Osterburken

Im Römermuseum Sonderausstellung „Entike – Archäologie rund um Entenhausen“ wurde am Donnerstag eröffnet / Donald, Micky und Co. im Mittelpunkt

„Spielerisch“ an die Antike heranführen

Die Auseinandersetzungen von Asterix und Obelix mit den Römern werden in vielen Comics dargestellt.

Osterburken. So manchem stellt sich die Frage: „Gab es die beiden Gallier Asterix und Obelix wirklich, haben sie gegen die Römer gekämpft?“. Bei der offiziellen Eröffnung der Sonderausstellung „Entike – Archäologie rund um Entenhausen“ am Donnerstagabend im Römermuseum, Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und ein überregionales Informationszentrum am Unesco-Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes, wurde diese Frage beantwortet.

Die Comic-Helden haben nicht gegen die Römer gekämpft: Sie sind nur Erfindungen der Comiczeichner Albert Uderzo und René Goscinny. Dennoch beruhen die Comics auf historischen Tatsachen, denn die Römer führten tatsächlich Krieg gegen die keltischen Gallier, den Volksstamm von Asterix und Obelix.

Historische Quellen

Die Zeichner und Autoren kannten sich in der keltischen und römischen Geschichte aus – und viele Comic-Geschichten haben Forscher in historischen Quellen wiederentdeckt.

„Entenhausen“ ist eine fiktive Stadt der Disney-Comics, zu dessen Bewohnern die Figuren um Donald Duck und Micky Maus gehören. Die von Dr. Matthias Pausch konzipierte und erstellte Sonderausstellung ist bis 9. September im Römermuseum zu bestaunen.

Bürgermeister Jürgen Galm hieß die Besucher der Ausstellungseröffnung, unter anderem Dr. Matthias Pausch, Museumsleiter Limeseum Ruffenhofen, Dr. Martin Kemkes, Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, und Dr. Jörg Scheuerbrandt, Leiter des Römermuseums Osterburken, willkommen. Das Stadtoberhaupt zeigte sich erfreut, dass neben einer Dauerausstellung eine Sonderausstellung das Angebot des Museums ergänzt: „Entenhausen“ mit seinen verschiedenen Walt-Disney-Figuren kenne nahezu jeder.

Was dessen Comicszenerie aber mit Archäologie zu tun haben könnte, könne man aus diesem Titel nicht so einfach ableiten. Bei Asterix und Obelix stelle sich ein Zusammenhang dar. Die Antike spiele in „Entenhausen“ eine überraschende große Rolle.

Disney-Helden im Mittelpunkt

Diese Ausstellung rückt Donald, Micky und all die anderen Helden aus Entenhausen in den Mittelpunkt. Egal ob Steinzeit, alte Griechen oder Römer. Die Tragweite der Verbindung zwischen „Ente“ und Antike werde deutlich gemacht.

Die Ausstellung besteht aus zwölf Bannern, die die einzelnen Zeitepochen und Themen wie Museum und Archäologie getrennt behandeln, sowie neun weiteren Fahnen mit unkommentierten Comics an den Wänden. „Wir würden uns über viele Besucher freuen. Ich denke, dass die Ausstellung vor allem auch Schulklassen ansprechen wird“, so das Stadtoberhaupt abschließend.

Dr. Markus Kemkes betonte in seinen Grußworten, dass das Römermuseum als einziges Museum diese Ausstellung präsentiere. Dass alles so funktioniert habe, sei nicht selbstverständlich. Es sei eine große Leistung vollbracht worden.

Kultureller Schatz

„Wir müssen uns bewusstwerden, dass wir hier einen kulturellen Schatz verwalten, der für die Menschen wichtig ist“. Mit der Geschichte um „Entenhausen“ können sich viele Menschen identifizieren, erklärte Dr. Kemkes. Im Anschluss begrüßte Dr. Pausch die Besucher in der Kulturstadt „Entenhausen“.

Er stamme selbst aus der Taschenbuchgeneration und habe mehrere Tausend Seiten dieser Comics gelesen. Dr. Pausch gab Erläuterungen zu den ausgestellten Comics aus der Steinzeit, Griechenland, Ägypten und den Römern. Alles seien Originaltexte aus „Entenhausen“.

Es sei wichtig, so Dr. Pausch weiter, dass die Ausstellung mit den Comics gleichzeitig amüsant und sehr menschlich herüberkomme.

Dr. Jörg Scheuerbrandt sagte: „Ich freue mich auf viele Schulklassen, die auf spielerische Art und Weise an die Antike herangeführt werden.“