Osterburken

DRK-Ortsverein Osterburken Rück- und Ausblick im Rahmen der Jahreshauptversammlung / Ehrungen auf der Tagesordnung – nicht nur für ein „DRK-Urgestein“

Verdienstmedaille an Günter Albrecht verliehen

Osterburken.Eine großartige Leistungsbilanz für das abgelaufene Vereinsjahr wiesen die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Osterburken bei ihrer Mitgliederversammlung am Samstagabend im DRK-Heim auf.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben den umfangreichen Berichten auch Ehrungen.

Nach der Begrüßung erstattete Vorsitzender Günter Albrecht seinen Bericht. Er erwähnte dabei den mit gutem Erfolg durchgeführten dritten Blutspendetermin sowie den Ausflug an Mosel und Rhein. Die sanitätsdienstliche Abdeckung der einzelnen Veranstaltungen stelle für das DRK immer wieder eine große Herausforderung dar.

Aus- und Weiterbildung

Den Bericht für das JRK erstattete dessen Leiter Thomas Kuppe. Er ließ die Aktivitäten Revue passieren und betonte, dass in den Gruppenstunden auch die „Erste Hilfe“ erlernt wurde. Außerdem halfen die JRK’ler bei den drei Blutspendeterminen eifrig mit. Ein Ausflug führte in die Wilhelma nach Stuttgart. Mit einer Weihnachtsfeier habe ein ruhiges JRK-Jahr geendet.

Einen detaillierten Bericht erstattete Sigrid Albrecht im Namen der Bereitschaftsleitung. Die Mitglieder haben an vielen Veranstaltungen teilgenommen.

So besuchten sie das Maibaumfest der Feuerwehr, unterstützten den Musikverein beim Stadtgartenfest und waren mit einer Abordnung am Informationsabend der Neckar-Odenwald-Kliniken vertreten. Auch beim Kilianimarkt waren Mitglieder im Einsatz. Darüber hinaus wurden mit Abordnungen zahlreiche Feste besucht.

Auch jede Menge eigene Aktivitäten standen auf dem Programm, so die Haus- und Straßensammlung, die Altkleidersammlungen und Arbeitseinsätze rund ums DRK-Heim. Ein Ausflug wurde von Sigrid Albrecht ebenso erwähnt wie die Teilnahme an der Kreis- und Landesversammlung des DRK.

Die Helfer-vor Ort-Gruppe (HVO) wurde 2018 insgesamt 84 Mal alarmiert – und somit 14 Mal mehr als im Vorjahr. Albrecht dankte den Mitgliedern der Gruppe für ihren selbstlosen und manchmal auch nicht ungefährlichen Einsatz.

Auch auf die Ausbildung wurde viel Wert gelegt. Neben 17 Ausbildungsabenden, die in Eigenregie durchgeführt wurden, wurde auch der Besuch von Fort- und Weiterbildungen großgeschrieben.

Zudem erinnerte die Bereitschaftsleiterin an die Teilnahme an einer Großschadenslage-Übung in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren in Eubigheim.

2018 wurden jede Menge Sanitätsdienste geleistet. In der Breitenausbildung wurden zahlreiche Kurse abgehalten. Im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder erstmals drei Blutspendetermine zu managen. Die Arbeit in der Psychosozialen Notfallnachsorge, wo Renate und Sigrid Albrecht sowie Adelheid und Helmut Kern schon seit 15 Jahren arbeiten, bezeichnete Sigrid Albrecht als anerkennenswert.

Ihr Dank galt allen Helfern für das Engagement. Freuen würde man sich, wenn sich noch mehr Menschen von Henry-Dunants-Gedanken, anderen Menschen zu helfen, anstecken lassen würden.

