Rosenberg

Rosenberger Bauausschuss Geplante Anlage für Mastschweine beeinträchtigt öffentliche Belange

Gremium lehnt Außenklimastall ab

Rosenberg.Zahlreiche Bauanträge und Bauvoranfragen standen auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Für großes Interesse im Bürgersaal des Rathauses sorgte die Anfrage zum Bau eines Außenklimastalles für Mastschweine auf der Gemarkung Bronnacker. Bürgermeister Matousek, der erstmals die Sitzung leitete, erläuterte aus rechtlicher Sicht den Sachverhalt. Das geplante Bauvorhaben beeinträchtige die öffentlichen Belange, teilte er mit, denn in unmittelbarer Nähe befinden sich Wohngebäude. Der Ortschaftsrat hatte sich in seiner Sitzung einstimmig gegen die geplante Baumaßnahme ausgesprochen und auch der Bauausschuss lehnte die Anfrage ab.

Zugestimmt wurde dagegen dem Antrag zum Neubau eines Carports in der Neuen Straße in Hirschlanden. Hauptamtsleiterin Ulrike Kautzmann-Link erläuterte den Antrag und betonte, dass für diesen Bereich kein Bebauungsplan bestehe. Das Gremium beschloss jedoch als Auflage, wegen bestehender Sicherheitsbedenken keine Verkleidung des Carports zu erlauben.

Ein weiterer Antrag sah vor, in der Klingenstraße in Rosenberg ein Nebengebäude abzubrechen und das Wohnhaus zu erweitern. Die geplanten Anbauten fügen sich, so die Meinung des Ausschusses, harmonisch in die Umgebung ein, weshalb dem Antrag zugestimmt wurde.

Erneut beraten wurde ein Antrag für die Nutzungsänderung im Bestand und die Erweiterung einer Lagerhalle in der Alten Straße in Sindolsheim. Wie Kautzmann-Link sagte, sei für das bestehende Lagerhausgebäude ein Anbau geplant, weshalb das Landratsamt nochmals um eine Stellungnahme gebeten wurde. Der Bauausschuss stimmte diesem erneut einvernehmlich zu.

Lärmschutz beachten

Eine erneute Beratung gab es auch beim Bauantrag auf Nutzungsänderung einer Scheune zum Reifenhandel, zum Ersatzteilhandel und zur Reparatur von Kraftfahrzeugen in Hirschlanden. Diesen Fall, so Kautzmann-Link, sei schon einmal im Oktober vergangenen Jahres vorgelegen. Auf die Einhaltung der Lärmemissionen wurde damals hingewiesen. Das Landratsamt forderte nunmehr weitere Pläne an. Nach kurzer Beratung wurde der damalige getroffene Beschluss aufrechtgehalten mit dem Hinweis an den Antragsteller, die Lärmemissionen einzuhalten. Das Einvernehmen erfolgte einstimmig.

Auflagen der Behörden zu hoch

Auch der nächste Antrag von der Eldenbrand- und Likörmanufaktur Alt Enderle war bereits Thema im Bauausschuss. In der Bofsheimer Straße in Sindolsheim soll ein Anbau an das bestehende Betriebsgebäude erfolgen. Zudem wurde beantragt, Führungen und Verkostungen im Betriebsgebäude vornehmen zu dürfen. Dieser Teil des Antrags wurde zwischenzeitlich zurückgezogen. Zudem wurde der Bauherr vom Gemeinderat aufgefordert, vier Fahrzeugstellplätze auf seinem Grundstück zu bauen. In einem Vor-Ort Termin mit Landrat Dr. Achim Brötel, so Bürgermeister Matousek, wurde das geplante Vorhaben gemeinsam besprochen. Nunmehr sollen keine Verköstigungen mehr für die Besucher erfolgen, da die geforderten Auflagen der Behörden zu hoch sind. Zur Errichtung der beiden Anbauten sind noch gewerberechtliche Fragen zu klären. Der Bau von Parkplätzen wurde vom Bauausschuss weiterhin gefordert. Dem geänderten Baugesuch wurde zu-gestimmt.

Als „unproblematisch“ sah der Ausschuss die weitere Bauvoranfrage zur Erweiterung der Wohnung im Erdgeschoss sowie Ergänzung einer Garage in der Tannenstraße in Rosenberg und stimmte dem Vorhaben zu. Auch der eingereichten Anfrage zur Errichtung einer Unterstellhalle in der Straße Steige in Hirschlanden wurde zugestimmt, obwohl eine Halle mit einer ungewöhnlichen Dachform gebaut werden soll. Das angrenzende Wohnhaus steht unter Denkmalschutz, sagte Kautzmann-Link. F