Seckach

Gemeinderat Seckach tagte Der Neubau einer Kindertagesstätte beschäftigte das Gremium

Planungen mit Blick in die Zukunft

Seckach.Die Planungen für den Neubau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Seckach gehen in enger Kooperation zwischen allen Beteiligten weiter zügig voran. Bürgermeister Thomas Ludwig sagte bei der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates: „Mit dem aktuellen Vorhaben von vier Gruppen Ü 3 und zwei Gruppen U 3 können in der neuen Kindertagesstätte in der Zentralgemeinde rund 110 Kinder betreut werden. Zählt man das Angebot von Großeicholzheim mit 55 Plätzen und das Pflegenest in Zimmern dazu, ergibt sich für die Gesamtgemeinde ein Betreuungsangebot von 167 Plätzen“.

Aber Seckach wäre nicht Seckach, wenn man nicht schon vor Beendigung der Baumaßnahme weiter in die Zukunft planen würde. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um eine mögliche Beitragsfreiheit und einer zu erwartenden Nachfragesteigerung wurden die Gebäudeplanung und der Bebauungsplan bereits so ausgelegt, dass bei Bedarf noch zwei Gruppenräume angebaut werden könnten, deren Genehmigungsfähigkeit durch die Verwaltung noch abklären muss.

Um den Gemeinderat auf den neuesten Stand der Planungen zu bringen, stellten die beauftragten Architekten und Ingenieure Simon (Freie Architekten BDA Stuttgart), Leiblein (Büro IfK Mosbach) und Hauk (Köber Landschaftsarchitektur aus Stuttgart) ihre aktuellen Vorstellungen über den Planungsfortgang vor. Demnach hat man sich entschieden, den bisher angedachten Ringschluss im Einbahnverfahren (Schulstraße – Feldweg) fallenzulassen und dafür die 110 Meter lange Schulstraße entsprechen zu verbreitern, um circa 1,65 Meter. Die Wasser- und Abwasserversorgung müsste sowieso neu verlegt werden und damit wäre die Verbreiterungsalternative die deutlich günstigere Variante, nach Kostenschätzung rund 150 000 Euro günstiger.

Familieneinheiten Besonderheit

Die Lösung kam beim Gremium gut an, lediglich im vermutlichen Fahrverhalten der Eltern prognostizierte Gemeinderat Martin Müller Probleme und sprach damit seinen Kollegen aus dem Herzen. Das Besondere am neuen Kindergarten werden die Familieneinheiten mit den jeweils zugehörigen Mitarbeiter-Büros sein. Eine weitere Besonderheit ist die schöne Landschaft, die in den Außenanlagen noch betont werden soll durch grüne Einfriedung und großzügige Spiel- und Austobflächen, wobei die abwechslungsreiche Topographie genutzt werden wird..

Seit dem 1. Oktober 2012 haben Billigheim, Schefflenz und Seckach als gemeinsame Schulträger der Werkrealschule Schefflenztalschule eine Stelle für die Schulsozialarbeit an dieser Schule eingerichtet. Hierfür wurde zwischen den Gemeinden eine Vereinbarung mit Caritasverband für den Neckar-Odenwald-Kreis geschlossen, die eine jeweils auf zwei Jahre befristete Anstellung eines Schulsozialarbeiters beinhaltete. Seit 2017 begleitet Sozialarbeiterin Michaela Greß diese Stelle, die zusammen mit H. Zimmermann von der Caritas ihre vielfältige Arbeit wie Einzelfallhilfe, Prävention soziales Lernen in Projekten, offene Angebote und vieles mehr vorstellte. Da sich diese Tätigkeit – auch nach Meinung auch der Schulleitung – bislang ausgezahlt habe, gab der Gemeinderat seine Einwilligung für eine Weiterführung dieser Maßnahme für abermals zwei Jahre. Nach Abzug der Fördermittel werden die verbleibenden finanziellen Ausgaben auch für diesen Zeitraum unter den drei Nutznießern und dem Landkreis aufgeteilt.

Schulsozialarbeit ein Thema

Gleiches wünsche man sich ab dem neuen Schuljahr 2019/20 nun auch für die Seckachtalschule, allerdings meinte das Gremium, dass man hier die Grundschule Großeicholzheim einbeziehen sollte. Personaltechnisch muss Zimmermann von der Caritas dies noch abklären. Grundlage für auch für diesen Beschluss einer 50 Prozent-Stelle – im Bedarfsfall unter Einbeziehung für die Grundschule Großeicholzheim – war eine Zusammenfassung aus der Gesamtlehrerkonferenz aus dem Jahre 2018. Zur Begründung des Antrages von Rektorin Claudia Hampe und dem Schulamt Mannheim wurde die sich immer mehr verändernden gesamtgesellschaftlichen Umstände und damit einhergehend eine zunehmende Zahl von Kindern mit zusätzlichem sozialem Förderbedarf genannt, denn die Erziehungsarbeit der Lehrkräfte nehme hinsichtlich der sozialen Einbindung immer mehr zu, die Erziehungsarbeit daher ab. Das Angebot der Schulsozialarbeit beinhaltet unter anderem eine Streitschlichterausbildung, Sozialtraining in den Schulklassen oder Mobbingprävention, was die Entwicklung an den weiterführenden Schulen erleichtern würde. L.M.