Seckach

FG „Zimmermer Fugschelöcher“ Mit zehn verschiedenen Programmpunkten wurde bei der Saalfastnacht für Stimmung gesorgt

Getanzt, gelacht, aber auch glossiert

Archivartikel

„Ja, in Zimmern isch heut Faschenacht – kann’sch vergesse Mainz wie’s singt und lacht.“ Da ist was Wahres dran, wenn man die gemütliche Saalfastnacht der „Fugschelöcher“ miterleben konnte.

Zimmern. Unter der kurzweiligen Moderation von Tobias Wachter zog die relativ junge FG „Zimmermer Fugschelöcher“ innerhalb von drei Stunden ein Programm mit zehn sehr verschiedenen Auftritten durch und schafften eine Stimmung, die den örtlichen Kindergartensaal ganz schön zum Beben brachte und auch die befreundeten fastnachtlichen Abordnungen aus Seckach, Adelsheim und Götzingen zu Lobeshymnen hinriss.

Für den Ortsvorsteher Siegfried Barth sprach Bürgermeister Thomas Ludwig in gereimter Form seine Grußworte mit und stellte dem Publikum zehn lehrreiche Fragen, wie „Warum sind Blondinenwitz so kurz?“ Antwort: „Damit sie auch von den Männern verstanden werden“.

Schunkelrunden

Für die Eröffnung des Programms mit dem Zimmermer Faschenachtslied und diverse Schunkelrunden – auch zur gesundheitlichen Fitness – zeichnete Gerhard Janson mit seinem Akkordeon und Elke Alter verantwortlich, für die Ein- und Auszugsmärsche DJ Marvin Fischer und sein Azubi.

Wer hätte gedacht, dass diese junge Fastnachtsgesellschaft schon im dritten Jahr ihrer Aktivitäten mit drei Garden protzen kann?

Der Narrensamen – Amelie Zorn, Emilia und Laura Kohler, Leni Philipp, Julia und Maximilian Bauer – hatte mit den Trainerinnen Annika Wahl und Lara Geppert einen temperamentvollen Schautanz unter dem Titel „Bibi und Tina“ einstudiert.

Zur Belohnung gab es die erste grüne Rakete.

Den „Erwin-Lindemann-Sketch“ von Loriot präsentierten Zwerchfell strapazierend Inge Marie und Wolfgang Bonin zusammen mit Gerhard Gräf und Alfred Körbler an der Technik. „Technik“ war auch das Stichwort für den zweiten Sketch, in dem Inge Marie Bonin ihre Schreibmaschine bei Rudi Alter zur Reparatur bringen wollte, dieser jedoch Word suchte, mit einem Farbband nichts anfangen konnte und das Teil zu gerne geupdatet hätte und eine Reparatur des hängenden „F’s“ gar nicht in Betracht zog.

Das Ortsgeschehen glossierte Tobias Wachter, der die gelungene Wiederwahl von Bürgermeister Thomas Ludwig ebenso resümierte wie die noch immer fehlende Transversale, die segensreiche Blitzersäule und die von den Bauhofarbeitern falsch gefällten Bäume.

Und dann sorgte die Rolli-Garde der „Alten“ – Cordula Adam, Brigitte Wahl, Gerhard Gräf, Elke Alter und Gerhard Janson – mit ihrem Rollator-Rock für jede Menge Lachtränen.

Unterstützt wurden die rüstigen Senioren bei der Zugabe durch Bürgermeister Thomas Ludwig, bevor „Kegelbruder“ Alfred Körbler mit „Hipp, hipp, hurra, helau, gut Holz“ von seinen Kegelabenden, dem Kegelausflug und seinem Ärger mit der Ehefrau berichtete.

Als krönenden Abschluss des kurzweiligen Drei-Stunden-Programms präsentierte die Schautanzgruppe der „Zimmermer Fugschelöcher“ unter Regie von Trainerin Annika Wahl ihren „Nicht von dieser Welt“-Schautanz, der auch als Namensgeber für den diesjährigen Orden fungiert hatte.

Nach unzähligen „Wellen“, Raketen und „Spitze“-Rufen für einen ganz speziellen Kappenabend, eröffnete Tobias Wachter mit einem „Fugschlöcher Helau“ die Bar und damit das gesellige Beisammensein der Zimmermer Narren.