Seckach

Bürger-Energie Großeicholzheim Genossenschaft zog Bilanz

Der Wärmepreis soll weiterhin stabil bleiben

Archivartikel

Großeicholzheim.Seit Inbetriebnahme im Dezember 2013 bis Mai dieses Jahres hat die Erfolgsgeschichte „Bürger-Energie Großeicholzheim“ als Genossenschaft mit ihrer Biogasanlage 1,72 Millionen Liter Heizöl und fast 5474 Tonnen CO2 eingespart, erklärte Bürgermeister Thomas Ludwig als Vorsitzender des Aufsichtsrates im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Tenne.

„Das ist unser Beitrag zum Umweltschutz, den die Bürger-Energie Großeicholzheim und somit alle durch ihre Mitgliedschaft und Wärmenutzung in der Genossenschaft aktiv leisten“, so Ludwig.

Die eingetragene Gesellschaft „Bürger-Energie Großeicholzheim“ wurde durch die Europäische Union im Rahmen des Fonds für regionale Entwicklung und durch das Land Baden-Württemberg gefördert und gilt als Investition in die Zukunft.

Aufgrund ihres Modellcharakters sorgten sowohl die Anlage als auch die Konzeption für großes Interesse bis weit über die heimischen Grenzen hinaus. Dies spiegelte sich auch in den Berichten der beiden Vorstände Reinhold Rapp (Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung) und Roland Bangert (Technischer Betrieb), die für das vergangene Geschäftsjahr sowohl den Jahresabschluss als auch die Verwendung des Jahresüberschusses zur Diskussion und Abstimmung stellten.

Zum Jahresende 2018 betrugen die Aktiva und Passiva 1 842 555 Euro, die Summe der betrieblichen Erträge lag bei 327 589 Euro und die Ausgaben bei 170 207 Euro. Als Jahresüberschuss konnten 32 549 Euro festgestellt werden.

In einer vorangegangenen gemeinsamen Sitzung hatten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, keine Rückvergütung für 2018 zu tätigen, da man nach Ablauf der Eich-Zeit von fünf Jahren die Wärmemengenzähler mit einem Kostenaufwand von 28 300 Euro austauschen musste. Dazu kamen neben den Kredittilgungen und Sparraten die Anschlüsse von Neukunden. „Wir werden versuchen, den Wärmepreis, den wir 2011 festgelegt haben, solange wie möglich stabil zu halten“, so Ludwig. Vom Gewinn werden 29 849 Euro auf neue Rechnung vorgetragen, 1900 Euro der gesetzlichen Rücklage zugeführt und 800 Euro als Zinsen vergütet. Die Genossenschaft „Bürger-Energie“ wird durch 166 Mitglieder getragen, die mit 1009 Anteilen à 500 Euro ein Geschäftsguthaben in Höhe von 504 500 Euro leisten. Nach dem Bericht des Aufsichtsrates durch dessen Vorsitzenden Ludwig, der einen tadellosen Prüfbericht beinhaltete, stimmten die Mitglieder sowohl dem Jahresabschluss als auch der Verwendung des Jahresüberschusses einstimmig zu. Damit wurden Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung schloss sich ein kleiner Imbiss mit Diskussionen und Gesprächen an. L.M.