Rhein-Main-Neckar

Leserbrief Zu „Klartext von Schulze“ und „Stromnetze immer mehr unter Druck“ (FN, 19. Juni)

Energiewende – ein Projekt aus Absurdistan

Archivartikel

Zwei Meldungen in den Fränkischen Nachrichten, die Beachtung verdienen: Die Bundesumweltministerin stellt fest, was seit jeher bekannt ist, nämlich dass die Klimazwischenziele 2020 deutlich verfehlt werden, und an anderer Stelle findet man in der gleichen Ausgabe die Meldung, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien die Stromnetze immer stärker unter Druck setzt. Vor der Energiewende wurden die Netze elektronisch überwacht und geregelt. Im Schnitt musste dreimal im Jahr per Hand eingegriffen werden, zum Beispiel bei einem Leitungsdefekt, einem Trafobrand oder einem sonstigen seltenen Ereignis, die Kosten lagen bei Null.

Heute sind diese „Noteingriffe“ zur Normalität geworden und kosten den Rekordwert von 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Immer öfter müssen „Windparks gegen Kostenerstattung“ abgeschaltet werden.

Die Energiewende ist ein Projekt aus Absurdistan. Sie ist ein völlig untaugliches Projekt zur Bekämpfung eines nicht existierenden Problems, anders kann man es nicht ausdrücken.

Der weltweite Siegeszug des Märchens vom Einfluss des CO2 auf das Klima hat eine Historie, die ist zwar kompliziert, aber man kann sie nachzeichnen.

Eine Schande ist es aber, dass deutsche Politiker und deutsche Pseudowissenschaftler dieses Märchen zur Wahrheit erhoben haben. Der einzige Effekt der Energiewende ist die Bereicherung von Leuten, die ohnehin bereits reich sind – die Masse der Verbraucher zahlt es ja. Aber diese Profiteure, darunter viele Bundestagsabgeordnete, wollen es eben so. Mit „Klima“ hat das alles nichts zu tun, deshalb wird Frau Schulze noch lange „Klartext“ reden können.