Rosenberg

Bauarbeiten in den letzten Zügen „Tag der offenen Tür“ macht Blick hinter die Kulissen möglich / Raclette und Fondue in uriger Atmosphäre

Erlebniskäserei öffnet am 17. Februar

Archivartikel

In den letzten Zügen liegen die Bauarbeiten in der Kirchen-Käserei in Sindolsheim. Bei einem Tag der offenen Tür am 17. Februar können die Besucher die Einrichtung kennen lernen.

Sindoslheim. Erfahren, wie man selbst Käse herstellt, oder einfach in der gemütlichen Scheune der Kirchen-Käserei Sindolsheim in urigem Ambiente ein Raclette oder Fondue genießen. Das und vieles mehr ist nach den Worten von Geschäftsführerin Ursula Krauth möglich. Zurzeit wird der Käse noch in den bisherigen Räumlichkeiten in Hohenstadt produziert, bis in Sindolsheim alles fertig und eingerichtet ist. „Ich sehne diesen Tag herbei“, erklärt sie im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten, denn momentan muss sie sozusagen an mehreren Orten gleichzeitig sein. Zielsetzung dieses Projektes ist der Aufbau eines Integrationsunternehmens zur Herstellung von biologischem Käse auf handwerklicher Basis und das Schaffen von Arbeitsplätzen für Menschen mit und ohne Behinderung.

Außerdem können die Besucher die Käseherstellung direkt erleben und lernen, wie man Käse produziert. Neben zwei Menschen mit Behinderung wird die Geschäftsführerin bei ihrer Arbeit von zehn Ehrenamtlichen unterstützt. Auf Grund dieser Zielsetzung wird das Leader-Projekt mit rund 200 000 Euro gefördert. „Wir sind eine gemeinnützige Genossenschaft, die aus christlicher Motivation heraus diese Käserei betreibt. Der Genossenschaftsgedanke ist uns wichtig: Nur gemeinsam sind wir stark – und das sollen auch die Menschen mit Behinderung bei uns erfahren. Sie gehören zum Team. Jeder wird mit seinen Gaben und Fähigkeiten gebraucht“, verdeutlicht Ursula Krauth den Kerngedanken der Kirchen-Käserei Sindolsheim. Mit den Bauarbeiten geht es deutlich voran, die Heizungsanlage funktioniert, der urige Gastraum mit den Balken und der Natursteinwand ist gefliest. Hier laufen zurzeit die restlichen Malerarbeiten an der Decke. „Das Ausfugen der Natursteinwand war eine Riesenarbeit“, erzählt sie weiter. Aber es habe sich absolut gelohnt.

Viel Licht und genügend Platz

Auch die Küche mit Verkaufsraum ist soweit fertig. Hier stehen in einigen Tagen die Verkaufstheke und ein Pizza-Ofen. Die Geschäftsführerin zeigt beim Rundgang durch die Baustelle auch den Produktionsraum für den Käse und verdeutlicht mit einem Bild, wo später der 1000-Liter–Pasteur stehen soll. Der Produktionsraum ist hell und die Fenster groß. Damit wird man dem Namen der Schau- und Erlebniskäserei mehr als gerecht. Genügend Platz gibt es auch für die Lagerung der Käsesorten. „Alles zusammen war eine große Herausforderung. Denn wer hat schon einmal eine Käserei geplant? Das muss einfach alles durchdacht sein“, führt die Geschäftsführerin aus und unterstreicht, dass es einfach auch immer darum gegangen sei, mit einem so begrenzten Budget einen soliden Bau ohne Luxus zu gestalten.

„Festleskäse“ schmeckt

Cremig-mild schmeckt der „Festleskäse“, den die Molkerei-Fachfrau mit ihren Mitarbeitern extra für den „Tag der offenen Tür“ herstellt. Bevor aber die Produktion in Sindolsheim beginnen kann, muss auch noch die Abnahme der Räumlichkeiten durch das Veterinäramt erfolgen. Nach dem „Tag der offenen Tür“ ist geplant, jeden Samstag das Käsereicafé mit natürlich vornehmlich Käsekuchen in der urigen Scheune zu eröffnen. Außerdem können Gruppen sich nach Vereinbarung in der Scheune anmelden zum Feiern. „Aber auch zum Käseherstellen“, schmunzelt Ursula Krauth. Allerdings brauche Raclette und Fondue-Käse etwa vier Wochen zum Reifen. Insofern empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung.