Rhein-Main-Neckar

Goldene Steine zur Erinnerung

Fränky berichtet über besondere "Stolpersteine"

Diese Steine sollen auffallen. Sie glänzen golden zwischen den grauen Pflastersteinen vieler Städte. Wenn man genauer hinguckt, kann man Namen darauf lesen. Die Steine werden Stolpersteine genannt.

Jeder Stein ist einem Menschen gewidmet, der Opfer der Nationalsozialisten wurde. Diese herrschten vor rund 80 Jahren in Deutschland.

Viele Menschen, die ihnen nicht passten, wurden in spezielle Lager gebracht und dort ermordet. Zum Beispiel Menschen mit jüdischem Glauben. Vor den Häusern, in denen diese Menschen zuvor wohnten, verlegen Menschen heute die Stolpersteine.

Allerdings kennt man nicht die Namen und Geschichten aller Opfer. Findet man etwas Neues heraus, können weitere Stolpersteine verlegt werden. Das passierte nun am Montag in Frankfurt. Dort wurden Stolpersteine vor dem Haus der Familie Cohn verlegt.

Wissenschaftler hatten zuvor in einem der früheren Lager der Nationalsozialisten den Anhänger einer Kette gefunden.

Sie fanden heraus, dass der Anhänger wohl der Schülerin Karolina Cohn gehört hat. Sie lebte in Frankfurt. Als jüdisches Kind kam sie in ein Lager und überlebte nicht. Ohne den Fund hätte man nichts über sie erfahren. Jetzt erinnert ein Stein an sie und ihre Familie.