Klaus Rüdinger erstattete den Bericht des Kassenwartes. Durch einen Kredit an den DRK-Kreisverband Buchen habe sich der Kassenbestand verändert. Dieter Volk und Karl Götz bescheinigten Rüdinger eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Vorsitzender Albrecht hatte die ehrenvolle Aufgabe, Elke Volk für ihre 30-jährige Mitgliedschaft im DRK-Ortsverein Osterburken mit einer Urkunde und einer Auszeichnungsspange zu ehren.

Außergewöhnliche Leistungen

Roland Burger, Präsident des DRK-Kreisverbandes Buchen, überreichte an den Vorsitzenden des Ortsvereins, Günter Albrecht, für dessen außergewöhnliche Leistungen in dessen über 60-jähriger Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz die Verdienstmedaille des DRK-Kreisverbands in Silber.

In seiner Laudatio bezeichnete Burger Günter Albrecht als ein „Urgestein“ im DRK der diesem am 1. Juni 1959 in Rosenberg eingetreten ist, wo er auch Gründungsmitglied des dortigen Ortsvereins war. Am 1. Januar 1970 wechselte er nach Osterburken, wo er im Verein verschiedene Ämter bekleidete und viele Ausbildungen absolvierte.

Seit zehn Jahren ist Albrecht Vorsitzender beim DRK-Ortsverein Osterburken, wo er, wie auch im DRK-Kreisverband, noch heute ein wichtiger Pfeiler in der Rot-Kreuz-Arbeit ist. Burger würdigte das große Engagement Albrechts, der sich auch sehr beim Bau des DRK-Heimes beteiligt habe. Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte ihm Burger die Verdienstmedaille.

In seinem Grußwort erklärte Roland Burger, dass der Kreisverband ein hartes Jahr hinter sich habe – verbunden mit der Trennung von der langjährigen Kreisgeschäftsführerin. Derzeit, so Präsident Burger, kämpfe man auch mit den Hilfsfristen im Rettungsdienst und mit erheblichen Personalproblemen.

Thomas Zemmel und Stadtkommandant Peter Schmitt dankten dem DRK für die stets gute Zusammenarbeit – sowohl mit der Stadt als auch mit der Feuerwehr Osterburken. Beide Redner wünschten dem Verein auch weiterhin alles Gute.

Unter Punkt „Verschiedenes“ stellte Vorsitzender Albrecht den Antrag an die Versammlung, den Ortsverein in einen eingetragenen, rechtsfähigen Verein umzuwandeln, da der derzeitige Status nicht mehr zeitgemäß sei.

Angedacht sei auch, dass der DRK-Ortsverein die Räume in Osterburken in die eigene Hoheit übernehmen möchte.

Burger entgegnete, dass dieses Anliegen nach der derzeitigen Satzung des Kreisverbandes nicht möglich sei. Es sei eine rechtliche Frage, die es abzuklären gelte. Rechtsfähig sei nur der Kreisverband. Die Ortsvereine seien unselbstständige Gliederungen.

Albrecht meinte, dass man sich mit dem Landesverband in Verbindung gesetzt habe, der dieses geplante Vorhaben durchaus befürworten würde, denn auf Landesebene gebe es schon mehrere eingetragene DRK-Ortsvereine.

Laut Albrecht werde beim DRK-Kreisverband demnächst ein Antrag eingereicht, dass dieser seine Satzung entsprechend ändert – und auch seine Ortsvereine ein „e.V.“ werden können. Burger nahm diese Aussage so zur Kenntnis. Einstimmig fassten die Mitglieder einen „Vorratsbeschluss“, dass der Vorstand dieses Vorhaben weiter verfolgen kann.

Christiane Heck-Daniel überreichte im Namen von Kevin Volk vom Bestattungsunternehmen Volk an Sigrid Albrecht einen Spendenscheck in Höhe von 2300 Euro für die Arbeit der Helfer-Vor-Ort-Gruppe.

Sigrid Albrecht bedankte sich im Namen der Mitglieder für diese großzügige Spende und meinte, man sei froh, dass es solch spendenfreudige Firmen in der Region gebe. F