Rosenberg

Brauerei- und Straßenfest in Hirschlanden Gefeiert wurde nicht nur das zehnjährige Bestehen der Gaststätte, sondern auch neun Jahre "Hirschbräu" / Neuer Braukessel

Ehrenamtsprojekt der besonderen Art

Im Rahmen des zweitägigen Brauerei- und Straßenfestes wurde das zehnjährige Bestehen der Gaststätte gefeiert und gleichzeitig der neue Braukessel im Beisein zahlreicher Ehrengäste eingeweiht.

Hirschlanden. Ortsvorsteher und Braumeister Martin Herrmann begrüßte als Ehrengäste die beiden "Bierpaten" Landrat Dr. Achim Brötel und MdB Alois Gerig, die das Projekt schon viele Jahre begleiten, Gemeinderat Gerd Gräupl in Vertretung des Bürgermeisters, MdB Dr. Dorothee Schlegel sowie MdL Gerd Nelius sowie als Vertreter der Distelhäuser Brauerei Steffen Kreuzer.

Wie Herrmann betonte, würden im Rahmen des Festes zehn Jahre Brauereigaststätte und neun Jahre "Hirschbräu" gefeiert. Als man mit den beiden Projekten begonnen habe, sei man von vielen "belächelt" und als "Spinner" bezeichnet worden. Diese wurde eines Besseren belehrt, denn: Es sei bei weitem noch kein Ende der vor zehn Jahren begonnenen Erfolgsgeschichte abzusehen. In den vergangenen Jahren sei man stets gewachsen.

Erfolgreiche Arbeit forstsetzen

Nun stünde man mit staunenden Augen vor dem Ergebnis einer erfolgreichen Arbeit, die auch weiterhin fortgesetzt werden soll. In der kleinsten Brauerei Deutschlandes werden derzeit rund 8000 Liter Bier verschiedener Sorten gebraut. Die Menge der selbst gebrauten Bierspezialitäten, die nur in der eigenen Brauereigaststätte verkauft werden, musste zwischenzeitlich rigoros begrenzt werden, so Herrmann, denn: Eine weitere Steigerung der Bierproduktion hätte den Charakter von "Hirschbräu" zerstört - und das Ehrenamtsprojekt wäre nicht mehr zu stemmen gewesen.

Man bemühe sich sehr intensiv, die hohe Qualität des Bieres erhalten zu können: Mit einem 70 Liter umfassenden Braukessel wurde begonnen; die Anlage stets erweitert - zwischenzeitlich umfasst das Sudsystem eine erreichte Kapazitätsgrenze von 600 Litern. Die bisherigen Investitionskosten bezifferte Herrmann auf rund 120 000 Euro.

Sein Dank galt all jenen, die an diesem Projekt beteiligt sind und ihre Arbeit mit viel Herzblut und großem Engagement ausüben.

Landrat Dr. Brötel lobte nicht nur das selbst gebraute, sehr süffige Bier. Er verdeutlichte auch, dass der ländliche Raum eine Menge zu bieten habe, was in Hirschlanden ganz deutlich werde. An diesem Mehrwert wolle man auch zukünftig festhalten.

"Großartiges" geleistet

Lobend sprach sich der Landrat über das Engagement der Menschen vor Ort aus, die "Großartiges" leisten, was dieses Projekt in besonderem Maße auszeichne. Die Brauereigaststätte sei zu einem Haus der Begegnung geworden und über die Grenzen der Region hinaus bekannt.

MdB Dorothee Schlegel erklärte, dass es besonders schön für sie sei, dass dieses Projekt seine Einzigartigkeit, seine Eigenwilligkeit und seinen Eigensinn bewahrt habe und sprach hierfür die Glückwünsche, auch im Namen ihres anwesenden Landtagskollegen Gerd Nelius, aus.

MdB Alois Gerig gratulierte zu diesem "einzigartigen Brauereifest", zu zehn Jahren Brauereigaststätte und neun Jahren "Hirschbräu" - und einer "verschworenen Dorfgemeinschaft", die in der Region ihres gleichen suche und zum Vorbild für viele andere Kommunen geworden sei.

Als Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft sei ihm diese Veranstaltung mit Erzeugermarkt ganz besonders sympathisch. Für ihn ist es "toll", dass man bei "Hirschbräu" regionale Brauprodukte verwendet. Er wünschte der Brauerei, der Gaststätte und dem Dorf für die Zukunft alles Gute, verbunden mit dem Wunsch, nicht "abzuheben", sondern die begonnene Arbeit weiterhin so solide auszuführen, wie man es seither getan habe.

"Besonderes Flair"

Im Namen des Gemeinderates und des Bürgermeisters überbrachte Gerd Gräupl einen "herzlichen Gruß" und bedankte sich bei allen Helfern. Das kleine Jubiläum der Gaststätte, die nur von "Ehrenamtlichen" betrieben und getragen wird, sei auf jeden Fall ein Grund zum Feiern. Er lobte das besondere Flair der Gaststätte mit eigens kreierten Menüs, was sich in einem guten Zuspruch niederschlage. Nicht zuletzt sei das auch dem sehr guten Bier aus der eigenen Herstellung durch ehrenamtliche Braumeister zu verdanken. Seitens der Distelhäuser Brauerei überbrachte Steffen Kreuzer die besten Wünsche. Der bisherige Erfolg, komme nicht von ungefähr. Er wurde hart erarbeitet. Auch zukünftig werde man die Partnerschaft zwischen der Distelhäuser Brauerei und "Hirschbräu" fortführen.

Mit einem frisch gezapften Kel-ler-Pils stießen die Ehrengäste gemeinsam auf die Erfolgsgeschichte an, wobei es Landrat Dr. Brötel kaum erwarten konnte, den neu gebrauten "Zaubertrank" endlich genießen zu können.