Rosenberg

Versammlung der Sängergruppe I Berichte und Wahlen standen auf der Tagesordnung

Mangel an Sängern beschäftigt den Verein

Sindolsheim.Mit seiner Hauptversammlung kehrte der Sängerbund an die „Wiege“ seiner Gründung im Jahr 1876 nach Sindolsheim zurück, wo in der Mehrzweckhalle die turnusmäßige Versammlung der Gesangvereine der Sängergruppe I stattfand. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Hubert Heffele freute sich der Vorsitzende der Chorgemeinschaft Sindolsheim, Werner Vogt, dass die Chorgemeinschaft diese Versammlung ausrichten darf. Gruppenchorleiter Josef Stahl erinnerte in seinem Bericht unter anderem an das Gruppensingen 2018 sowie an das Konzert zum 20-jährigen Jubiläum des Männerchores. Stark vertreten war die Sängergruppe beim Stimmbildungsseminar mit Patrick Bach.

Vorausblickend sagte der Chorleiter, dass am 26. April das diesjährige Gruppensingen in der Baulandhalle stattfinden wird. In 2020 ist ein geistliches Konzert in der Kirche geplant. Schriftführerin Gisela Attinger verlas das Protokoll der letzten Hauptversammlung von 2017 in Sennfeld und erstattete den Kassenbericht. Horst Weber, der die Kasse prüfte, bestätigte eine einwandfreie Kassenführung. Rosenbergs Bürgermeister Ralph Matousek stellte die „kleine und feine“ Gemeinde Rosenberg vor, die mit ihren vier Ortsteilen doch viel zu bieten hat. Eine Gemeinde lebt aber vor allem von der Gemeinschaft der Vereine.

Kämpfen um Nachwuchs

Die drei Gesangvereine kämpfen auch hier um Nachwuchs und um den Fortbestand. Es ist für ihn aber dennoch beeindruckend, was die Gesangsvereine in der langen Zeit mit Herzblut geleistet haben. Die Gesangsvereine seien ein bedeutender Kulturträger im Ort und bereichern mit ihren Auftritten das Leben in der Gemeinde.

Über die neue Datenschutzordnung berichtete anschließend Bundes-Schatzmeister Wolfgang Köhler, der sagte, dass die neuen Verordnungen den Vereinen doch gewisse Kopfschmerzen bereiten, diese aber umzusetzen sind. Er erinnerte daran, dass die Vorsitzenden verantwortlich für den Umgang der sensiblen Daten sind.

Wie der Vorsitzende Hubert Heffele in seiner Ansprache sagte, habe man den Berichten entnehmen können, dass die Sängergruppe wieder eine ereignisreiche Zeit erlebt und deutlich gezeigt habe, wie lebendig und aktiv die Gruppe ist, in der eine große Vielfalt herrscht und gepflegt wird. Die musikalische Ausrichtung stimmt und die Vereine geben in der Öffentlichkeit durchweg ein sehr gutes und erfreuliches Bild ab, wenn sie aber mit einer unerfreulichen Entwicklung landauf und landab zu kämpfen haben: Das ist der Mangel an neu hinzukommenden Sängern aus den Gemeinden.

Es werde deshalb für den einen oder anderen Gesangverein immer schwieriger, ein funktionierendes Vereinsleben aufrecht zu erhalten, geschweige denn, größere Vorhaben umzusetzen. Richtig bedauerlich werde es dann aber, wenn diesbe-züglich sogar Auflösungsgedanken im Raum stehen. Diese Entwicklung, so Heffele, hat verschiedene Gründe. Man sollte sich um neue Sänger bemühen, um den Fortbestand der Vereine zu sichern. Heffele appellierte an die Mitgliedsvereine, auch einmal neue Ideen und Dinge auszuprobieren, wie es schon einige Vereine eindrucksvoll bewiesen haben. Durch attraktives Liedgut wurden viele neue Mitglieder gewonnen.

Bürgermeister Ralph Matousek leitete dann die Neuwahlen. Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Hubert Heffele wiedergewählt. Als zweite Vorsitzende wurde Eva Reichert (Sennfeld) gewählt. Sowohl Gruppenchorleiter Josef Stahl, als auch sein Stellvertreter Volker Gra-seck wie auch Kassenwar-tin/Schriftführerin Gisela Attinger wur-den in ihren Ämtern bestätigt. Zum Kassenprüfer wurde Horst Weber einstimmig gewählt.

Die Präsidentin des Sängerbundes Badisch Franken Waltraud Herold dankte dem Vorstand als auch den Mitgliedsvereinen für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit und das dem Präsidium entgegengebrachte Vertrauen.

Workshop geplant

Ein Grußwort sprach noch die stellvertretende Bundeschorleiterin Annemarie Moser. Sie bedankte sich für das gute Miteinander auch im Namen der Bundeschorleiterin Brigitta Meuser. Unter Punkt „Ver-schiedenes“ bat Horst Weber, dass man sich auch im Vorstand der Sängergruppe Gedanken über den Fortbestand der Vereine machen sollte. Neue Ideen in der Arbeit seien zu machen, neue Dinge sollten ausprobiert werden. In einem geplanten Workshop, so Heffele, sollte diese Problematik mit den Vorsitzenden der Vereine besprochen werden.

Die nächste Hauptversammlung wird in zwei Jahren in Unterkessach sein. Die Chorgemeinschaft Sindolsheim unter Leitung von Dirigentin Dagmar Stief umrahmte die harmonische Versammlung mit verschiedenen Liedbeiträgen wofür sie viel Beifall erhielten. F