftlichen Beziehungen bedankte. Dr. Völker war, wie sie sagte, Lehrer von Berufung und hatte dessen Leitprinzipien verinnerlicht.

Realschulrektorin Monika Schwarz, von der Abt-Bessel-Realschule Buchen bezeichnete Dr. Völker als einen Schulleiter mit Leib und Seele und erinnerte an die „bewegten“ Zeiten, welche die Schulart Realschule durchmachen musste.

Die Schülersprecherin Emely Michael verabschiedete sich mit bewegten Worten vom überaus beliebten Schulleiter und bedankte sich für die schöne Zeit in der Schule. „Es ist sehr schade, dass man so einen Menschen wie Sie verabschieden muss“, sagte sie. Mit vielen guten Wünschen verabschiedeten sich alle Schüler der SMV von diesem sehr beliebten Lehrer und Rektor und überreichten eine Rose mit dem Wunsch, er möchte doch wieder einmal in seine Schule zurückkommen. Das letzte Grußwort sprach Schuldekan Martin Schwarz in Vertretung der Kirchen, der Dr. Völker für seine fürsorgliche Art gegenüber den Schülern und auch dem ge-samten Lehrerkollegium dankte.

Nach dem Musikstück „Libertango“, gespielt von Juliane Egolf, am Klavier begleitet von Sabine Kaiser und einer tänzerischen Einlage von Jessica Schmelz und Björn Lesehr, sagte sein bisheriger Stellvertreter und neuer Schulleiter, Tobias Majer, dass mit Dr. Völker mit Ablauf des Schuljahres ein geschätzter Kollege, ein geachteter Schulleiter und ein Lehrer mit Herzblut in den Ruhestand gehe.

Über den Unterricht hinaus habe er gezeigt, dass ihm die Schule immer wichtig gewesen sei. Er sei in seinem Amt nie müde geworden und habe gewissenhaft und zuverlässig weiterhin seine Aufgaben auch noch in den letzten Tagen seiner Amtszeit wahrgenommen. Wie Majer abschließend betonte, werde man seine freundschaftliche Zusammenarbeit sehr vermissen.

Nach Akrobatik-Performance der Akrobatik AG ging Dr. Bruno Völker sehr bewegt ans Rednerpult und verabschiedete sich mit sehr persönlichen Worten. „Es gibt auch ein Leben nach der Schule und das soll angeblich gar nicht so schlecht sein“, sagte er und meinte weiter, dass er auf eine sehr intensive Zeit, und mit großer Dankbarkeit auf diesen bedeutenden Lebensabschnitt an der Realschule zurückblicken könne. Der RSO wünschte er für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Bei einem „bayerischen“ Imbiss bestand die Möglichkeit, sich mit dem neuen „Ruheständler“ Dr. Bruno Völker in persönlichen Worten von diesem allseits beliebten Schulleiter zu verabschieden. F