Rosenberg

Ortschaftsrat Hirschlanden Neben Vorbereitungen für die Kommunalwahlen stand ein Bericht der Arbeitsgruppe „Soziales und kulturelle Aktivitäten“ auf der Tagesordnung / Angebot an Bauplätzen Thema

Die Ehrentafel wurde an Helmut Arnold verliehen

Archivartikel

Hirschlanden.Auch in diesem Jahr will das Dorf seine bisher genommene gute Entwicklung fortsetzen. Dieses Vorhaben, was mit viel Kraft und Arbeit verbunden sein wird, wurde bei der ersten Sitzung des Ortschaftsrates in diesem Jahr im Dorfgemeinschaftshaus deutlich, zu der wieder viele interessierte Bürger gekommen waren.

Wie der Ortsvorsteher einleitend sagte, hat am 17. Januar die Arbeitsgruppe „Soziales und kulturelle Aktivitäten“ getagt, um die kurz- und mittelfristigen Arbeitsschwerpunkte in Bezug auf die erfolgte Bürgerbefragung festzulegen.

Die Vorschläge wurden von Brigitte Bernhardt vorgestellt, zu denen die Hilfe bei Gartenarbeiten und Winterdiensten, bei Problemen am Computer sowie beim Ausfüllen von Formularen zählen. Angeregt wurde auch eine Tauschbörse von Geräten sowie sportliche Freizeitaktivitäten und eine Müllsammelaktion im Wald. Gedanken habe man sich auch über die Urlaubsbetreuung für Familienangehörige gemacht. Vorträge mit verschiedenen Themen sollen ebenso angeboten werden.

Für die Neubürger des Dorfes soll ein neuer Flyer mit Informationen gestaltet werden. Bernhardt sagte, dass der Bedarf am Fahrdienst weiter gestiegen ist, leider fehle es aber an ehrenamtlichen Fahrern. Guten Zuspruch haben sowohl der angebotene Mittagstisch und der Kaffeetreff. Wie Herrmann ergänzte, sei man derzeit dabei, die Wünsche der Bürger abzuarbeiten.

Zum zweiten Punkt, dem geplanten Verkauf von Bauplätzen im Dorf, informierte Bürgermeister Ralph Matousek. Er sehe es mit als seine Aufgabe an, sich über die Struktur der Gemeinde Gedanken zu machen. In Hirschlanden beispielsweise seien noch sieben Bauplätze vorhanden.

Wie Herrmann einfügte, könnten drei weitere kurzfristig ohne zusätzliche Kosten erschlossen werden, man würde dann über zehn Bauplätze verfügen. Die Hälfte, so der Bürgermeister, möchte er gerne offensiv vermarkten, den Rest in Reserve halten. Es stelle sich die Frage, welche Entwicklung die Gemeinde nehmen soll, wo es viele Faktoren, wie auch den demografischen Wandel gibt. Er findet es gut, dass die Stärke des Dorfes durch einen neuen Flyer herausgestellt wurde.

Dem Einwohnerrückgang in der Gemeinde solle entgegengewirkt werden, sagte Matousek. Um so wichtiger sei es, in den nächsten Jahren Bauplätze an junge Familien, auch von außerhalb der Gemeinde, anzubieten.

Ortsvorsteher Herrmann fand dies eine hervorragende und begrüßenswerte Idee, die der Bürgermeister hier anstoße. Im Dorf habe man schon seit längerem darüber geredet, offensiv Bauplätze anzubieten. Man brauche Zuzug von außen, „sonst geht’s im Dorf rückwärts“, was man nicht wolle. Vom Ortschaftsrat erhalte Bürgermeister Matousek jede Unterstützung für die Umsetzung seiner Idee.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren die Kommunalwahlen am 26. Mai. In Hirschlanden ist man auf der Suche nach geeigneten Kandidaten sowohl für den Orts- als auch für den Gemeinderat, da sich aus beiden Gremien insgesamt fünf Mitglieder nicht mehr zur Wahl stellen werden. Am 21. März wird im Gemeinschaftshaus eine öffentliche Versammlung zur Aufstellung der Bürgerliste mit Kandidaten stattfinden.

Schnell abgehandelt war der nächste Punkt: „Heimatbuch“. Die Veröffentlichung des Werkes, an dem derzeit sehr intensiv gearbeitet werde, werde sich um mindestens ein halbes Jahr – bis Mitte 2020 – verschieben. Das umfangreiche und professional ausgearbeitete Heimat-buch, das 600 Seiten umfassen wird, soll rechtzeitig zu den Heimattagen erscheinen.

In der Bürgerfragestunde lobte Bürgermeister Matousek die beiden Feuerwehrmitglieder Andreas Frey und Edwin Unangst, die sowohl beim Ausbau des neuen Feuerwehrfahrzeuges als auch bei den Arbeiten am Unterstellraum maßgeblich beteiligt waren.

Unter Punkt „Verschiedenes“ teilte Ortsvorsteher Herrmann mit, dass sich die örtlichen Vereine beim Jubiläumsfest „1250 Jahre Hirschlanden-Ditzingen“ vom 5. bis 7. Juli beteiligen werden. Man wird dort verschiedene Stände besetzen und Spezialitäten aus dem Bauland anbieten.

Anschließend wurde Helmut Arnold für seine herausragenden Leistungen für die Dorfgemeinschaft mit der Ehrentafel, der höchsten Auszeichnung, die Hirschlanden zu vergeben hat, ausgezeichnet. Wie Herrmann in seiner Laudatio sagte, wurde diese Ehrentafel in den vergangenen 25 Jahren nur an drei Persönlichkeiten des Dorfes vergeben. Helmut Arnold war mehr als zwei Jahrzehnte Vorstand des Sportvereins und hat den Bau des Sportheims verantwortlich vorangetrieben und umgesetzt. In der Gemeindepolitik war er als Ortschaftsrat der ersten Stunde, als Gemeinderat und Ortsvorsteher über mehrere Perioden an maßgeblicher Stelle führend tätig. Seiner Beharrlichkeit und Kompetenz als Ortsvorsteher sei es insbesondere zu verdanken, dass der Bau des Gemeinschaftshauses gegen den Widerstand der Gemeindeverwaltung umgesetzt werden konnte. Unter der Regie von Helmut Arnold wurden die ersten Dorf- und Straßenfeste durchgeführt, um Geld für die dörflichen Projekte zu erwirtschaften.

Die Ehrung erfolge, wenn man die aktiven Jahre von Helmut Arnold zum Bezug nehme, spät, aber nicht zu spät, so Herrmann. Dann überreichte er ihm unter Beifall die Ehrentafel des Dorfes. Arnold freute sich und erklärte, dass es nur möglich sei, eine solche Auszeichnung zu erhalten, wenn man die Unterstützung der Bevölkerung habe. Dies sei in seiner Amtszeit immer der Fall gewesen. Dem Ort wünschte er für die Zukunft alles Gute. F