Rosenberg

Rosenberger Gemeinderat tagte Verabschiedung des Bebauungsplans „Bei den drei Morgen“ auf der Tagesordnung / Zwei Regenüberläufe für den Ortsteil Hirschlanden

Mit Bau des RÜ1 soll 2019 begonnen werden

Rosenberg/Hirschlanden.Zwei „schwergewichtige“ Punkte – die Verabschiedung des Bebauungsplans „Bei den drei Morgen“ im Ortsteil Rosenberg und die Abwasserbeseitigung mit dem Bau von zwei geplanten Regenüberläufen im Ortsteil Hirschlanden – standen auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung, die nach einer längeren Pause wieder einmal im Dorfgemeinschaftshaus Hirschlanden statt-fand. Bürgermeister Ralph Matousek begrüßte dazu neben dem Gremium auch zahlreiche interessierte Zuhörer.

Dreijährige Beratungen

Nach den Regularien befasste sich das Gremium erneut mit dem Bebauungsplan „Bei den drei Morgen“ in Rosenberg und konnte nach rund dreijährigen Beratungen dieses Thema endlich abschließen, indem der erforderliche Satzungsbeschluss einstimmig herbeigeführt wurde.

Bürgermeister Matousek erläuterte nochmals den Sachverhalt. Der Gemeinderat hat in öffentlicher Sitzung am 6. Dezember 2016 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Bei den drei Morgen“ beschlossen sowie in nichtöffentlicher Sitzung am 12. Dezember 2017 dem Planvorentwurf zugestimmt und diesen für die weiteren Verfahrensschritte freigegeben. Die eingegangenen Stellungnahmen hat der Gemeinderat am 11. Dezember 2018 behandelt und dem Entwurf des Bebauungsplanes zugestimmt.

Während der erneuten Öffentlichkeitsbeteiligung im Januar dieses Jahres wurden keine Stellungnahmen zum Planentwurf abgegeben. Von den Behörden gab es jedoch Stellungnahmen und Anregungen, die der Bürgermeister im Detail bekanntgab. Die notwendigen und geforderten Naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen können nicht alle im Baugebiet kompensiert werden.

Zur Sicherung dieser Maßnahmen ist es notwendig, dass die Gemeinde mit dem Landratsamt einen Vertrag abschließt, der vom Gemeinderat genehmigt wurde. Grünes Licht gab es auch für die Behandlung und Abwägung der während der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen entsprechend dem Behandlungsvorschlag des Ingenieurbüros IFK-Ingenieure aus Mosbach.

Schlussendlich billigte der Gemeinderat nach fast dreijähriger Planung und Beratung einstimmig den Bebauungsplan „Bei den drei Morgen“ in Rosenberg.

In diesem neuen Wohngebiet können in der Endausbaustufe 44 Wohneinheiten auf einer Gesamtfläche von 4,4 Hektar entstehen, wobei die reine Wohnbaufläche 3,1 Hektar beträgt. 1,3 Hektar sind für öffentliche Grünflächen und Straßen vorgesehen. Die durchschnittliche Grundstücksgröße beträgt rund 714 Quadratmeter. Rund 150 Personen können dort zukünftig wohnen.

„Großes“ Kapitel

Matousek freute sich, dass der Gemeinderat nun ein „großes“ Kapitel endlich abschließen könne.

Der zweite große Bereich, mit dem sich der Gemeinderat befasste, war die Abwasserbeseitigung im Ortsteil Hirschlanden. Dort ist an der Steige und in der Ringstraße der Neubau von zwei Regenüberläufen geplant.

2017 wurde der Allgemeine Kanalisationsplan in Hirschlanden neu berechnet. Hierbei wurden auch zwei bestehende Entlastungsbauwerke (Regenüberläufe) berücksichtigt, die dazu dienen, das überschüssige Regenwasser im Regenwetterfall in die Rinna abzuschlagen, um die Kläranlage zu entlasten. Beide Bauwerke entsprechen heute nicht mehr den Regeln und müssen durch einen Neubau ersetzt werden.

Das erste Bauwerk (RÜ 1) befindet sich in der Steige im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses. Um dieses herzustellen, müssen umfangreiche Kanalarbeiten ausgeführt werden, insbesondere muss der Bahndamm sowie die Rinna gequert sowie Wasserleitungen neu verlegt werden. Als Kosten wurden 600 000 Euro veranschlagt.

Das zweite Bauwerk (RÜ 2) befindet sich an der Kreuzung Ringstraße/Eubigheimer Straße. Die Baukosten bezifferte der Bürgermeister auf 510 000 Euro.

Marco Rieß vom Büro Sack und Partner erläuterte die technische Ausführung der beiden Bauwerke dieser umfangreichen Maßnahme. Für das RÜ 1 besteht, wie er sagte, ein vordringlicher Bedarf bei der Fachbehörde. Die Bauzeit wird rund sechs Monate betragen. Während dieser Zeit ist mit erheblichen Einschränken für die Anwohner zu rechnen.

Der Baubeginn für das RÜ 2 ist in diesem Jahr unwahrscheinlich, denn der Bau hängt mit der gewährten Förderung zusammen.

Nach den Ausführungen von Marco Rieß nahm der Gemeinderat die Planung der beiden Bauwerke zur Kenntnis und fasste den Baubeschluss.

Weiterhin vergab er die Ingenieurtechnische Betreuung der beiden Regenüberläufe an das Ingenieurbüro Sack und Partner zu einem Gesamthonorar von 114 293 Euro. Der Bürgermeister wurde zudem ermächtigt, den Ingenieurvertrag abzuschließen.

Der Gemeinderat beschloss die öffentliche Ausschreibung des RÜ 1 nach Vorliegen des Förderbescheids und ermächtigte den Bürgermeister zur Vergabe an den günstigsten Bieter. Weiterhin beschloss der Gemeinderat die öffentliche Ausschreibung des RÜ 2 nach Vorliegen des Förderbescheides.