Rosenberg

In Rosenberg Gemeinderat befasste sich erneut mit dem Bebauungsplan des angedachten Neubaugebietes „Bei den drei Morgen“

Wenn alles klappt, kann im Herbst 2019 gebaut werden

Archivartikel

Rosenberg.Der Rosenberger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung erneut mit dem Bebauungsplan des angedachten Neubaugebietes „Bei den drei Morgen“ befasst. Dort sollen – auf einer Gesamtfläche von 4,3 Hektar – in der geplanten Endausbaustufe 44 Bauplätze mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von sieben Ar entstehen.

Zum Verfahren selbst erklärte Bürgermeister Gerhard Baar, dass man bereits ein großes Stück auf dem Verfahrensweg beschritten habe. Er erinnerte daran, dass der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung am 6. Dezember 2016 die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen hat. Fast genau ein Jahr später – am 12. Dezember 2017 – wurde ebenfalls in öffentlicher Sitzung dem Planentwurf zugestimmt.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sei in Form einer Planauslegung vom 29. Januar bis einschließlich 2. März diesen Jahres erfolgt. Parallel wurden die Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange sowie auch die Bürger am Verfahren beteiligt, von denen aber keine Anregungen vorgebracht worden seien.

Die Stellungnahmen verschiedener Fachbehörden sowie die Behandlungsvorschläge und Anregungen erläuterte Diplom-Ingenieur Jürgen Glaser vom Büro IFK-Ingenieure Mosbach anhand einer er- Übersicht, die dem Gemeinderat vorlag.

Neues Regenrückhaltebecken

Eine neue Festsetzung, die Beschränkung von Schotter- und Steingärten zur Vermeidung von Hitze-Inseln, wurde neu in das Planwerk aufgenommen. Die Entwässerung sowie Darstellung der Regenabwasserableitung soll über ein neues Regenrückhaltebecken in der Nähe des „Wammersgrabens“ erfolgen, dessen Bau spätestens nach der Erschließung des zweiten Bauabschnittes erforderlich ist.

„Die Baukosten können bisher noch nicht beziffert werden“, sagte der Bürgermeister. In den Entwurf wurde in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe zusätzlich ein Straßenanschluss an die L 518 im Norden des Plangebietes aufgenommen. Der zweite Fußweg soll aber aus dem bisherigen Plan-entwurf herausgenommen werden.

„Diese neuen erforderlichen Maßnahmen werden die Bauplatzpreise sicherlich verteuern“, meinte der Bürgermeister, fügte aber hinzu, dass diese auf den gesetzlichen Vorschriften des Landes beruhen würden.

Diplom-Ingenieur Walter Simon vom Ingenieurbüro für Umweltplanung aus Mosbach berichtete detailliert über die Vorgaben des Naturschutzes, Artenschutz, Umweltprüfung und Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, die bei Aufstellung eines Bebauungsplanes zu berücksichtigen sind. Viele Grünflächen wurden deshalb in das Planwerk eingearbeitet. Der Fachbeitrag Arten-schutz sowie die Natura2000-Vorprüfung wurden durch sein Ingenieurbüro erarbeitet.

Durch den Eingriff in die Natur, die bei einem solchen Baugebiet entsteht, sind auch Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen, die durch ÖKO-Punkte ermittelt werden. Zwei Projekte wurden innerhalb der Gemeinde gefunden, die sich zum erforderlichen Ausgleich eignen.

Nach eingehender, fast zweistündiger Information durch die beiden Fachplaner folgte die Abstimmung. Der Gemeinderat wägt die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Bürger und Behörden gemäß dem Behand-lungsvorschlag ab.

Zudem billigt er den Entwurf des Bebauungsplanes mit örtlichen Bauvorschriften und Begründung in der Fassung vom 22. August sowie die durch das Büro für Umweltplanung erstellten Unterlagen (Umweltbericht, Grünordnerischen Beitrag, den Fachbeitrag Artenschutz und die Natura2000-Vorprüfung) und gibt diese zur Offenlegung und zur Beteiligung der Behörden zur nochmaligen Anhörung frei.

Auf Nachfrage eines Bürgers, bis wann man dann im neuen Baugebiet mit dem Bau beginnen könne, sagte Bürgermeister Baar „etwas sportlich“, dass man im Frühjahr den Bebauungsplan beschließen könne.

Nach erfolgter Ausschreibung der Maßnahme könne man dann im Herbst 2019 bauen. Seine Prognose bezeichnete Baar aber als sehr „vage“.