Osterburken

Ökumenische Hospizgruppe Rück- und Ausblick im Rahmen der Jahreshauptversammlung

„Wohltuend, wenn jemand mitfühlt“

Archivartikel

Osterburken.Die ehrenamtlichen Helfer der Ökumenischen Hospizgruppe Adelsheim-Osterburken-Seckach mit Ahorn-Boxberg unterstützen seit rund 15 Jahren schwerkranke Menschen, die ihre letzte Lebensphase in der vertrauten Umgebung verbringen wollen.

Bei der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Bernhardusheim stellte Vorsitzender Diakon Bernhard Wörner fest, dass die Hospizarbeit immer mehr an Bedeutung gewinne. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, werde die Hospizgruppe Anfang Dezember in Osterburken ein Tagesbüro eröffnen. Wie Diakon Wörner nach der Begrüßung erklärte, stünden die Wünsche der schwerkranken Menschen im Mittelpunkt. Auf die Hospizhelfer würde viele Aufgaben zukommen, weshalb sie sich qualifizieren müssen. Trost benötigen würden nicht nur die Trauernden, sondern alle Menschen.

Es sei wohltuend, wenn man sich ausweinen könne, wenn jemand da sei, der mitfühle, stellte der Diakon fest. Nur wer sich mit dem Leid auseinandersetze, habe das Leid verstanden. Dann ging Wörner auf die fünf Stufen des Tröstens ein: Kontaktaufnahme, Leid verstehen, Anteilnahme, Zuspruch und Sinngebung.

Nach Angaben von Schriftführerin Margot Schwind fanden in den zurückliegenden Monaten zehn Gruppenabende, zwei Vorstandssitzungen und drei Supervisionen statt. Die Mitglieder der aktiven Gruppe haben neben den monatlichen Gruppenabenden an Weiterbildungen teilgenommen, zahlreiche Veranstaltungen besucht und sich auch als Referenten präsentiert.

Vorsitzender Wörner ging ausführlich auf die Fortbildungen, Kurse, Vorträge und Bildungsangebote ein. Darunter eine Fortbildung an der Hospiz-Akademie „Kübler-Ross-Stiftung“ in Stuttgart, eine Präsentation der Hospizarbeit beim katholischen Seniorenkreis in Adelsheim, das Regionaltreffen in Walldürn mit dem Palliativteam des Neckar-Odenwald-Kreises, die Mitgliederversammlung des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg in Karlsruhe und die Mitgliederversammlung des Hospizregionalverbandes Nordbaden in Osterburken.

30 Firmen und Geschäfte aus Osterburken und Umgebung spendeten im April für die Anschaffung eines neuen Pkw für die Ökumenische Hospizgruppe, so der Vorsitzende abschließend. Schatzmeisterin Sylvia Bachert legte die Einnahmen und Ausgaben offen. Hilde Berberich und Alexandra Bechtold bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Die Koordinatorin Beate Steinbrenner gab bekannt, dass der aktive Hospizdienst aus 25 ehrenamtlichen Hospizbegleitern besteht. Vier ehrenamtliche Mitarbeiter haben sich mit den vielfältigen Verwaltungsaufgaben des Vereins befasst.

2017 wurden 36 Begleitungen durchgeführt. 29 davon fanden in den Heimen und sieben im häuslichen Bereich statt. Seit September 2017 seien drei Mitarbeiter auf der Palliativstation in Buchen an zwei Tagen in der Woche tätig, und ein Mitarbeiter bei Bedarf im stationären Hospiz Walldürn. Von diesen Mitarbeitern wurden in Buchen 158 Stunden und in Walldürn 21 Stunden erbracht.

In den Heimen und den häuslichen Bereichen wurden 2062 Stunden bei Begleitungen mit Fahrzeiten, Organisationszeiten sowie Öffentlichkeitsarbeit von den Mitarbeitern geleistet. Insgesamt wurden 2241 Stunden erbracht. Abschließend dankte sie allen ehrenamtlichen Begleitern, die immer bereit gewesen seien, diesen Dienst zu übernehmen. Anerkennende Worte gingen auch an den Vorstand. Auf Antrag von Annette Hartmann wurde dieser einstimmig entlastet.

Zum Abschluss teilte der Vorsitzende mit, dass zwei neue Mitarbeiterinnen gewonnen werden konnten – und 2019 das 15-jährige Bestehen gefeiert werde. jüh