Seckach

„Leben braucht Wasser“ Der Vorsitzende des Förderkreises, Bernhard Heilig, zog nach seiner Rückkehr aus Peru eine Zwischenbilanz

„Für uns heißt es weiter fleißig Spenden sammeln“

Archivartikel

Seckach.Das Motto „Leben braucht Wasser“ hat sich ein als Verein eingetragener Förderkreis unter der Leitung des Seckachers Bernhard Heilig als Vorsitzender auf seine Fahnen geschrieben.

Seit Jahren äußerst erfolgreich und innovativ tätig, will man in bestimmten Landstrichen in Peru die Ärmsten der Armen bei der Wasserversorgung und insbesondere im Rahmen von sanitären Einrichtungen unterstützen.

Als weitere Inhalte der Vereinsziele gelten die Weiterentwicklung von angepassten Technologien zu einer nachhaltigen Wasserversorgung und die Schulung der Menschen im Umgang mit Wasser und Hygiene.

Wie in vielen Teilen dieser Welt, so ist auch in Peru ein Großteil der ärmeren Bevölkerung auf die Erträge seiner Felder angewiesen. Viele Menschen leben dort „von der Hand in den Mund“, betonte Bernhard Heilig. Doch fallen aufgrund der geografischen Gegebenheiten und der fehlenden Infrastruktur viele Ernten schlecht aus und ganze Familien müssen hungern. Gerade auch in der Landwirtschaft stellt daher Wasser ein lebenswichtiger Baustein dar.

Nun kehrte der Vorsitzende von einer mehrere Wochen andauernden Inspektionsreise aus Peru zurück und berichtete über seine vielen positiven Eindrücke über den Fortschritt der Vereinsarbeit und den unermüdlichen Einsatz des Projektteams vor Ort in Lambayeque unter der Projekt-Titulierung „200 WASH-Einheiten für Familien“.

Dank zahlreicher Spenden, darunter 15 000 Euro von „Cents for Help“ der Mitarbeiter und Unternehmen der Bosch Group, Schmitz Stiftungen mit 50 000 Euro und 20 000 Euro von der SEZ-Stiftung für Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, konnten die Lebensbedingungen in Peru weiter verbessert werden. „Die Menschen in Lambayeque sind ausschließlich auf unsere Hilfe angewiesen, denn den überregionalen behördlichen Stellen fehlt es an finanziellen Möglichen“, erklärt Heilig. Wie er weiter berichtet, konnte während seines Aufenthaltes unter anderem die Werkstatt so ausgebaut werden, dass nun Toilettenhäuser mit Waschbecken selbst hergestellt werden können. 40 dieser Anlagen wurden bereits als Bausatz vorgefertigt und können nun in wenigen Arbeitsschritten vor Ort an den einzelnen Standorten aufgebaut werden. Dafür habe man drei neue Mitarbeiter geschult und trainiert. Nachdem der 20 Jahre alte Transporter aufgrund Motorschadens seinen Geist aufgab, konnten nun für 17 000 Euro zwei chinesische Kleintransporter angeschafft werden. Als nächstes steht als Großprojekt die Anschaffung einer neuen Brunnenbohrmaschine auf der Agenda des Fördervereins und der Projektgruppe. Um die Hoffnungen der Familien auf ein besseres Leben erfüllen zu können, müssten allerdings rund 70 000 Euro für eine adäquate Brunnenbohrmaschine ausgegeben werden, was allerdings derzeit nicht dem Budget des Vereins entspricht. Vorsitzender Bernhard Heilig: „Also heißt es für uns weiter fleißig Spenden zu sammeln und auf Unterstützung hoffen“.

Abschließend teilte er noch mit, dass am Samstag, 13. Juli, das zehnjährige Bestehen des Vereins als Benefizveranstaltung in Zimmern gefeiert wird. Beginn ist um 19 Uhr. L.M.