Rosenberg

Heimat- und Kulturverein Rosenberg "Bücherzelle" ist die neue Attraktion in der Baulandgemeinde / "Vielfalt an Stoffen und Themen"

Telefonzelle zu neuem Leben erweckt

Die gelbe Telefonzelle ist in den Ort zurückgekehrt: Zu finden ist sie nun nicht mehr vor der alten Post, sondern vor dem Bahnübergang.

Rosenberg. Telefonieren kann man darin zwar nicht mehr; aber man findet in den vier Wänden so manchen Lesestoff.

Der Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Rosenberg hatte die Idee, an diesem neuen Standplatz eine ausrangierte, mehr als 20 Jahre alte Telefonzelle, die bisher im Bauhof stand, als "Bücherzelle" zu nutzen und zu neuem Leben zu erwecken. Sie ist die neue Attraktion in der Baulandgemeinde - und darüber freute sich Vorsitzender Martin Scheffel sehr.

Wie er am Montagabend betonte, ging der Aufstellung eine lange Planungsphase voraus: Zunächst wurde die seit vielen Jahren im Bauhof stehende Telefonzelle zu neuem Leben erweckt - und zu einer "Bücherzelle" umfunktioniert. Die Enthüllung vollzogen - unter Trommelwirbel - die beiden Bücherpatinnen Katrin Weimer und Silke Stumpf.

"Relikt aus alter Zeit"

Scheffel bezeichnete die "Bücherzelle" als "Relikt aus alter Zeit", das für viele Kinder und Jugendliche wie ein Fremdkörper wirken dürfte, aber für den etwas älteren Personenkreis ein Stück Erinnerung an dessen Jugend, die "alte" Zeit, sei.

Von Vereinsmitglied Werner Nies wurden die Regalböden eingebaut, die nun mit vielen Büchern der verschiedensten Art - Krimis, Romane, Sach- und Kinderbücher - bestückt wurden.

Vorsitzender Scheffel würde sich sehr freuen wenn dieses neue Angebot von den "Leseratten" gerne genutzt werde. Jeder könne zu jeder Zeit kommen, in die "Bücherzelle" gehen, ein Buch herausnehmen, es lesen - und anschließend wieder rein stellen - oder durch ein eigenes Buch ersetzen. Leihgebühren würden nicht anfallen.

Dankesworte richtete der Vorsitzende an verschiedene Personen, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, dieses Projekt zu verwirklichen. Dank galt einmal der Gemeinde und den Gemeinderäten, die grünes Licht für das Projekt gegeben haben. Je ein Präsent überreichte Vorsitzender Scheffel an Werner Nies sowie die Bücherpatinnen Katrin Weimer und Silke Stumpf für deren Engagement. Anerkennende Worte gingen aber natürlich auch an alle Vereinsmitglieder, die zum Gelingen der kleinen Einweihungsfeier beigetragen haben.

"Bücher stehen für Kultur sowie für Vielfalt an Stoffen und Themen", sagte Bürgermeister Gerhard Baar. Die kleine "Bücherzelle" vor dem Bahnübergang sei ein Symbol für Kulturpflege und deshalb unter den Fittichen des Heimat- und Kulturvereins sehr gut aufgehoben.

Engagement gewürdigt

Baar bedankte sich bei allen Beteiligten für die Umsetzung dieses Projektes, denn: Die Telefonzelle stand schon mehr als 20 Jahren - leicht bemoost - im Bauhof. Er freute sich, dass nun ein neuer Verwendungszweck für sie gefunden wurde. Als kleines Buchgeschenk brachte Bürgermeister Baar ein Buch von Komiker Heinz Erhard. Seine Ansprache schloss er mit einem Zitat Erhards: "Das Leben kommt, auf alle Fälle, aus einer Zelle. Manchmal endet's auch - bei Strolchen - in einer solchen."

Bürgermeister Gerhard Baar wünschte sich abschließend, dass aus diesem Standort ein "Platz der Begegnung" - und das Angebot, welches die "Bücherzelle" bietet, von den Bürgern gerne angenommen - wird.