Seckach

Närrischer Abend in Zimmern „Fugschelöcher“ feierten im Kindergartensaal / Tobias Wachter nahm Ortsereignisse auf die Schippe

Beifalls-Salven und Lacher im „Fuchsbau“

Lach- und Beifalls-Salven erschütterten die Mauern, als die „Zimmermer Fugschelöcher“ ihren genial ursprünglichen und dörflichen Narren-Abend durchzogen.

Zimmern. Das Stimmungsbarometer im Kindergartensaal, der gekonnt zum närrischen Fuchsbau umdekoriert war, hatte schon vor Beginn des Programms den höchsten Punkt erreicht. Den närrischen Termin ließen sich auch Abordnungen aus Seckach, Merchingen, Adelsheim und Götzingen nicht entgehen.

Für die kurzweilige und zackige Moderation zeichnete Tobias Wachter verantwortlich, zeitweise unterstützt von Elke Alter und Ordensgestalterin Cordula Adam. Der musikalische Rahmen lag in den technisch versierten Händen der DJs Matthias und Thorsten.

Nach dem gemeinsam gesungenen Zimmermer Faschenaachtslied begeisterte der Antrittsbesuch des mit Sprachfehlern behafteten „Schwiegersohns“ Egon Bechtold bei der „zukünftigen Schwiegermutter“ Regina Ziegler mit Komplimenten über seine Liebste „Undrea, bei der er vor allem die lungen Huure bewundert“. Schwiegermumu Ziegler nahm’s gelassen und gab ihren Segen.

Ehestreit à la Loriot

Nur gut, dass sich das Zwerchfell bei der Wirbelwind-Show von Tanzmariechen Julia Hemberger (Trainerin Astrid Heider), ausgeliehen von den „Bedemer Hanmertli“, erholen konnte.

Lang war diese Lachpause nicht, denn wie sich ein Fernseh-süchtiges Ehepaar à la Loriot in die Haare kriegen kann, wenn der Fernseher kaputt ist, brachten Inge Marie und Wolfgang Bonin gekonnt auf die Bühne. „Ich schau doch gar nicht hin, sondern vorbei!“ Und ein geniales „Nonsens-Gespräch“ zusammen mit Egon Bechtold zu der unglaublich wichtigen Ankündigung, dass Helene Fischer auf Stadiontour geht. „Ich hab gar net gewußt, dass dem Alois sei Frau singe kann“ – „Doch nicht die, die andere“ – „Hot der zwee Fraue?“

Als Überraschungsgäste präsentierten sehr spontan die Sitzungspräsidenten Christian Schneider („Seggemer Schlotfeger“) und Maximilian Maurer („Merchemer Brogge“) ein chaotisches Lehrer-Schüler-Gespräch, bei dem der Lehrer unter anderem androhte, den Schüler rauszuschmeißen, wenn er ein Wort, das mit „A“ anfängt und mit „och“ endet, ausspricht. „Schlecht, wer schlecht darüber denkt“, denn Maxi wollte nur „Aschermittwoch“ sagen.

Und dann bedauerte Regina Ziegler als ältestes Tanzmariechen Deutschlands in Bestform, dass sie bald 70 werden musste, bis sich ihr Traum vom Tanzmariechen erfüllte und zudem seien noch unzählige Alter- und Schönheits-OPs notwendig gewesen. Auch in dieser Rolle war sie ein Brüller, was sich in ihrem Debüt als Weinkönigin noch steigerte, denn ihr Repertoire an hervorragend platzierten und gekonnt vorgetragenen Witzen schien unerschöpflich „Im Wein liegt Wahrheit, der Schwindel liegt im Etikett“ und wie Markus schon an die Korinther schrieb: „vier Viertele sind gut, fünf sind gesünder“.

Dem Ortsbüttel entging nichts

Dass in Zimmern so einiges los war im vergangenen Jahr, brachte Ortsbüttel Tobias Wachter unter die Leute. Und offensichtlich war ihm nichts entgangen, vom gemeinen Sportheimbrand „des ganze Zeug ein Raub der Flammen, doch eens is klar, mir halte zamme!“ über die allseits begrüßte Wiedereröffnung des „Alten Schulhauses“, die baufällige Leichenhalle, deren Neubau immer teurer wird und dass man über den neuen Ortsvorsteher Siegfried Barth so froh ist.

Bürgermeister Thomas Ludwig begrüßte den Zimmerner Kindersegen und verlangte in seinem gereimten Grußwort für das andere gesteigerte Verkehrsaufkommen eine Transversale.

Als krönenden Abschluss des kurzweilig-angenehmen Dreistundenprogramms bewiesen die Fugschelöcher Rudi Alter, Tobias Wachter, Marven Fischer, Carsten Philipp, Lara und Tom Geppert, Julia und Nadine Keller sowie Silke Vogel in der Choreographie von Anni Wahl ihr Können als Schautänzer in der Welt der Flintstones. L.M.