Rhein-Main-Neckar

Polizei sucht weitere Zeugen Tour der Hochzeitsgesellschaft genauer rekonstruiert

Riskant gebremst und Schüsse abgegeben

Hösbach.Nachdem eine Hochzeitsgesellschaft am Freitag auf der A 3 durch riskante Bremsmanöver und mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole aufgefallen ist (wir berichteten), konnte die Verkehrspolizei nach mehreren Zeugenhinweisen nun die genaue Fahrtstrecke rekonstruieren. Die Sachbearbeiter suchen jetzt nach weiteren Zeugen.

Nebeneinander gefahren

Wie berichtet, fuhr eine Hochzeitsgesellschaft am Freitag gegen 16.30 Uhr an der Anschlussstelle Hösbach auf die A 3 auf und befuhr diese bis zur Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost. Die Fahrzeug-Kolonne verlangsamte ihre Fahrt in der Einhausung der Autobahn, nahm riskante Bremsmanöver vor und fuhr hierbei nebeneinander. Zudem gaben die Teilnehmer mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole ab.

Nach Eingang einer Vielzahl von Zeugenhinweisen ergaben sich für den Sachbearbeiter bei der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach nun Details zum Ablauf und weitere Tatorte. Der Autokorso war das erste Mal gegen 16 Uhr im Alzenauer Ortsteil Michelbach in der Kälberauer Straße aufgefallen. Dort blockierten sie für zirka fünf Minuten die Kreuzung. Es fielen mehrfach Schüsse in kurzer Abfolge. Ein Fahrzeug fiel zudem durch lautes Aufheulenlassen des Motors auf.

Der Autokorso, bestehend aus zirka 30 bis 40 Fahrzeugen, fuhr von Laufach kommend in Richtung Kreisel Weiberhöfe. Dort musste ein Verkehrsteilnehmer in den Graben ausweichen, weil ihm ein Fahrzeug aus dem Autokorso auf seiner Fahrspur entgegen kam. Nur durch Ausweichen des Zeugen konnte ein Zusammenstoß verhindert werden. Ein Sachschaden entstand dabei nicht.

Nach Durchfahren der Einhausung in Hösbach befuhr der Autokorso die Goldbacher Straße vor der City-Galerie. Dort wurde aus mehreren Fahrzeugen mit Pistolen in die Luft geschossen. Passanten wurden beleidigt, und der Kreisel am Ende der Goldbacher Straße wurde blockiert, sodass das Brautfahrzeug fünf bis sechs Runden im Kreisverkehr drehen konnte.

Verkehrsteilnehmerin gefährdet

Danach entfernte sich der Autokorso über die Platanenallee. Dort wurde eine Verkehrsteilnehmerin gefährdet, als ihr Fahrzeuge des Autokorsos mit rund 80 Stundenkilometer auf ihrer Fahrspur entgegenkamen.

Wer hat den Autokorso an den genannten Orten und in der Innenstadt beobachtet? Wer wurde beleidigt oder gefährdet? Wer kann die Fahrzeuge und die Schützen genau beschreiben? Gibt es Videoaufzeichnungen (zum Beispiel Handyvideos) des Vorfalls?

Zeugen, die Hinweise geben können, sollenunter Telefon 06021/8570 mit der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach in Verbindung setzen.