Seckach

Seckacher Gemeinderat tagte Baugenehmigung für die neue Aussegnungshalle in Zimmern liegt vor / „Missliche Verzögerung“

Neue Wassergebühren, neue Elternbeiträge

Archivartikel

Seckach.Die Gemeinde Seckach ist weiterhin gewillt, auch in ihre Ortsteile kräftig zu investieren. So auch in Zimmern für den Neubau einer Aussegnungshalle auf dem dortigen Friedhof mit Baukosten in Höhe von 723 000 Euro, wofür bereits die Baugenehmigung und die Zuschusszusage in Höhe von 217 000 Euro aus dem Gemeindeausgleichstock vorliegen.

Zudem wurden bereits Ausschreibungen für die Gewerke Rohbauarbeiten, Zimmererarbeiten, Fenster- und Türarbeiten sowie Elektroarbeiten durchgeführt und hätten in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates vergeben werden können.

Allerdings musste das Entscheidungsgremium dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung folgen und die bereits submissionierten Gewerke wieder zurückstellen und für das Gewerk Rohbauarbeiten aufheben.

Eine Auftragserteilung für die Rohbauarbeiten kann darum voraussichtlich erst zum Jahresende und damit der Baubeginn frühestens im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen.

Grund für diese missliche Verzögerung ist die Tatsache, dass bei der Ausschreibung für die Rohbauarbeiten nur eine Bieterabgabe erfolgte und diese mit 155 000 Euro über der Kostenberechnung zudem wesentlich zu hoch angesetzt war. Die Planungen für den gesamten Neubau der Aussegnungshalle inklusive der Sanierung der beiden Zufahrtswege obliegen dem Architekturbüro Kast, das nun beauftragt wurde, nach Möglichkeiten für eine kräftige Kosteneinsparung zu suchen.

Die Gewerke Zimmererarbeiten, Fenster- und Türarbeiten und Elektroarbeiten, die ihre Preise bis 31. Dezember zusichern, wurden bis zur Auftragsvergabe des Gewerkes Rohbau, bei dem die Natursteinarbeiten ausgelagert werden, vertagt. Sollte keine Vergabe bis zum Jahresende erfolgen können, werden diese Gewerke erneut ausgeschrieben.

Die Kalkulationen für die Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühr, dezentrale Abwasserbeseitigung und Entsorgung von Kleinkläranlagen und geschlossenen Gruben wurden durch die Firma Allevo Kommunalberatung aus Obersulm neu überarbeitet.

Basierend auf dieser Grundlage beschloss der Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig die vorgelegte Gebührenkalkulation für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020. Demnach beträgt die Schmutzwassergebühr 2,82 Euro je Kubikmeter, 0,31 Euro Niederschlagswassergebühr, 28,33 Euro für geschlossene Gruben, 75,34 Euro Verbrauchsgebühr für Kleinkläranlagen und für die Wasserversorgung 2,56 Euro pro Kubikmeter.

Die geänderten Satzungen treten mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft.

Auch bei den Elternbeiträgen für den Kindergarten in Großeicholzheim werden sich für das Kindergartenjahr 2019/20 Änderungen ergeben. Demnach gelten dann für die Regel-/Verlängerte Öffnungszeiten für das Kind aus einer Familie mit einem Kind 128 Euro/160 Euro, für das Kind aus einer Familie mit zwei Kindern unter 18 Jahren 98 Euro/123 Euro, für das Kind aus einer Familie mit drei Kindern unter 18 Jahren 65 Euro/81 Euro, mit vier und mehr Kindern unter 18 Jahren 22 Euro/28 Euro.

Darüber hinaus gibt es bei den Kindergartengruppen die Möglichkeit, eine halbe Stunde vor 8 Uhr oder eine halbe Stunde nach 14 Uhr gegen Mehrpreis dazu zu buchen. Der Zuschlag liegt für jedes Kind bei 25 Euro pro Monat.

Für die Kleinkindgruppe gelten folgende Elternbeiträge: Für das Kind aus einer Familie mit einem Kind 323 Euro, mit zwei Kindern unter 18 Jahren 239 Euro, mit drei Kindern unter 18 Jahren 163 Euro und mit vier und mehr Kindern unter 18 Jahren 66 Euro.

Das Tee-, Spiel- und Essensgeld verbleibt bei einem monatlichen Betrag von fünf Euro.

Abschließend stimmte das Gremium für die Annahme von Spenden für den Kindergarten Großeicholzheim in Höhe von 300 Euro und für die Seckachtalschule in Höhe von 25 Euro.