Rosenberg

Fröhlicher Festabend in Rosenberg Gesangverein feierte seinen 160. Geburtstag / Blick in die Chronik / Ehrungen langjähriger Mitglieder

Singen gehört einfach zum Menschsein

Der Gesangverein Rosen-berg, ältester Verein und bedeutender Kulturträger in der Gemeinde, feierte mit einem Festabend mit viel Gesang, Musik im Bürgersaal des Rathauses seinen 160. Geburtstag.

Rosenberg. Beim Festabend im Bürgersaal des Rathauses wurden vier aktive Sängerinnen und Sänger geehrt, die dem Verein schon seit 65 Jahren die Treue halten.

Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Anita Albrecht ging in ihrer beeindruckenden Festrede auf Singen im Chor ein, die in der Gemeinde somit eine lange Tradition hat. Die Resonanz der Besucher war so groß, dass die Plätze in diesem kleinen Saal nicht ausreichten.

Freude am Chorgesang

Wie man deutlich feststellen konnte, haben die Sänger noch viel Freude am Chorgesang, was sie mit dem einstimmenden Liedvortrag „Heute woll’n wir fröhlich feiern“ von Jan Hendrick Vanderberg, dirigiert von Volker Graseck, eindrucksvoll unter Beweis stellten. Vorsitzender Eugen Schweizer begrüßte eine Vielzahl von Ehrengästen, darunter den Vizepräsidenten des Sängerbundes Badisch-Franken Wolfgang Runge (Mondfeld), Bürgermeister Gerhard Baar, Gruppenchorleiter der Sängergruppe I, Josef Stahl, Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, Gemeinderäte und nicht zuletzt die Ehrenmitglieder des Vereins sowie die Abordnungen vom Patenverein aus Sindolsheim, Merchingen und Bofsheim, die damit ihre Verbundenheit zum Verein deutlich zeigten.

In ihrer Festansprache würdigte die stellvertretende Vorsitzende Anita Albrecht die Arbeit des Chores. Zu Beginn dankte sie den Sängern für ihre Treue zum Verein und würdigte die Arbeit von Chorleiter Volker Graseck und dem Vorstand in besonderer Weise.

Wie sie sagte, feiere man heute eine lange Tradition des Chorgesangs in der Gemeinde und somit die eigene Geschichte des Vereins. Sie ging in ihrer Festansprache auf zwei markante Punkte ein. Einmal das Singen selbst, das nicht nur etwas besonders Schönes und Erfüllendes sei, bei dem die Seele und das Gemüt eine großartige und unverstellte Ausdrucksweise finde.

„Singen kann jeder“, meinte sie und das von Kindesbeinen an. Sollte man dies im Laufe des Lebens verlernen, dann fehle etwas, das eigentlich zum Menschsein gehöre. Der zweite Punkt sei das „Gemeinsame“ im Verein, denn beim Singen im Chor stimmten alle, die mitsingen, in ein großes „Wir“ ein.

Von den Vorgängern aus der Gründer - und Nachfolgezeit, so Albrecht, habe man ein großes kulturelles Erbe erhalten, das man weiter am Leben erhalten müsse. „Das Singen sollte man immer als Schatz ent-decken und niemals als Last empfinden“, unterstrich sie. Außerdem solle aus einem völlig freien Impuls heraus geschehen.

„Als Bürgermeister bin ich sehr dankbar dafür, dass der Verein alljährlich viele weltliche und kirchliche Feste umrahmt“, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Es sei schön, zu sehen, wie sich der Verein, trotz seiner eher „betagteren“ Aktiven, ins Dorfgeschehen einbringt. Im Namen der katholischen Kirchengemeinde würdigte Dorothea Kreß in ihrem Grußwort in Form einer Buchstabenreise die Leistungen des Vereins. In Gemeinschaft zu leben sei wichtig, zu dem auch viel Engagement der Mitglieder gehöre. „Wenn es einen Verein 160 Jahre gibt, der viel erlebt und durchgemacht hat, braucht es viel Energie und immer wieder neue Ideen und Einfallsreichtum, um weiterbestehen zu können“, was sie den Mitgliedern in besonderer Weise wünschte.

„Musik wertvolles Gut“

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Martin Scheffel überbrachte dessen Grüße und Glückwünsche zum 160. Geburtstag. Der Spruch: „Wo gesungen wird, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ bewahrheite sich hier mit dem Gesangverein. Musik sei ein wertvolles Gut und er finde es ganz toll, dass der Verein dieses schon seit 160 Jahren hegt und pflegt und weiterträgt.

Nach einer kurzen Pause wurde die Feier mit dem Liedvortrag „Alt wie ein Baum“, einem Hit der „Puhdys“, am Klavier begleitet von Caroline Graseck, fortgesetzt.

Vizepräsident Wolfgang Runge überbrachte die Grüße des Sängerbundes sowie deren Präsidentin Waltraud Herold zu diesem Geburtstag und betonte, dass Singen ein schönes Hobby sei. Es sei zudem gesund und mache Spaß. Mit dem Singen im Chor erfülle man einen kulturellen Auftrag und leiste auch einen Dienst an der Gemeinschaft. Die ansprechende Feier neigte sich mit den Liedbeiträgen des Gesangvereins schon dem Ende entgegen.

In seinem Schlusswort bedankte sich Vorsitzender Eugen Schweizer bei allen, die die fröhliche Feier mitgestaltet hatte. Mit dem gemeinsam gesungenen „Badnerlied“ endete der denkwürdige Geburtstag in geselliger Runde. F