Ravenstein

Ravensteiner Gemeinderat tagte Arbeiten am Zentralkindergarten in Oberwittstadt gehen langsam dem Ende entgegen

Grünes Licht für weitere Vergaben

Archivartikel

ravenstein.Bei der ersten Sitzung des Gemeinderates nach der Sommerpause, die am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses stattfand, reichten erneut die Stühle nicht aus, da das Interesse der Bürger so groß war. Bürgermeister Hans-Peter von Thenen zeigte sich nach längerer krankheitsbedingten „Auszeit“ gut erholt und begrüßte jeden Gast persönlich.

Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen zwei Arbeitsvergaben für den Zentralkindergarten in Oberwittstadt. Ortschaftsrätin Elke Autrata wurde vom Gremium einstimmig zur neuen stellvertretenden Ortsvorsteherin von Ballenberg gewählt. Einen breiten Zeitraum nahm die Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung ein. Hier wurde von Thenen auch auf seine abgegebene Bewerbung für die anstehende Bürgermeisterwahl in der Nachbargemeinde Rosenberg angesprochen (siehe weiteren Bericht).

Grüngutplatz ein Thema

Eine Bürgerin erkundigte sich nach dem aktuellen Stand in Sachen „noch immer fehlender Grüngutplatz“. Wortmeldungen gab es auch zur Unterbringung der Flüchtlinge in Ravenstein.

Nach der Anerkennung der Niederschrift der öffentlichen Gemeinderatssitzungen vom 25. Juli und 2. August befasste sich das Gremium mit zwei Auftragsvergaben für den Zentralkindergarten in Oberwittstadt.

Beim Vergabevorschlag für die Küchenausstattung sagte von Thenen, dass es sich dabei um vier Küchen im Neu- und Altbau handelt. Das preisgünstigste Angebot legte die Firma Wohnfitz (Walldürn) zum Preis von 15 933 Euro vor. Sie erhielt einstimmig den Auftrag.

Die Vergabe des nächsten Gewerkes der Bewegungspodestlandschaften und der losen Aussstattungsgegenstände verlief nicht so reibungslos, da der Stadtrat hierzu noch einige Nachfragen hatte. Zum einen fehlte ihm die genaue Zusammenstellung des Lieferumfanges, und zum anderen wollte man wissen, wieso nur ein Anbieter, die Firma Kameleon, ein Angebot (237 491 Euro) abgab. In kurzer Diskussion konnten die Fragen nicht geklärt werden, das Gremium stimmte dann doch mehrheitlich der Auftragsvergabe an die Firma Kameleon zu.

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wird sich in Ravenstein an der derzeit aktuellen Sitzverteilung der Stadträte nichts ändern. Es bleibt bei 14 Sitzen, wobei auf Ballenberg, Erlenbach und Hüngheim je zwei, auf Merchingen vier, auf Oberwittstadt drei und auf Unterwittstadt ein Sitz entfallen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Wie Bürgermeister von Thenen beim nächsten Punkt informierte, ist die Neuwahl des bisherigen stellvertretenden Ortsvorstehers erforderlich. Der Ortschaftsrat hatte sich in seiner Sitzung am 7. September für die restliche Amtszeit (bis zur Kommunalwahl 2019) dafür ausgesprochen, dem Stadtrat Elke Autrata zur Wahl vorgeschlagen. Dieser folgte dem Vorschlag einstimmig.

Anschließend gab Bürgermeister von Thenen gab beim Punkt „Informationen“ in nichtöffentlicher Sitzung gefasste Beschlüsse bekannt.

Geschäftsführer Wolfgang Elsen vom Dienstleistungsbetrieb Schloss gab dem Stadtrat einen Rechenschaftsbericht über das erzielte Jahresergebnis 2017 und die derzeitige finanzielle Situation, die vom Stadtrat zur Kenntnis genommen wurde.

Borkenkäferplage

Der Bürgermeister informierte weiterhin über ein von der Forstbetriebsverwaltung Adelsheim eingegangenes Schreiben über die Borkenkäferplage, die auch für den Ravensteiner Wald ein großes Problem darstellt. Gemeinderat Robert Vogt wünschte sich, dass alsbald die Waldbegehung des Gemeinderates nachgeholt wird, um zu diesem wichtigen forstwirtschaftlichen Thema weitere Informationen zu erhalten.

Am Ende der Sitzung bedankte sich Ortsvorsteher Jürgen Ullrich im Namen des gesamten Gremiums beim stellvertretenden Bürger-meister Thomas Hornung, der während der krankheitsbedingten Abwesenheit des Bürgermeisters dessen Amtsgeschäfte „auf hervorragende Weise und mit viel Engagement“ geführt und die angefallenen Arbeiten – insbesondere in Sachen Flüchtlingsunterbringung – mit Bravur erledigte habe.