Osterburken

Am GTO „Struthof-Projekt“ erinnert an Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Spannende und informative Projekttage

Archivartikel

Osterburken.Am Projekt „Struthof“, welches die Schüler alljährlich mit dem System der Konzentrationslager (KZ) und den Verbrechen des NS-Regimes konfrontiert, nahmen in diesem Jahr insgesamt 100 Schüler aller 9. Klassen des Ganztagsgymnasiums Osterburken teil.

Bei einem Projekttag konnten die Schüler an sechs von Lehrern betreuten Stationen die Entwicklung der Konzentrationslager, die Geschichte des KZ Struthof-Natzweiler, die Persönlichkeiten der Täter und der Opfer, das Leben im KZ und den Außenlagern und die psychologischen Hintergründe des Nationalsozialismus erarbeiten. Zu Besuch waren die Schüler nicht nur im KZ Neckarelz und im KZ Struthof, sondern auch auf dem alten Friedhof von Osterburken, denn: Ende April 1945 war ein Zug mit Häftlingen aus Neckarelz nach einer langen Irrfahrt in Richtung Dachau kurz hinter Adelsheim von der SS aufgegeben worden. Die gequälten Menschen gelangten auf eigene Faust nach Osterburken. 16 bereits gestorbene Häftlinge liegen auf dem Friedhof. Seit den 1970ern erinnert ein dort aufgestellter Gedenkstein an diese Ereignisse. Das Projekt „Struthof“ ist eine Kooperation der Fachschaften Religion und Geschichte des GTO unter der Leitung von Religionslehrer Georg Dresdner und Oberstudienrat Christian Langewellpott. Unterstützt werden sie von weiteren Kollegen.