Rhein-Main-Neckar

Leserbrief Zu "Datenschutz oder Sicherheit" (FN, 24. August)

Nutzer muss seine Daten selbst schützen

Wie ist es mit dem Datenschutz im Internet bestellt? Am Beispiel "Gesichtserkennung" lässt sich das gut erläutern. Ich befragte dazu am 28. August 2017 das Internet - nicht mit Google. Suchbegriff: "Was passiert mit meinem Selfie bei WhatsApp".

Ergebnis auf der Seite http://t3n.de/...: "Wer über WhatsApp mit Freunden und Familienangehörigen schreibt, tritt alle Rechte seiner Kommunikation an das kalifornische Unternehmen ab. Gemeint sind damit auch Bilder, die jeden Tag millionenfach über den Messenger verschickt werden."

"Die Kunden stimmen jedenfalls in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu, dass WhatsApp alle Inhalte, Bilder und Ähnliches ohne Einschränkung und in allen Medienformaten und über alle Kanäle weiterverbreiten kann", erklärt Rolf Becker, der Rechtsanwalt der Kölner Kanzlei Wienke & Becker. Auch wenn der Nutzer seine Bilder auf seinem Smartphone löscht, bleiben sie immer noch bei WhatsApp gut aufgehoben.

Beabsichtigt der Staat, die Gesichtserkennung aus Sicherheitsgründen zur Überwachung zum Beispiel von öffentlichen Plätzen einzuführen, regt sich Widerstand. Wenn es sich aber, zum Beispiel in den sozialen Netzen, um ganz persönliche private Daten handelt, stellt der Nutzer sie freiwillig und ohne Bedenken dem Internetdienst zur Verfügung. In den digitalen Medien muss jeder Nutzer seine persönlichen Daten selbst schützen. Der Staat kann es nicht. Wie? Fragen Sie das Internet. Tipp allgemein: "Googeln" Sie nicht. Versuchen Sie es doch mal mit www.startpage.de.