Seckach

Einladung ins Bauland ausgesprochen Joachim Bahndorf traf in Georgien die Bundeskanzlerin und wurde von ihr unter anderem nach seinem Wohnort gefragt

Bei „Seckach“ musste Merkel „passen“

Archivartikel

Eine nicht alltägliche Nachricht erreichte die Gemeinde Seckach dieser Tage per Mail aus dem Kaukasus.

Seckach. Der Seckacher Joachim Bahndorf, der Beamter aus Leidenschaft beim Polizeipräsidium Mannheim ist und schon an vielen internationalen Einsatzkontingenten beteiligt war, übersandte „herzliche Grüße“ aus Georgien. Dort wirkt er für ein Jahr in verantwortlicher Position an der zivilen Europäischen Beobachtungsmission EUMM (European Monitor-Mission) mit.

Konkrete Aufgabe

Der Auftrag dieser mit Polizeibeamten aus der gesamten Europäischen Union gebildeten Einsatzgruppe lautet: „Überwachung der Einhaltung des nach der Kaukasus-Krise im Jahre 2008 international vereinbarten und anerkannten Sechs-Punkte-Planes“.

Die konkrete Aufgabe von Joachim Bahndorf und dessen Kollegen besteht dabei in der Kontrolle eines Teils der offiziell noch nicht anerkannten Grenze (Verwaltungsgrenze) zu Südossetien, welche auf der dortigen Seite von Russland bewacht wird.

Wie nun auch bundesweit in den Medien berichtet wurde, brach Bundeskanzlerin Angela Merkel am 24. August zu einer dreitägigen Kaukasusreise nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan auf.

Bei ihrer ersten Station in Georgien traf die Kanzlerin zunächst mit dem Ministerpräsidenten und mit dem Staatschef des Landes zusammen, ehe sie vor ihrer Weiterreise nach Armenien auch den Angehörigen der EUMM einen Besuch abstattete, um den Beamten für ihren vorbildlichen Einsatz fern der Heimat zu danken.

Hierbei hatte Joachim Bahndorf die große Ehre, die Kanzlerin begrüßen, begleiten und in die Lage vor Ort im Grenzgebiet einweisen zu dürfen.

Weiter schreibt Joachim Bahndorf: „Ich wurde unter anderem nach meinem Wohnort gefragt, und so fing ich mit Baden-Württemberg an und tastete mich über Stuttgart, Heidelberg, Buchen vor.“

„Wissenslücke“

Auf eine entsprechende weitere Nachfrage von Angela Merkel nannte Bahndorf dann seinen Wohnort Seckach, bei dem sie jedoch zugab, „passen“ zu müssen. Doch diese „Wissenslücke“ der Kanzlerin nutzte Joachim Bahndorf spontan aus, indem er sie zu einem Besuch nach Seckach einlud.

In seiner Antwort an Joachim Bahndorf dankte Bürgermeister Thomas Ludwig ihm und seinen Kollegen zunächst ebenfalls für ihre Bereitschaft, an diesem „alles andere als einfachen Auslandseinsatz“ mitzuwirken.

Werbung für Seckach

Außerdem freute sich das Gemeindeoberhaupt natürlich darüber, dass Bahndorf bei der Begegnung mit der Bundeskanzlerin auch gleich noch Werbung für die Gemeinde Seckach gemacht hatte und versprach abschließend:

„Und sollte die Kanzlerin aufgrund Deiner Einladung tatsächlich irgendwann einmal nach Seckach kommen, so wirst Du selbstverständlich einer der Ehrengäste sein“.