Seckach

Bürgerliste/SPD Durchgangsverkehr aus dem Ort bringen

Innenentwicklung soll beim Bauen Vorrang haben

Archivartikel

Um den Verkehr in Seckach und Zimmern zu verringern, brauchen wir die Transversale, das steht außer Frage. Mit den „Blitzersäulen“ in Zimmern ist schon etwas geschehen, um das Tempo zu reduzieren.

Die neuen Pfosten im Bereich des Rathauses verhindern, dass Lastwagen- und Autofahrer für schnelle Besorgungen anhalten und den Verkehr blockieren. Auch für Fußgänger war das gefährlich. Eine weitere Möglichkeit wären Banner am Straßenrand, um für die jetzige Situation zu sensibilisieren. Aber wirklich effektiv wäre es, den Durchgangsverkehr aus dem Ort zu bringen. Einzelne Ortsumfahrungen verbrauchen viel Landschaft und sind in der Summe zu teuer. Was wirklich Sinn macht, ist die Verwirklichung der Transversale.

Daneben stehen weitere Aufgaben in Seckach an. Für den Bahnhof wird immer noch eine Nutzung bzw. ein Investor gesucht. Im Bereich des Gewerbes sind wir in der Situation, dass uns die freien Grundstücke ausgehen. Hier müssen wir sehen, wo wir Flächen ausweisen können.

Auf einem guten Weg sind wir in Seckach im Bereich der Schule und der Kinderbetreuung, insbesondere mit dem Neubau einer neuen Kindertagesstätte. Für Jugendliche sollte es wieder einen Treffpunkt im Ortsteil Seckach geben, wir werden uns dafür einsetzen. Im Friedhofswesen und bei den Aussegnungshallen müssen wir Geld investieren.

Außerdem wird die Wohnraumschaffung ein Thema sein. Wir machen erfreulicherweise die Erfahrung, dass junge Seckacher am Ort bleiben wollen. Sie nehmen lieber längere Fahrten zum Arbeitsort in Kauf, wollen aber hier wohnen.

Angebote für Freizeitaktivitäten sind vorhanden, nicht zuletzt in den zahlreichen Vereinen, dies gilt es zu stärken und zu erhalten. Die Einkaufsmöglichkeiten haben sich stabilisiert. Ein Mangel herrscht bei den Gaststätten. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir diesem negativen Trend entgegenwirken.

Demnächst läuft die Ortskernsanierung aus. Deshalb wollen wir uns dafür stark machen, dass die dort noch vorhandenen freien Grundstücke bebaut werden können. Sie sind zwar teils in privatem Besitz, doch wir sollten uns weiter bemühen. Hier wäre eine Erschließung mit relativ geringen Kosten möglich.

Kritisch sehe ich dagegen die Ausweisung weiterer Neubaugebiete: Hier sollte die Innenentwicklung Vorrang haben. Das „Lamm-Areal“ zeigt uns zudem, dass wir auch Flächen für Mehrfamilienhäuser brauchen. Auch dafür gibt es eine Nachfrage.

Peter Bussemer, Bürgerliste/SPD