Seckach

Partnerschaft Schüleraustausch mit Gazzada Schianno / 30 junge Leute, Pädagogen, Dolmetscher und die Bürgermeisterin zu Besuch in Seckach

„Den eigentlichen Sinn der europäischen Idee spüren“

Seckach.Zu einem Erfolgsmodell hat sich der wechselseitige Schüleraustausch mit der Partnergemeinde Gazzada Schianno entwickelt. Das zeigte sich wieder einmal, als Bürgermeister Thomas Ludwig 30 Schüler sowie drei Lehrkräfte, Dolmetscherin Bianca Biancchi, Gemeindeassesorin Silvia Lorusso und drei weitere erwachsene Aufsichtspersonen mit Bürgermeisterin Christina Bertuletti an der Spitze zu einem fünftägigen Partnerschaftsaustausch begrüßte.

Immerhin zehn Gastschüler konnten bei Seckacher Familien untergebracht werden, der Rest der Gruppe wohnte im Kinder- und Jugenddorf Klinge, wo sie auch den ersten Abend verbrachten.

Spaß bei „Spiele ohne Grenzen“

Doch die Hettinger und Seckacher hatten sich ab dem nächsten Morgen ein kurzweiliges Programm ausgedacht, dem die italienischen Gäste gerne Folge leisteten.

Wie es sich für einen Schüleraustausch gehört, verbachten die jungen Gäste je einen Vormittag an der Schefflenztal- und an der St. Bernhard-Schule bei „Spiele ohne Grenzen“ in der Sporthalle, stellten einfache Musikinstrumente in der Kreativwerkstatt des Werkraums her, kochten und aßen gemeinsam und kreierten leckere Süßigkeiten wie Erdnusskrokant, Schokokekse oder Schokocrossies.

Einen Nachmittag hatten sie zur freien Verfügung, und an einem weiteren Nachmittag unternahmen sie einen Stadtbummel durch Mosbach mit anschließendem Besuch auf der Abenteuer-Minigolf-Anlage „Inputt“. Am dritten Abend begrüßte Bürgermeister Thomas Ludwig die große, überwiegend sehr junge Gastabordnung mit Bürgermeisterin Christina Bertuletti an der Spitze zum offiziellen Begegnungsabend mit kleinen Programmbeiträgen im Bernhardsaal der Klinge. Für die musikalische Eröffnung sorgte eine italienische Schülerin auf ihrem eigens dafür mitgebrachten Cello.

Unter den Teilnehmern des Begegnungsabends waren Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Rüger aus Schefflenz, die Schulleiter Stephanie Bechle (St. Bernhardschule Klinge), Markus Hebestreit (Werkrealschule Schefflenztalschule), Jochen Köpfle (Baulandschule Hettingen) und Claudia Hampe (Seckachtalschule) samt allen Lehrkräften sowie Dr. Johann Cassar (Vorsitzender des Trägervereins Klinge), Dorfleiter und Geschäftsführer Pädagogik Georg Parstorfer und Dieter Gronbach (Geschäftsführer Verwaltung). Ludwig dankte allen Personen, Gruppen und Organisationen, die zum Gelingen dieser Schulbegegnung beigetragen hatten. Weiter erklärte er, für die Schüler seien diese Tage des Austauschs stets eine ideale Gelegenheit, um persönlich zu verspüren, worin der eigentliche Sinn der europäischen Idee bestehe. Wie gelebt diese deutsch-italienische Partnerschaft sei, zeige die Tatsache, dass schon vor der Begegnungswoche zwischen den italienischen und deutschen Schülern zahlreiche Kontakte und Freundschaften bestanden hatte.

Freundschaften vertieft

Diese seien beim Besuch weiter vertieft worden – wobei im Alltag der heutigen Zeit natürlich auch die moderne Kommunikation über Mail, WhatsApp und Social Network sehr hilfreich sei.

Zum Abschluss des offiziellen Teils wurden als äußeres Zeichen der Freundschaft kleine Präsente mit landestypischen Spezialitäten ausgetauscht.

Ein Tagesausflug nach Heidelberg und ein gemütlicher Grillabend beim Tagungshaus St. Benedikt rundeten den Partnerschaftsbesuch ab, ehe die italienischen Gäste nach einem tränenreichen Abschied am fünften Tag wieder die Heimreise antraten. L.M.