Rosenberg

Abteilungswehr Hirschlanden zog Bilanz „Sowohl die Einsatzbereitschaft als auch die Kameradschaft waren toll“

Bestens ausgebildet und mit einer guten Tagesstärke

Archivartikel

Hirschlanden.Umfangreiche Berichte über das abgelaufene Vereinsjahr prägten die Generalversammlung der Abteilungswehr Hirschlanden. Nach der Begrüßung durch Kommandant Edwin Unangst verlas Schriftführer Bernd Leiser das Protokoll der letztjährigen Hauptversammlung, bevor Günther Roth den Bericht der Alterswehr erstattete.

Bei den Einsätzen wurden die Vogelnistkästen gereinigt und sämtliche Sitzbänke im Ort gesäubert und „freigemäht“. Darüber hinaus wurde eine Bank neu gebaut und aufgestellt. Der „Tag der Feuerwehr“ stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Bestehens der Alterswehr. Dabei wurde Rudi Hopf für seine 55-jährige Feuerwehrzugehörigkeit geehrt.

Jugendwart Mike Graser berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, deren Arbeitsschwerpunkte im Vorjahr viele verschiedene Übungen waren. Am Wettkampf während des Dreiländertreffens bei Miltenberg wurde gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Merchingen teilgenommen. Der „Tag der Feuerwehr“ wurde mit einer Schauübung bereichert. Erwähnung fand auch der 24-stündige „Berufsfeuerwehrtag“ in Merchingen sowie der Ausflug nach Stuttgart mit Besichtigung der Feuerwache IV der Berufsfeuerwehr. Bei der Herbstabschlussübung waren die jungen Feuerwehrler bei der Verkehrsabsicherung eingesetzt, ebenso wie beim Martinsumzug. Eine Weihnachtsfeier rundete das arbeitsreiche Jahr ab. Insgesamt hatte die Jugendwehr, welcher zum Ende des vergangenen Jahres 14 Jugendliche angehörten, 17 Übungen sowie fünf Einsätze zu verzeichnen.

Abteilungskommandant Edwin Unangst ließ das abgelaufene Vereinsjahr nochmals Revue passieren und stellte mit Freude fest, dass die Wehrmänner in Hirschlanden bestens ausgebildet sind und über eine gute Tagesstärke verfügen, was sich bei den angefallenen Einsätzen 2017 deutlich gezeigt habe.

18 Übungen mit den verschiedensten Übungsinhalten fanden statt, an denen sich im Durchschnitt 13 Wehrmänner beteiligten. Zusätzlich wurden weitere Dienste verrichtet. Die Wehr wurde zu zwei Feuerwehreinsätzen und drei Kleineinsätzen gerufen.

Ein dickes Lob gab es vom Abteilungskommandanten sowohl für die aktive, die Jugend- und die Alterswehr. Alle würden ihren Dienst in bemerkenswerter Weise absolvieren. „Sowohl die Einsatzbereitschaft als auch die Kameradschaft waren toll. Das soll aber nicht heißen“, so Unangst, „dass man sich jetzt auf den Lorbeeren ausruht, es bedarf ständiger Übungsbereitschaft und der Teilnahme an Ausbildungen, um das jetzige Niveau halten zu können und noch weiter auszubauen.“ Schließlich wolle man die Übungsstatistik 2018 noch weiter verbessern.

Ende 2017 gehörten der Abteilung zwölf Jugendliche, 31 Aktive und elf Kameraden der Alterswehr angehörten. Der Kommandant gratulierte den zahlreichen Mitgliedern, die an verschiedenen Lehrgängen teilgenommen haben.

In die aktive Wehr wurde mit Jennifer Löper die zweite Feuerwehrfrau aufgenommen. Simon Stapf wurde zum Hauptfeuerwehrmann, Thomas Frey zum Löschmeister und Edwin Unangst zum Brandmeister befördert.

Für Kassierer Jürgen Arnold erstattete Andreas Frey den Kassenbericht. Jörg Moser und Luca Unangst bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Bürgermeister Gerhard Baar lobte die Arbeit der Abteilung Hirschlanden und bezeichnete diese als mustergültig. Die Ausbildung sowie die Übungsbereitschaft seien hervorragend, so Baar, der sich ganz besonders über die aktive Arbeit der Jugendfeuerwehr freute.

Als Kassenprüfer wurden Christian Ilzhöfer und Marcel Hübsch gewählt. Unangst ging dann in einem kurzen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen ein. Der „Tag der Feuerwehr“ wird am 27. Mai stattfinden. Der Gegenbesuch bei der Partnerfeuerwehr aus Hirschlanden-Ditzingen zum dortigen Feuerwehrfest erfolgt am 23. und 24. Juni. Das gemeinsame Grillfest ist für den 30. Juni geplant.

Gerätehausanbau ein „Muss“

Einen kurzen Sachstand zum geplanten Anbau des Feuerwehrgerätehauses gab Edwin Unangst. Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr seine Abstimmung vertagt (die FN berichteten). Ein Gutachter arbeitet derzeit einen Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde aus. „Jetzt heißt es abwarten, wie sich alles weiter entwickelt“, so Unangst.

Unter dem Punkt „Sonstiges“ informierte Abteilungskommandant Andreas Frey darüber, dass der neue Mannschaftstransportwagen bestellt wurde, dessen Unterbringung in der Garage von Manfred Stätzler erfolgt, worüber sich Bürgermeister Baar sehr freute. Ein weiteres neues Feuerwehrauto muss 2019 beschafft werden. Ein noch zu bildender Ausschuss wird die Ausschreibung vorbereiten.

Ortsvorsteher Martin Herrmann lobte die Arbeit seiner Feuerwehrkameraden und freute sich, dass man im Dorf eine sehr gute Wehr habe. Jedes Jahr werde die Leistung des Vorjahres „getoppt“.

Zum geplanten Anbau des Gerätehauses erklärte er, dass es ein „Muss“ sei, dieses Vorhaben durchzuführen. Es mache einen Sinn, eine solch gut funktionierende Abteilung umzugruppieren.

Dekan Rüdiger Krauth informierte über die Arbeit der psychosozialen Notfallseelsorge, von Betroffenen und auch von Feuerwehrkameraden. Es sei wichtig, solche Einrichtungen zu nutzen. Krauth wünschte eine stete Weiterentwicklung der Wehr und viel Erfolg bei der Umsetzung der geplanten Vorhaben. F