Rosenberg

Spatenstich in Sindolsheim Neue Montagehalle kostet rund drei Millionen Euro / Firma des Ehepaars Meisel hat mittlerweile 84 Mitarbeiter / Fertigstellung für Oktober geplant

Kein Ende der rasanten Entwicklung in Sicht

Archivartikel

Es begann mit einer kleinen Garage und drei Mitarbeitern, doch mittlerweile baut die Firma Meisel Montagetechnik in Sindolsheim ihre zweite Montagehalle.

Sindolsheim. Seit der Firmengründung der Firma Meisel Montagetechnik im Jahre 2007 ist das Unternehmen als Dienstleister für die Automobilindustrie ständig gewachsen und beschäftigt heute am Standort Sindolsheim 84 Mitarbeiter. Ein weiterer Meilenstein für das Unternehmen war der symbolische Spatenstich für den Neubau der zweiten Montagehalle im Beisein zahlreicher Ehrengäste, der am Dienstag im sehr steinigen Gewann „Krappenacker“ vollzogen wurde. Geschäftsführer Ronald Meisel begrüßte hierzu Bürgermeister Gerhard Baar, Ortsvorsteher Jürgen Fuchs, Bauleiter Wilfried Sans, Carsten Sans sowie Xaver Baumann vom Büro Walter und Partner, Thomas Kraft, Projektleiter der Firma Stahlbau Uhl, Firmenchef Jörg Heizmann vom Bauunternehmen Heizmann sowie Achim Liebl als Vertreter der Volksbank Kirnau.

2007 gegründet

Geschäftsführer Meisel betonte in seiner Ansprache, dass man mit diesem Spatenstich den neuen Meilenstein der Firma MMT auf den Weg bringen will. In seinem Rückblick erinnerte er an das Jahr 2007, in dem er mit seiner Ehefrau Ute und drei weiteren Mitarbeitern in der Garage an seinem Wohnhaus die ersten Aufträge ausführte. Er hätte nicht gedacht, dass der Betrieb in nur drei Jahren auf fast 40 Mitarbeiter wächst und damit die Garage viel zu klein wurde. Man habe sich damals für den Standort Sindolsheim entschieden und mit viel Einsatz, unter Mithilfe der Gemeinde und dem Landratsamt, den Krappenacker zum Baugebiet gemacht, wo man im Jahre 2011 in die erste Halle einziehen konnte. Das Wachstum der Firma ging stetig voran und so wurde im Jahre 2013 mit einem Lageranbau und der Schließung der offenen Überdachung die Produktionsfläche erweitert. Mit nun fast 65 Mitarbeitern wurde der Umsatz in drei Jahren verdoppelt.

Flexible Arbeitszeiten

Mit dem erweiterten Maschinenpark wurden neue Kunden gewonnen und der bestehende Kundenstamm konnte besser und schneller bedient werden. Man habe erkannt, so Geschäftsführer Meisel, dass es gerade in der ländlichen Region im Bauland sehr wichtig sei, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Vor allem im Bereich Frauenarbeitsplätze sei es sehr wichtig, dass es flexible Arbeitszeiten gebe und einen Arbeitgeber, der sich soweit es gehe, darauf einstellen könne. Zwischenzeitlich werden 84 Mitarbeiter beschäftigt mit dem Plan, zum Jahresende noch weitere Mitarbeiter einzustellen. Dem Bau wünschte Meisel viel Glück und einen guten Verlauf, um bereits im Oktober die neuen Räumlichkeiten beziehen zu können.

„In der Tat“, so Bürgermeister Gerhard Baar in seinem Grußwort, „ist dieser heutige Tag ein Meilenstein in der Firmengeschichte von MMT“. Er erinnerte daran, dass die erste gebaute Halle noch im Rahmen einer Einzelgenehmigung gebaut wurde. Bei dieser neuen Betriebserweiterung hätten die Ämter, so Baar, nicht mehr mitgespielt und die Gemeinde aufgefordert, einen Bebauungsplan zu beschließen. Die Gemeinde habe versucht, das Verfahren zügig durchzuziehen. Das Ergebnis davon sei, dass die Baugenehmigung für die geplante Halle schnell erfolgen konnte. Die Hausaufgabe der Löschwasserversorgung habe die Gemeinde noch zu erledigen, sagte der Bürgermeister und betonte die Bedeutung der Firma für die Gemeinde und die Mitarbeiter aus dem Ort, die in diesem Betrieb arbeiten. Er lobte auch den unternehmerischen Mut und Weitblick des Ehepaares Meisel, ein solches Projekt anzugehen. Vonseiten des Gemeinderates freue man sich, dass dieses bedeutsame Projekt nunmehr in die Realisierungsphase komme, und wünschte ein herzliches Glückauf.

Regenwasser fließt in Kirnau

Winfried Sans vom Büro für Planung und Baumanagement C. und W. Sans informierte kurz über das geplante Vorhaben. Die Grundfläche des Neubaus beträgt 80 mal 30 Meter. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. Mit dem Neubau ist auch ein Umweltgedanke verbunden, denn das Regenwasser der Halle wird direkt in die Kirnau geleitet. Die Kosten für den noch zu bauenden Regenwasserkanal bezifferte Sans auf mehr als 100 000 Euro. Er bedankte sich beim Unternehmerehepaar Meisel für die stets gute Zusammenarbeit.

Achim Liebl als Vertreter der Volksbank Kirnau betonte, dass die Bank seit der Unternehmensgründung der Familie Meisel als verlässlicher Partner zur Seite stehe. Das Unternehmen sei durch das außerordentliche persönliche Engagement von Ronald und Ute Meisel sehr dynamisch gewachsen, was eine Ausweitung der Produktionskapazitäten unerlässlich mache. Er bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und für die langjährige gute Geschäftsbeziehung. Jörg Heizmann vom Bauunternehmen Heizmann bedankte sich, dass man nach dem ersten erteilten Auftrag erneut für die Firma Meisel tätig sein dürfe, und lobte ebenfalls das Engagement des Ehepaares Meisel.