Rosenberg

„Sängerbund“ Hirschlanden 150-jähriges Bestehen wurde mit einem Festabend im Dorfgemeinschaftshaus gefeiert / Zwei Gastchöre mit von der Partie

„Dieses Kulturgut ist jeden Aufwand wert“

Archivartikel

Mit einem Festabend feierte der Gesangverein „Sängerbund“ Hirschlanden im Dorfgemeinschaftshaus im Beisein vieler Ehrengäste sein 150-jähriges Bestehen.

Hirschlanden. Wie Landrat Dr. Achim Brötel im Rahmen des Festabends anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums des „Sängerbunds“ Hirschlanden sagte, gehört der Verein zu den traditionsreichsten im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis. An die Vorsitzende Gerda Herrmann überreichte er die Conradin-Kreutzer-Tafel.

Das Festprogramm wurde sowohl durch Liedbeiträge von Mitgliedern des Vereins wie auch von den Gastchören, dem Männerchor „Liederkranz“ und dem Chor „Ton Art“ aus Ditzingen, mitgestaltet.

Eine beeindruckende Ansprache hielten Vorsitzende Gerda Herrmann und Ortsvorsteher Martin Herrmann. Mit den Vereins- und Verbandsehrungen wurden langjährige und engagierte Mitglieder des „Sängerbundes“ geehrt.

Eröffnet wurde das Programm vom Jubiläumschor „Sängerbund Hirschlanden“ unter Leitung von Annemarie Moser mit „Freude und Frohsinn“, bevor die Vorsitzende eine Vielzahl von Gästen begrüßte, darunter Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Ralph Matousek und die Präsidentin des Sängerbundes Badisch-Franken, Waltraud Herold. „Ein intensives Probejahr, in dem sie sich dem Liedgut aus zwei Jahrhunderten gewidmet haben, liegt hinter den Sängern“, sagte die Vorsitzende und fügte hinzu: „Mit den ausgewählten Liedern am heutigen Abend wollen wir eine Brücke von der Vergangenheit, der Vereinsgründung 1868, bis in die Neuzeit bauen.“ Nachdem der Chor „Ännchen von Tharau“ vorgetragen hatte, sprach im Namen des Gastchores dessen Vorsitzender Rainer Sigle ein Grußwort. Er freute sich, dass die Sänger aus dem schwäbischen Hirschlanden an dieser Festveranstaltung mitwirken dürfen. Durch partnerschaftliche Verbindungen der beiden Ortsfeuerwehren habe auch der „Liederkranz“ wieder Kontakt mit dem „Sängerbund“ Hirschlanden aufgenommen. Für ihn als Vorsitzenden sei es „ein großes Vergnügen, wie unbürokratisch diese Verabredung getroffen wurde“.

Der Männerchor „Liederkranz Ditzingen“ präsentierte sich dann unter der Leitung von Monika Wallner mit „Die kleine Kneipe“ und „Griechischer Wein“. Anschließend wurde von Katja Eisenacher die Nachwuchsmusikerin Lisa Hübsch angekündigt, die für ihr Klavierstück viel Beifall erhielt.

Nach der Festrede setzte der „Sängerbund“ Hirschlanden das Programm mit „Wie schön erscheint mir die Natur“ und „Butterfly“ fort. Nach der Übergabe der Conradin-Kreutzer-Tafel hatte dann der Chor „Ton Art“ Hirschlanden-Ditzingen einen bravourösen Auftritt. Er brachte „You raise me up“ und „Who will be a withness“ zu Gehör, wofür es viel Beifall gab. „Perfect“ hieß der Titel des Instrumentalstückes von Lisa Hübsch, das folgte.

Nach den Vereins- und Verbandsehrungen trugen der Männerchor „Liederkranz“ Hirschlanden und der Chor „Ton Art“ zusammen „Ich war noch niemals in New York“ und „Ich glaube“ vor, und sorgten damit für Begeisterung. Der große, stimmgewaltige Chor wurde von Monika Wallner dirigiert, die auch am Klavier begleitete.

Aus Anlass des Jubiläums hatte sich ein Projektchor gegründet, der mit dem Gesangverein „Sängerbund“ auftrat und „Tage wie diese“ und „Fantasia“, mit Rhythmusbegleitung von Heike Kunst-Herrmann, sang. Für den Auftritt gab es ebenfalls viel Beifall, und Vorsitzende Herrmann erklärte, dass man sich sehr freuen würde, wenn sich einige Sänger des Projektchores dem „Sängerbund“ anschließen würden.

In ihrem Schlusswort bedankte sich die Vorsitzende bei allen Mitwirkenden für den kurzweiligen Jubiläumsabend. Mit „Bewahrt die Welt“ setzte der Gesangverein „Sängerbund“ den letzten gesanglichen Glanzpunkt an diesem Abend. Die engagierte Dirigentin des Chores, Annemarie Moser, erhielt Blumen von der Vorsitzenden.