Rosenberg

Rosenberger Gemeinderat tagte Breitbandausbau war ebenso Thema wie der neue Stromlieferungsvertrag mit der EnBW

„Klares Bild“ bei Sporthallen-Beleuchtung verschaffen

Archivartikel

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause verabschiedete der Rosenberger Gemeinderat die Jahresrechnung 2017, die sehr erfreuliche Zahlen aufwies.

Rosenberg. Neben der Verabschiedung der Jahresrechnung 2017 (der Bericht folgt in einer der kommenden Ausgaben) standen bei der jüngsten Sitzung des Rosenberger Gemeinderats der Breitbandausbau, die Bürgermeisterwahl sowie die Vergabe zum Austausch der Beleuchtung in der Sporthalle und ein neuer Stromlieferungsvertrag mit der EnBW auf der Tagesordnung. Zur Sitzung hatten sich wieder einige interessierte Bürger eingefunden.

Die Anerkennung der Niederschrift vom 19. Juni erfolgte einstimmig. Beim nächsten Punkt ging es laut Bürgermeister Baar wieder einmal um den Breitbandausbau – und zwar in seiner nächsten Stufe. Diese geplante Fortführung sei eines der zukunftsträchtigsten Handlungsfelder überhaupt, denn zwischenzeitlich würden Experten davon ausgehen, dass in den nächsten zehn bis zwölf Jahren Bandbreiten von einem Gigabit selbstverständlich werden.

Bund und Land, so der Bürgermeister, werden künftig ausschließlich den geplanten FttB-Ausbau fördern, das bedeute Verlegung von Glasfaserkabel bis ins Haus. Diese Verbesserungen sollen durch zwei kreisweite Projekte erreicht werden, wobei erneut das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis die Koordinierung übernimmt: zum einen die Breitbandausbau-Nachverdichtung, was bedeutet, dass viele noch gering versorgte Bereiche (unter 30 Mbit) mit eingebunden werden – und zum anderen handelt es sich um die Erstellung von „FttB-Masterplänen“ für jede Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis, die aktuell vom Bund gefördert wird.

Diese Förderung beträgt 100 Prozent, maximal 50 000 Euro pro Gemeinde, soll aber nach jetzigem Stand Ende 2019 auslaufen. Dieser kalkulierte Betrag wird in der Gemeinde Rosenberg keinesfalls erreicht werden, sondern schätzungsweise rund 35 000 Euro. Die Verwaltung schlage deshalb vor, so Baar, einen Förderantrag für die Erstellung des Masterplans zu erstellen. Ohne Wortmeldung und Fragen stimmte der Gemeinderat zu.

Die bevorstehende Bürgermeisterwahl wirft ihre Schatten voraus. Die Bewerbungsfrist ist angelaufen und die erste Bewerbung liegt vor. Die von der Verwaltung vorgelegten Eckdaten der Bewerbervorstellung, die am Mittwoch, 26. September, um 19 Uhr in der Sindolsheimer Halle stattfinden wird, wurden genehmigt. Bei einer eventuellen Neuwahl findet keine erneute Bewerbervorstellung statt, auch nicht bei neuen Bewerbern. Sollten sich im Laufe des Bewerbungsverfahrens weitere Festlegungen von Regularien ergeben, so beauftragt der Gemeinderat den Wahlausschuss mit diesen Festlegungen.

Bereits in einer der zurückliegenden Gemeinderatssitzungen hat sich das Gremium mit der Umstellung der Lampen auf LED Technik in der Rosenberger Sporthalle befasst und der Verwaltung den Auftrag gegeben, Angebote einzuholen – jedoch ohne Hinzuziehung eines Fachbüros. Der gewünschte Erfolg dieser Aktion blieb aus.

Das von der EnBW ausgearbeitete Angebot, das eine Umsetzung in drei Bauabschnitten vorsah – Beleuchtung über der Spielfläche, der Seitenbereiche mit Tribüne und Nebenräume sowie der Umkleidekabinen und Sanitärräumen – brachte in den vorgelegten Alternativangeboten unterschiedliche und nicht vergleichbare Ergebnisse.

Der erste Bauabschnitt hätte nach Möglichkeit noch in den bevorstehenden Sommerferien ausgeführt werden sollen, was derzeit unwahrscheinlich sein dürfte, denn der Gemeinderat konnte keine konkrete Entscheidung treffen. Bei den Angeboten bestanden noch erhebliche Unklarheiten und man will sich vor der endgültigen Vergabe ein „klares Bild“ verschaffen.

Der Stromliefervertrag mit der EnBW läuft zum 31. Dezember aus, berichtete Bürgermeister Baar beim nächsten Punkt. Die Verwaltung hatte drei verschiedene Angebote eingeholt, die von Kämmerin Simone Trumpp erläutert wurden. Nach deren Auswertung ist die EnBW der günstigste Anbieter. Sie erhielt den Auftrag mit einer dreijährigen Laufzeit.

Kurz wurde der nächste Punkt abgehandelt, denn der Feldweg Flurstück Nr. 1341, Gemarkung Sindolsheim, der im Besitz der Gemeinde ist, soll im Zuge der Umlegung in Gewerbefläche umgewandelt werden. Er ist in den neuen Bebauungsplan zur Erweiterung der Firma Vogt einbezogen worden, daher ist eine Entwidmung erforderlich, die einstimmig beschlossen wurde.

In der Bürgerfragestunde wollte ein Hirschlandener wissen, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen würden, wenn die beiden Bahnsteige in Rosenberg und Hirschlanden um- und neugebaut werden müssten. Baar sagte, dass er hier keine verlässlichen Zahlen nennen könne. Seiner Schätzung zufolge dürften sie bei weit über einer Million Euro alleine für Hirschlanden liegen. Ob und in welcher Höhe hierfür Zuschüsse zu erwarten seien, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Unter Punkt „Verschiedenes“ wurde beschlossen, die für den 16. Oktober vorgesehene Gemeinderatssitzung wegen der Bürgermeisterwahl auf den 23. Oktober zu verschieben. Weiterhin informierte Baar, dass wegen der Erntezeit die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Rosenberg für drei Wochen gestoppt wurden. Nach den dreiwöchigen Sommerferien der Baufirma – am Montag, 20. August, – werde jedoch unter Vollsperrung weitergearbeitet.

Um das erweiterte Gewerbegebiet in Sindolsheim zukünftig mit ausreichend Löschwasser zur versorgen, ist es notwendig, den alten Hochbehälter wieder zu ertüchtigen und die beiden Wasserkammern mit einer Spezialfolie auszukleiden. Die Kosten belaufen sich auf 12 500 Euro. Der förmliche Beschluss erfolgte einstimmig.

Für den geplanten Bau des evangelischen Gemeindehauses in Hirschlanden ist der Förderantrag aus dem ELR-Programm befürwortet worden und bei der Gemeinde eingegangen, so dass nun, nachdem auch die Baugenehmigung erteilt wurde, mit dem Bau begonnen werden kann.

Der Termin für die Kommunalwahl 2019 wurde auf den 26. Mai festgelegt. Baar bat, sich um geeignete Kandidaten für den Gemeinderat zu bemühen.