Seckach

FG „Seggemer Schlotfeger“ Närrische Entmachtung von Bürgermeister Thomas Ludwig

„Bei uns beweecht sich was!“

Archivartikel

SEckach.. „Seggi in motion – bei uns beweecht sich was! In Seggi ging die Angst umher, bald hebbe mer jo gor nix mehr. Dazu is net kumme und des is des Schöne, Da Maria und Nahkauf dunn uns jetzt verwöhne“.

Mit dem diesjährigen Motto der FG „Seggemer Schlotfeger“ eröffnete Präsident Christian Schneider die närrische Entmachtung von Bürgermeister Thomas Ludwig und dessen Gemeinderat und brachte gleichzeitig die wichtigsten örtlichen Themen der Baulandgemeinde im vergangenen Jahr auf den Punkt.

„Es hätte ja auch anders kommen können“. Doch der derzeitige „Bürgermeisters a.D.“ habe die Katastrophe verhindert, darum wurde er von den „Schlotfegern“ auch nicht radikal aus dem Rathaus verscheucht, sondern für die heiße Phase der närrischen Zeit weggelobt.

Und das mit viel Spaß und Geschunkel zusammen mit dem Elferrat, dem Jungelferrat, den schmucken Garden, dem Musikverein Seckach unter Stabführung von Martin Heß sowie närrischen Abordnungen der Aichelzer Schnäischittler, der „Zimmermer Fugschelöcher“, der FG „Getzemer Narre“ und der KG „Neckario Neckarelz“.

Doch Schneider mahnte das Narrenvolk an, die verbliebene örtliche Infrastruktur kräftig zu nutzen, damit der derzeit noch gute ländliche Standard auch weiterhin bestehen könne.

Gleichzeitig schaute er mit Wehmut zurück auf vergangene Zeiten, „mit Wertschafte und Läde wie Sand am Meer, doch die – die kriegscht jetzt nimmer her. A die Rose steht jetzt leer, mer hofft, en neue Pächter kümmt jetzt her, mit deutscher Küche, des wär schö“.

Werbeblock eröffnet

Unter Angabe seiner IBAN-Nr. und umrahmt von unterhaltsamen Schunkelrunden auf dem hervorragend besuchten Rathausvorplatz eröffnete er noch einmal den Werbeblock „Think global, buy lokal“ und erinnerte an die Prunksitzung am heutigen Samstag in der Schlotfegerhalle ab 19.11 Uhr, bevor Thomas Ludwig den Narren den Rathausschlüssel und den Schuldensack übergab und bestätigte „It’s Schlotfeger-Time“.

Er ging auf die XXL-Kampagne und den Klimawandel genauso ein wie auf das Schlotfeger-Motto: „Hoch die Tassen wird bei Euch, wie’s der Schlotfeger einst gemacht, viel gefidelt, getrunken und gelacht! Doch wer’s net glaubt, was ich hier sage, sollt’ mal ’en Blick auf den Orden wage: denn da liegt der Schlotfeger, der satte, doch glatt in einer Hängematte, während Rico und Maria nur springe, um ihm sei lecker Esse zu bringe.“ Gleichzeitig gab er den „heißen Tipp“, dass die Schlotfeger über die närrische Zeit hinaus mitregieren könnten, wenn sie sich als Kandidaten für die Kommunalwahl zur Verfügung stellen würden. „Drum, wenn Ihr g’frogt werd, dann macht mit, und Ihr kommt es ganze Johr nei in diese Hütt.“ „Seggi, Helau!“ L.M.