Ravenstein

DRK Ravenstein zog Bilanz Viele Aktivitäten in verschiedenen Gruppen / Ehrungen für langjährige Mitglieder

Noch kein neuer Übungsraum in Sicht

Archivartikel

Umfangreiche Berichte und Ehrungen verdienter Mitglieder prägten die gut besuchte Jahreshauptversammlung des DRK-Orts-vereins Ravenstein im Restaurant des Golfclubs.

Merchingen. Die Mitglieder konnten bei der Jahreshauptversammlung des DRK auf ein aktives und erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Deutlich wurde, dass die Aktiven über einen sehr hohen Ausbildungsstand verfügen und der Verein ein Aktivposten in der Stadt ist und die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr bestens funk-tioniert.

1636 Stunden geleistet

Vorsitzender Gunther Kunz freute sich, dass so viele Mitglieder zur Versammlung gekommen sind und begrüßte Mitglieder und Gäste.

Den umfangreichen Tätigkeitsbericht erstattete Bereitschaftsleiter Arthur Dietz. Die Mitglieder, leisteten insgesamt 1636 ehrenamtliche Stunden in Fort - und Breitenausbildung, bei der Blutspende, den Dienstabenden, bei Bränden und Verkehrsunfällen.

Weitere Dienste wurden beim Fastnachtsumzug in Merchingen, beim Stadtlauf in Osterburken und bei weiteren Veranstaltungen verrichtet. Mit der Freiwilligen Feuerwehr wurden mehrere Übungen durchgeführt auch im Zusammenhang mit der Einweihung der Zehntscheune in Ballenberg.

Besonderen Wert wurde erneut auf die Aus- und Fortbildung der Mitglieder gelegt. Die vom DRK-Kreisverband Buchen angebotenen Fortbildungen wurden regelmäßig besucht, ebenso die jährliche Veranstaltung Ofirta (Odenwälder First Responder Tag). Mehrmals wurden auch die eingesammelten Altkleider verladen. Leider war die Resonanz der eigenen durchgeführten Blutspendeaktion nicht so gut wie im Vorjahr. Nur 149 Blutspender waren zu verzeichnen. Christina Graseck erstattete den Bericht des Jugendrotkreuzes, wo im vergangenen Jahr 14 Kinder voller Elan und Fleiß im Jugendrotkreuz Ravenstein mitwirkten. Von Januar bis November trafen sich die JRK’ler zur monatlichen Gruppenstunde, wo unter anderem Maßnahmen der erweiterten Ersten Hilfe vertieft und geübt wurden. Die JRK-Gruppe nahm bei einer Übung mit der Jugendfeuerwehr teil und beteiligte sich am Zeltlager des DRK-Kreisverbandes in Glashofen sowie an weiteren Veranstaltungen. Im Jahr 2017 leistete das JRK eine stolze Zahl von 213 Einsatzstunden. Die DRK-Seniorengymnastikgruppe Oberwittstadt, die von Irmgard Frank geleitet wird, hat zurzeit acht weibliche Mitglieder, die sich regelmäßig zu den wöchentlichen Turnstunden treffen. Probleme bereitet derzeit die Gruppe in Merchingen, die kurzfristig keine Aktivitäten mehr zu verzeichnen hatte. Derzeit ist man aber wieder dabei, die Gruppe zu beleben. Den detaillierten Kassenbericht von Thomas Hornung trug Vorsitzender Kunz vor. Daniel Pfaff, der zusammen mit Kerstin Nunn-Laichinger die Kassenunterlagen prüfte, bescheinigte dem Kassierer eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Bei den Ehrungen langjähriger Mitglieder, die Kreisgeschäftsführer Herrmann und die stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Christina Graseck vornahmen, wurden ausgezeichnet: Für fünfjährige Mitgliedschaft im Jugendrotkreuz Markus Gramling, Army Dollinger, Kata Litke und Aline Litke, für 15-jährige Mitgliedschaft im Verein Andrea Steinbrenner, für 35 Jahre Bertold Steinbrenner und für jeweils 55 Jahre die beiden „DRK-Urgesteine“ Herbert Pappenscheller und Gerhard Möhler.

Wie der neue Kreisgeschäftsführer, Joachim Herrmann, in seinem Grußwort sagte, wolle er durch seinen Besuch das Ehrenamt in den einzelnen Ortsvereinen kennenlernen. Der DRK-Kreisverband befinde sich derzeit in sehr unruhigen Gewässern und sei mit großen Belastungen behaftet. Es werde einige Jahre dauern, bis man den Verein von der jetzigen Schieflage wieder in ein ruhigeres Fahrwasser führen könne. Man sei zuversichtlich, dass man dies schaffen werde.

Ein weiteres wichtiges Thema für ihn ist auch die Erstversorgung eines Patienten durch die „Helfer vor Ort“ Gruppe, die einen wertvollen Rotkreuzdienst leistet. Die stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Christina Graseck lobte den hohen Ausbildungsstand der Mitglieder und ebenso die vielen getätigten Aktivitäten im vergangenen Jahr. Sven Klohe, als Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr, freute sich, dass die durchgeführten Übungen sehr gut gelungen waren und zukünftig noch öfters stattfinden sollten. Ortsvorsteher Jürgen Ullrich bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre vielfältige Arbeit für die Dorfgemeinschaft im vergangenen Jahr. Zum Schluss sprach der Vorsitzende eine Situation an, die, wie er sagte, den Mitgliedern „unter den Nägeln brennt“. Nach der baldigen Eröffnung des Zentralkindergartens in Oberwittstadt, werde der derzeitige Kindergarten in Merchingen, wo sich im Untergeschoss der DRK-Übungsraum befindet, geschlossen werden.

Existenzielle Bedeutung

Im vergangenen Jahr hatte der Vorstand ein Schreiben an die Stadtverwaltung und die Gemeinderäte gerichtet, mit der Bitte um eine Antwort, wie man zukünftig mit dem DRK-Ortsverein in diesem Punkt verfahren will und wie es weitergeht. „Leider haben wir bis heute darauf keine Antwort erhalten“, so der Vorsitzende. Die Raumfrage sei für den Verein von existenzieller Bedeutung. Jetzt wolle man sich erneut nochmals an die Stadt und Gemeinderat wenden und hoffe auf eine kurzfristige Lösung. F