Rosenberg

Großer Bahnhof in Rosenberg Zahlreiche Grußwort-Redner hießen den neu gewählten Bürgermeister Ralph Matousek in der Baulandgemeinde willkommem

„Ergebnis ist für mich große Motivation“

Der Wunsch der Rosenberger Bürger bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag war eindeutig und das Ergebnis auch. Es sollte ein Fachmann sein und auch ein Bewerber, der von „außen“ kommt.

Rosenberg. Diesen Kandidaten haben sie mit Ralph Matousek, Diplom-Verwaltungswirt und derzeitiger Noch-Kämmerer der Gemeinde Jagsthausen, gefunden und eindrucksvoll gewählt. Wenn man sich im Vorfeld unter den Wählern in allen Ortsteilen umhörte, galt er als Favorit der Rosenberger, wenn auch das Wahlergebnis in dieser Form letztlich doch überraschte.

Beeindruckender Wahlabend

Zu einem „beeindruckenden“ Wahlabend hatten sich am Sonntag mehr als 500 Bürger aus Rosenberg, aus Ravenstein und auch aus Jagsthausen, der Heimat von Ralph Matousek, auf dem Rathausplatz eingefunden.

Der Vorsitzende des Wahlausschusses, Bürgermeister Gerhard Baar, gab das Wahlergebnis bekannt und gratulierte Matousek zu diesem großartigen Erfolg. Den Reigen der Grußwortredner eröffnete MdB Alois Gerig, der betonte, dass dieser Erntedanksonntag ein besonderer Tag für Rosenberg gewesen ist, zu dem er die Gemeinde beglückwünschte und gleichzeitig lobte, dass hier noch Basisdemokratie funktioniere.

„Die Wähler haben gezeigt, dass sie es sehr ernst nehmen, ihren neuen Bürgermeister zu wählen bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung“, unterstrich er. Gerig bezeichnete es als „sehr außergewöhnlich“, bei sechs Kandidaten sich auf einen einzigen zu einigen und diesem noch fast 80 Prozent der abgegeben Stimmen zu geben.

Ralph Matousek, so Gerig weiter, könne stolz auf dieses Ergebnis sein. Es bedeute für ihn gleichzeitig einen hohen Vertrauensbeweis der Rosenberger Bevölkerung. Gerigs Dank galt auch den fünf Mitbewerbern, die es ermöglichten, dass in der Gemeinde eine echte demokratische Wahl stattfinden konnte. Er bot dem neuen Bürgermeister eine gute Zusammenarbeit an, wünschte sowohl ihm und auch der Gemeinde ein Glückauf und Gottes Segen.

„Der Wähler hat gesprochen“, sagte der erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Björn-Christian Kleih, der dem neuen Bürgermeister Ralph Matousek zu diesem „fulminanten“ Wahlergebnis gratulierte. Gleich am Ende eines sehr fairen und engagierten Wahlkampfes habe er sich durcvhgesetzt und bei einer großen Anzahl von Mitbewerbern dieses Ergebnis redlich erarbeitet.

„Wenn man seinen Werdegang betrachtet, ist sein Wunsch, Bürgermeister von Rosenberg zu werden, nicht aus einer augenblicklichen Entscheidung heraus gekommen, sondern er hat langfristig abgewogen und überlegt“, betonte der Erste Landesbeamte. Er war sich sicher, dass Matousek das Vertrauen der Bürger von Rosenberg nicht nur erworben habe, sondern es auch erhalte, wofür er die besten Voraussetzungen mitbringe. Sein Dank galt auch den Bürgern der Gemeinde für diese hohe Wahlbeteiligung, denn dadurch hätten sie das Interesse an der Demokratie zum Ausdruck gebracht. Er freue sich auf eine gemeinsame gute Zusammenarbeit.

Echter Wahlerfolg

Thomas Ludwig sprach für den Kreisverband des Gemeindetages Baden-Württemberg und des Verbandes Baden-Württembergischer Bürgermeister. Er gratulierte dem neuen Gemeindeoberhaupt zu diesem beeindruckenden Wahlerfolg, den er gleich im ersten Wahlgang erzielen konnte. Ludwig vertrat die Meinung, dass dieses Wahlergebnis für die Gemeinde Rosenberg in seiner Eindeutigkeit sehr gut gewesen sei. „Auf dieser Grundlage kann man die gute Arbeit von Gerhard Baar fortsetzen“, hob er hervor. Er bat Matousek seine vertrauensvolle Arbeit mit den Bürgermeisterkollegen im Neckar-Odenwald-Kreis an.

Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm betonte in seinem Grußwort für die Kollegen der Nachbargemeinden: „Rosenberg hat gewählt und der Bürger hat eine klare Antwort darauf gegeben, was für einen Bürgermeister er zukünftig möchte. Man will einen Fachmann und vertraut auf dessen Fähigkeiten. Und man will einen Bürgermeister für die Gemeinde alleine, was eine klare Aussage der Wähler ist.“

Der neue Bürgermeister Matousek habe mit diesem Ergebnis einen großen Vertrauensbeweis erhalten. Im Wahlkampf ist bereits aufgekommen, ob es Synergien in der Arbeit der Gemeinden gebe, so Galm. Eine beiderseitige Zusammenarbeit habe man schon immer gepflegt, und diese könne man sicherlich weiter ausbauen. Für die Gemeinde Rosenberg wünschte er sich eine weitere gute Entwicklung im Bauland.

Die Grüße der angrenzenden Nachbargemeinde Ahorn aus dem Main-Tauber-Kreis überbrachte dessen Bürgermeister Elmar Haas, der dem neuen Bürgermeister seine bisherige 20-jährige gute Zusammenarbeit beider Gemeinden auch weiterhin anbot. Dem neuen Bürgermeister wünschte Haas alles Gute, viel Erfolg und eine glückliche Hand in seinem neuen Amt.

Für die evangelische und katholische Kirchengemeinde beglückwünschte Dekan Rüdiger Krauth Ralph Matousek zur Wahl und sagte, er habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der sich sehr zielstrebig und kompetent darstelle. Die Wahlabende waren für ihn, so der Dekan, ein Erlebnis. Er habe sich gut vorinformiert und er sei überzeugt davon, dass der neue Bürgermeister seine Fähigkeiten auch zum Wohl des Gemeinwesens einbringen werde. Als Vertreter der Kirche liege ihm besonders am Herzen, dass Matousek auch immer die weichen Seiten, was Motivation, Vertrauen und Glaubwürdigkeit und das Einfühlungsver-mögen der Menschen angeht, und sie mit dem Herzen erreicht. Die beiden Kirchen bieten ihm mit offenen Armen eine gute Zusammenarbeit an.

Von Seiten der Verwaltung sowie der Mitarbeiter des Bauhofes gratulierte Simone Trumpp dem „neuen Chef“ im Rathaus. Man freue sich auf eine gemeinsame, respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Der neu gewählte Bürgermeister Ralph Matousek zeigte sich in seiner Ansprache von diesem überwältigenden Wahlergebnis und dieser hohen Wahlbeteiligung sehr beeindruckt, was ihn etwas sprachlos mache.

Dank für das Vertrauen

Sein Dank galt den Wählern aller Ortsteile für das Vertrauen in seine Person, was ihm eine große Freude bereitete. Er bedankte sich besonderes bei seiner Frau Heike und der Familie für die stete Unterstützung in diesem dreiwöchigen harten Wahlkampf.

Für diese Aussage gab es frenetischen Beifall der Anwesenden. Sein Dank galt auch den Mitbewerbern für einen stets fair geführten Wahlkampf.

Für ihn sei es wichtig, auch mit ihnen weiterhin für eine gute Zukunft Rosenbergs zusammenzuarbeiten. „Ich reiche jedem die Hand“, sagte er. Lautstark machte sich auch die anwesende große Delegation aus Jagsthausen aufmerksam, die ihn ungern hergeben und vermissen werden. Seine Energie werde er jetzt aber in Rosenberg einbringen.

„Dieses gute Ergebnis ist für mich eine große Motivation für eine gute Zukunft hier in Rosenberg, in der ich bereits jetzt schon aufgenommen wurde, was mich sehr beeindruckt“, erklärte der frisch gebackene Rathauschef. Das zeige ihm auch, welch großes Interesse die Bürger an ihrer Gemeinde haben.

Für ihn ist es wichtig das Beste für „unsere Gemeinde“, wie er sagte, gemeinsam zu tun und zu machen. Sein Dank galt abschließend dem Posaunenchor für die musikalischen Beiträge sowie der Freiwilligen Feuerwehr für die Vorbereitungen.

Mit dem gemeinsam gesungenen Badnerlied endete dieser denkwürdige Abend, der in der Geschichte der Gemeinde einen besonderen Platz einnehmen wird.