Ravenstein

Geburtstag Gerhard Volk feiert morgen, Donnerstag, sein 80. Wiegenfest / Jahrelang als Erlenbacher Ortsvorsteher im Einsatz

Diskussionsfreudig, aber immer auf Ausgleich bedacht

Erlenbach.Gerhard Volk, der seit 18 Jahren Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Ravenstein ist, darf als Urgestein der CDU im östlichen Bauland bezeichnet werden. Er feiert morgen, Donnerstag, seinen 80. Geburtstag. Von 1978 bis 2009 kämpfte Gerhard Volk als Ortsvorsteher der Gemeinde Erlenbach vehement für die Verbesserung der Infrastruktur der Gemeinde und konnte erfolgreich viele Projekte zum Abschluss bringen.

Von 2004 bis 2014 war er Mitglied im Gemeinderat der Stadt Ravenstein, seit 2000 bis heute ist er Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Dorfflurbereinigung Ortslage Erlenbach. Der Jubilar, der immer auf Ausgleich bedacht war, ging keiner Diskussion aus dem Wege, wenn es galt, einen fundierten Vorschlag für ein Projekt in die Tat umzusetzen. Auch Fahrten zu Entscheidungsträgern nach Stuttgart nahm er dafür in Kauf. Gerhard Volk wurden viele Ehrungen und Auszeichnungen zuteil, unter anderem: die Ehrennadel in Gold des Gemeindetags Baden-Württemberg im Juli 2002 für Verdienste um Bürger und Gemeinde, Auszeichnung vom Gemeindetag im Jahr 2014 für 40-jährige kommunalpolitische Tätigkeit und die Bürgermedaille der Stadt Ravenstein im Jahr 2014.

Gerhard Volk erblickte am 10. Mai 1938 in Erlenbach als Sohn der Eheleute Hugo und Maria Volk, geborene Johmann, das Licht der Welt. In seinem Geburtsort wuchs er auf und schloss 1952 die Volksschule ab. Im Anschluss absolvierte er die landwirtschaftliche Berufsschule in Ballenberg und danach die landwirtschaftliche Fachschule Krautheim.

Den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters führte er bereits als junger Mann. Da dieser sich in beengter Lage in Ortsmitte Erlenbachs befand, baute er am Ortseingang einen neuen landwirtschaftlichen Betrieb im Jahr 1962 auf – ohne staatliche Unterstützung. Diesen Betrieb führte der Jubilar bis 1981 im Vollerwerb und danach im Nebenerwerb.

Er fand zu diesem Zeitpunkt eine Anstellung bei einer privaten Überwachungsfirma am Bundeswehrstandort Lauda und arbeitete dort bis zur Rente im Jahr 1997. Seine Arbeitskollegen wählten ihn 1984 zum Betriebsrat und fünf Jahre danach bis zur Rente zum Betriebsratsvorsitzenden.

Im Jahr 1987 heiratete Gerhard Volk Waltrud Stumpf, die in Bad-Mergentheim wohnte. Sein kommunalpolitisches Engagement begann im Jahr 1969 als stellvertretender Vorsitzender der damaligen Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Erlenbach. Sein Einsatz setzte sich nach der Gemeindereform im Jahr 1971 fort, als er Ortschaftsrat wurde. „Bereits als junger Mann habe ich erkannt, dass die Strukturen im Ort verbessert werden mussten, weshalb ich mich für die Gemeindepolitik interessiert habe“, erklärte der Jubilar im Gespräch mit dieser Zeitung.

In seiner Amtszeit als Ortsvorsteher wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur durchgeführt: Die Erschließung der Neubaugebiete „Kirchäcker“ eins und zwei, der Bau eines Fest- und Bolzplatzes, die Generalsanierung des Kindergartens, des Bürgerzentrums und des Farrenstalls, in dem das heutige Heimatmuseum untergebracht ist und sowie Außensanierung des ehemaligen Schulhauses.

Auch die beiden Spielplätze wurden umgebaut und erneuert. Gerhard Volk kämpfte vehement für den Ausbau der Kreisstraße (K) 3959 und der K 3960. „Mir als Ortsvorsteher wurde oft zu verstehen gegeben, dass wir hier am Ende des östlichen Kreisgebietes liegen und in den Ballungsräumen Mosbach und Buchen der Straßenausbau wichtiger ist“, erklärte der Jubilar. Im Gespräch freut er sich darüber, dass der Ausbau dieser beiden Kreisstraßen verwirklicht werden konnte. Dabei habe er vom MdL und heutigen Minister für Verbraucherschutz und ländlichen Raum, Peter Hauk, Unterstützung erhalten habe.

Für Hobbys blieb wenig Zeit

Weitere Baumaßnahmen waren der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Landesstraße 515, der Ausbau der Ortsdurchfahrt, der Bau einer neuen Brücke über den „Erlenbach“ und neuer Anschluss an die Gesamtwasserversorgung der Stadt Ravenstein. Für Hobbys blieb dem Jubilar wenig Zeit. Zum heutigen Ehrentag gratulieren die Ehefrau, zwei Töchter, Verwandte und Bekannte sowie langjährige Weggefährten in der Kommunalpolitik. Die FN wünschen ebenfalls alles Gute. jüh