Rhein-Main-Neckar

Landesgartenschau Bayerische Staatsministerin Michaela Kaniber besichtigte das Gelände

Vielfalt pur von April bis Oktober

Würzburg.Die Eröffnung der zweiten Landesgartenschau (LGS) in Würzburg steht kurz bevor. Am Donnerstag, 12. April, werden nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit die Tore auf dem ehemaligen US-Kasernen-Gelände für Besucher geöffnet. Unter dem Motto „Wo die Ideen wachsen“ beschäftigt sich die Schau nicht nur mit aktuellen Blumen und Gartentrends, sondern auch mit anderen aktuellen Themen. Vor allem der Klimawandel in Zeiten der Urbanisierung und die Frage wie die Menschen in Zukunft arbeiten, forschen, wohnen und Erholung finden können, spielt eine zentrale Rolle.

Bei einem Pressespaziergang am Freitagnachmittag auf dem 28 Hektar großen Gelände wurde deutlich, was die Organisatoren und Macher der LGS 2018 alles auf die Beine gestellt haben. Neben zahlreichen Themengärten, Trends rund um Natur und Gartenkunst, Urban Gardening und Mobilität sowie attraktive Spiel- und Erlebnisflächen können Besucher sich über die Geschichte des Areals informieren. Denn das ehemalige US-Kasernen-Gelände war einst Kartoffelfeld, dann Galgenberg und später Startbahn von Fliegern der US-Streitkräfte. Nun entsteht dort neben den Parks der Gartenschau ein neuer Stadtteil namens Hubland, in dem in naher Zukunft über 5000 Menschen leben werden.

An 179 Tagen werden die Gäste der LGS auch dazu eingeladen, sich mit Möglichkeiten urbaner Lebensformen auseinander zu setzen. Hier sehen sie zum Beispiel, wie Häuserwände mit Grünpflanzen gestaltet werden können, um auch in den Innenstädten Sauerstoff zu erzeugen und nebenbei was fürs Auge zu bieten. Natürlich darf in Würzburg der Weinbau nicht fehlen. Rund um den Pavillon des bayrischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben Besucher die Gelegenheit, sich die verschiedensten Reben anzuschauen, sich darüber zu informieren und auch den regionalen Wein zu verkosten.

Die Würzburger sind stolz auf ihren weltweit bekannten fränkischen Wein. Doch sie möchten auch beweisen, dass die Region mehr als Weinbau bieten kann. In vielen interdisziplinären Projekten mit der Universität wird Kunst, Musik und Forschung großgeschrieben. Neben der Blumenhalle bietet ein ehemaliges Kasernengebäude mit dem Namen „LAB 13“ eine gemeinsame Ausstellungsplattform, in dem die Fakultäten ihre Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten präsentieren werden.

Die bayrische Staatsministerin Michaela Kaniber nahm sich während ihres Besuches viel Zeit und zeigte sich erfreut über die Ergebnisse der Organisatoren. Sie sagte: „Die Stadt Würzburg kann stolz auf ihre Gartenschau sein. Ich bin begeistert, was innerhalb der kurzen Zeit auf die Beine gestellt wurde.“ Dem Thema Klimawandel will sie sich verstärkt im Raum Franken widmen, denn hier sei ein Hotspot der Klimaerwärmung. Im Themenbereich „Klimawelten“ wurde beim Rundgang deutlich, dass neben steigenden Temperaturen der Niederschlag in Franken abnimmt. Die Pflanzenwelt kommt somit bereits im Juni in den kritischen Bereich der Wasserunterversorgung. Dies wird anschaulich im „Klimawäldchen“ dargestellt. Dort haben Schüler über 1500 Jungbäume gepflanzt.

Alle 14 Tage erfindet sich die Landesgartenschau neben den laufenden Ausstellungen neu. Dann werden Themen wie Fliegen, Schmetterlinge, Mobilität und Entschleunigung aufgegriffen und spornen den Besucher an, sich an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. Natürlich wird die Gartenschau auch ein großes Fest. Auf mehreren Bühnen wird ein vielfältiges Programm für Jung und Alt präsentiert. Viele Konzerte, Filmabende, aber auch ein Sommerfest stehen im Veranstaltungskalender. Die Gäste können sich also auf Vielfalt pur bis Oktober freuen.