Seckach

Gemeinderat Seckach Errichtung von Photovoltaikanlagen stand auf der Tagesordnung / Quadratmeterpreise für das Baugebiet „Wanne“ in Zimmern festgelegt

Private Gewinnung von „Sonnenstrom“ vorherrschendes Thema

Archivartikel

Seckach.Das allgemeine und bislang bekannte Erscheinungsbild in den Außenbereichen der Gesamtgemeinde Seckach wird sich in nächster Zeit ändern:

Zum einen geht die Errichtung von zwei großflächigen Photovoltaikanlagen in Seckach und Großeicholzheim im Planungsstatus weiter zügig voran, und zum anderen liegt der Gemeindeverwaltung eine erneute Interessenbekundung für die Errichtung einer weiteren Photovoltaikanlage-Freiflächenanlage in Seckach und Zimmern vor.

Somit war die private Gewinnung von „Sonnenstrom“ das vorherrschende Thema in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwig.

Beschlossen wurde bereits in einer vorangegangenen Sitzung die Billigung der Entwürfe für die beiden Anlagen „Solarpark Krumme Fürch“ auf Gemarkung Seckach und „Solarpark Hohler Stein/Speckengrund“ auf den Gemarkungen Seckach und Großeicholzheim durch die Firma Anumar aus Ingolstadt. Hierzu hatte man im Zuge des Planungsverfahrens sowohl die Bevölkerung als auch die Träger der öffentlichen Belange die Pläne zur Einsicht und Stellungnahme in der Zeit vom 9. Juli bis 17. August dieses Jahres offengelegt.

Während in diesem Zeitfenster aus der Bevölkerung keine Stellungnahmen mit Einwendungen und ähnlichem zu beiden Bebauungsplänen eingingen, müssen diverse Verfahrensgänge, Anregungen und Vorgaben durch Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange in die Bebauungspläne eingearbeitet werden.

Hierzu erläuterte David Neidl vom Planungsbüro Landschaftsarchitekten und Stadtplaner aus Sulzbach-Rosenberg die jeweiligen Behandlungsvorschläge, so dass der Gemeinderat die gesamte Offenlegung zustimmend zur Kenntnis nehmen konnte.

Befürwortet wurde auch die Aufstellung des erforderlichen Bebauungsplans für die Errichtung einer weiteren großflächigen Photovoltaikanlage „Solarpark Winterberg“ auf den Gemarkungen in Seckach und Zimmern. Bereits im vergangenen Juni hatte die Firma „juwi Energieprojekte“ aus Wörrstadt Kontakt zu Bürgermeister Ludwig aufgenommen und ihr Interesse für eine solche Errichtung bekundet.

Beteiligungsmöglichkeiten

Firmenmitarbeiter Joachim Papp stellte dem Gemeindegremium sowohl das Unternehmen als auch das Solarparkprojekt vor. Demnach beabsichtigt die „juwi AG“ einen zwölf Hektar großen Solarpark südlich der Ortslage von Seckach sowie nördlich des Waidachshofs zu errichten und zu betreiben. Der erwirtschaftete Strom könnte 2000 Familien versorgen. Auf Wunsch könnten Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden. Alle im Planungsgebiet liegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen befinden sich in Privateigentum dreier Einwohner. Durch die Zustimmung der Gemeinderatsmitglieder für diese inzwischen vierte Solaranlage im Gemeindegebiet kann der Aufstellungsbeschluss für den erforderlichen zweckgebundenen Bebauungsplan bereits in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am 22. Oktober gefasst werden. Eine Fortschreibung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren wird erforderlich werden. Für die Kosten der Bebauungspläne muss die beantragende Firma „juwi“ aufkommen.

Bauplatzpreise festgelegt

In einem weiteren Tagesordnungspunkt legte der Gemeinderat nach langen und intensiven Vorgesprächen die Bauplatzpreise für das Baugebiet „Wanne“ im Ortsteil Zimmern im Rahmen der Erschließung des vierten Bauabschnittes fest.

Nach Mitteilung des beauftragten Ingenieurbüros Sack & Partner aus Adelsheim belaufen sich die Erschließungskosten dieses vierten Bauabschnittes auf insgesamt rund 324 616 Euro. Nach Division dieses Betrages durch die zu verkaufende Baufläche der fünf Baugrundstücke von insgesamt 3421 Quadratmeter legte man einen Quadratmeterpreis von 95 Euro fest. Gemeinderat Daniel Kohler gab zu bedenken, dass man grundsätzlich Vergleichswerte der Nachbarkommunen einholen sollte, damit die Preise nicht ganz aus dem Ruder laufen und unattraktiv werden, was natürlich eine ausführliche Diskussion nach sich zog, aber nichts am Seckacher System der Vollkostenrechnung änderte.

Um den noch vorhandenen Bauplatz im Erschließungsabschnitt III zu veräußern, legte man hierfür einen Quadratmeterpreis von 70 Euro fest. L.M.