Rosenberg

Gemeinderat Rosenberg tagte Arbeiten an der Ortsdurchfahrt sollen bis Ende März abgeschlossen sein

Zwölf Bauplätze „Bei den drei Morgen“

Die jungen Familien, die in Rosenberg ein Eigenheim bauen wollen, können sich freuen. Im neu geplanten Baugebiet „Bei den drei Morgen“ geht’s jetzt weiter.

Rosenberg. Der Gemeinderat hat in seiner ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr, erstmals unter Vorsitz des neu gewählten Bürgermeisters Ralph Matousek, einstimmig beschlossen, in einem ersten Erschließungsabschnitt zwölf Bauplätze auszuweisen.

„Gelebte Demokratie“

Weitere Punkte waren die bevorstehende Kommunalwahl 2019, die Bestellung von Bürgermeister Matousek zum Standesbeamten und die Annahmen von Spenden. Ein Thema war auch der derzeitige Ausbau der Ortsdurchfahrt, die dem Fertigstellungstermin einige Monate hinterher hinkt. Definitiv, so der Bürgermeister, sollen aber die Arbeiten bis Ende März abgeschlossen sein.

Ralph Matousek sagte, er freue sich, dass er zu seiner ersten Sitzung so viele interessierte Bürger begrüßen kann und meinte: „Das ist gelebte Demokratie in Rosenberg.“

Nach Bekanntgabe und Anerkennung der Niederschrift vom 11. Dezember leitete Bürgermeister Matousek zum nächsten Punkt, dem Baugebiet „Bei den drei Morgen“ über und begrüßte hierzu Diplom-Ingenieur Marco Rieß vom planenden Ingenieur-Büro Sack in Adelsheim.

In der Gemeinderatssitzung im Dezember 2018 wurde der Entwurf des Bebauungsplanes beschlossen und die Freigabe für dessen Offenlegung vom Gremium erteilt.

Er könnte somit im März rechtskräftig werden, nachdem keine weiteren Anregungen und Hinweise der Träger öffentlicher Belange eingegangen sind. In der besagten Sitzung im Dezember wurde auch die Erschließungsplanung durch Marco Rieß vorgestellt. Dabei habe man versucht, in diesem neuen Gebiet einen ersten Bauabschnitt zu definieren.

Im Besonderen stellte sich die Frage nach einem kleinen Abschnitt mit acht oder ein großer Abschnitt mit 23 Bauplätzen, deren Erschließungskosten rund 2,3 Millionen Euro betragen hätten. Die Entscheidung wurde aber vom Gremium vertagt.

In der Zwischenzeit wurden in Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Planer die Unterlagen verfeinert und weitere Kriterien in die Planung mit einbezogen. Überlegt wurde, dass aus dem geplanten Fußweg von der „Nordseite“ des Baugebietes in Richtung Friedhof eine provisorischen Zufahrt gebaut werden soll. Sie beginnt mit der Erschließung des oberen Teil des geplanten Baugebietes, wo zwölf Bauplätze entstehen könnten. Marco Rieß erläuterte die geänderten Planunterlagen.

Die Abwasserbeseitigung könne dann im sogenannten „Trennsystem“ und nicht – wie im unteren Teil des Baugebietes im erforderlichen „Mischsystem“ – ausgeführt werden, was eine Kosteneinsparung mit sich bringen würde. Das erforderliche Regenrückhaltebecken am Dörrhöfer Weg müsste aber dennoch gebaut werden.

„Diese jetzige erarbeitete Lösung stellt eine tolle, flexible Alternative dar und kann auf bis zu 20 Bauplätze ausgeweitet werden“, betonte der Bürgermeister. Die Baukosten für die besagten zwölf Bauplätze belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Einen Bauplatzpreis konnte der Bürgermeister allerdings nicht nennen. Man müsse die Ausschreibung abwarten.

Wie er weiter sagte, zeigen die Rückmeldungen einer erfolgten Abfrage, dass Interesse an Bauplätzen in diesem Baugebiet besteht. Die Wahl des Baugebietes und Erschließungsträgers war für das Gemeindeoberhaupt die richtige Entscheidung. Ohne Wortmeldungen genehmigte der Gemeinderat einen ersten Erschließungsabschnitt mit zwölf Bauplätzen.

Weiterer Punkt war die bevorstehende Kommunalwahl 2019. In der Gemeinde werden wieder vier Wahlbezirke gebildet. Der Gemeinderat wählte auf Vorschlag der Verwaltung in den Gemeindewahlausschuss: Vorsitzenden Ralph Matousek, stellvertretenden Vorsitzenden Peter Egner, Beisitzer Melanie Leis und Hubert Hornung, Beisitzer und Schriftführer Ulrike Kautzmann-Link, stellvertretende Beisitzer Ralf Schäfer, Alessia Bethäuser und stellvertretenden Schriftführer Timo Schuster.

Den nächsten Punkt, die Bestellung von Bürgermeister Matousek zum Standesbeamten für Eheschließungen, leitete sein Stellvertreter, Gemeinderat Gerd Gräupl. Einstimmig wurde der neue Bürgermeister in dieses Amt gewählt.

Weiterer Punkt war die Annahme von Spenden, die im vergangenen Jahr insgesamt 13 201,26 Euro betrugen. Das Gremium nahm von der vorgelegten Auflistung Kenntnis und beschloss einstimmig die Annahme der eingegangenen Spenden.

Unter Punkt „Verschiedenes“ gab Bürgermeister Matousek einen kurzen Sachstand zum Ausbau der Baumaßnahme „Ortsdurchfahrt Rosenberg“, wo vor wenigen Tagen die Arbeiten nach einer mehrwöchigen wetterbedingten Unterbrechung wieder aufgenommen wurden. Es konnte mit der bauausführenden Firma Benninger erreicht werden, dass jetzt eine zweite Baukolonne bei den Arbeiten des vierten und letzten Bauabschnittes eingesetzt wird. „Nach einem neuen beiderseitig vereinbarten Zeitplan sollen die Arbeiten definitiv Ende März beendet sein“, verkündete der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung.

Das Land Baden-Württemberg sei deshalb dabei, die Asphaltarbeiten für die Ortsdurchfahrt auszuschreiben. Die Asphaltdecke soll in den Osterferien unter nochmaliger einwöchiger Vollsperrung aufgebracht werden. Dann, so Matousek, sei die Maßnahme fertig und ein Schlussstrich könne unter die 15-monatige Bauzeit, die auch viele Beeinträchtigungen für die Bürger brachte, gezogen werden.

Der Haushaltsplan 2019 soll in der März-Sitzung des Gemeinderates beschlossen werden.

Ein „Schmunzeln“ bei den Besuchern löste die Information des Bürgermeisters aus, dass vom 13. bis 16. März der Bahnübergang erneut wieder komplett gesperrt sein wird, da die Bundesbahn auf der Bahnstrecke wieder Wartungsarbeiten durchführt. F