Rhein-Main-Neckar

Gemeinsam etwas gestalten

Archivartikel

Bauhaus? Da denken viele an Sägen und Hämmern. Denn eine Baumarkt-Kette heißt so. Aber der Name steht auch für eine berühmte Kunst- und Architekturschule. Sie entstand vor 100 Jahren in der Stadt Weimar im Bundesland Thüringen.

Der Bauhaus-Gründer Walter Gropius wählte den Namen Bauhaus aus einem besonderen Grund: Er wollte an die Bauhütten im Mittelalter erinnern.

In diesen Hütten arbeiteten Handwerker und Künstler zusammen, etwa wenn sie eine große Kirche errichteten. So wurden auch die Schüler am Bauhaus in Weimar unterrichtet: von Künstlern und Handwerkern. In den Werkstätten entwickelten sie zum Beispiel Stühle und Tische.

Wie in den mittelalterlichen Bauhütten waren dabei manche zum Beispiel Experten für Holz, andere kannten sich gut mit Glas oder Stahl aus. Sie überlegten gemeinsam, welche Materialien zueinander passen und was man neu gestalten könnte.

Denn die Bauhäusler meinten: Ein Gebäude und seine Einrichtung sind zusammen ein Gesamtkunstwerk.