Seckach

Partnerstadt wählte Bürgermeister Paolo Trevisan setzte sich in der Partnerstadt Gazzada Schianno durch

Städtepartnerschaft weiter ausbauen

Seckach.Für die Seckacher Partnergemeinde Gazzada Schianno/Italien stand anlässlich der kürzlich stattgefundenen Europa- und Kommunalwahlen auch gleichzeitig die Wahl des Bürgermeisters im Fokus der dortigen Wähler.

Stärkste Kraft

Gemäß dem dortigen Wahlrecht durfte die bislang amtierende Bürgermeisterin Cristina Bertuletti nach zwei Amtsperioden von zusammen zehn Jahren nicht mehr antreten und so standen drei Newcomer als Spitzenkandidaten bereit.

Im Ergebnis wurde die Liste „Futuro Comune“ stärkste Kraft und deren Kandidat Paolo Trevisan neuer Bürgermeister. Das Amt des Vize-Bürgermeisters bekleidet nun Alfonso Minonzio, der die Gemeinde bereits von 1994 bis 2004 leitete und als Großneffe von Pfarrer Heinrich Magnani den Anstoß für die im Jahre 2005 offiziell begründete Städtepartnerschaft gab.

Selbstverständlich ließ es sich Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig nicht nehmen, seinem neuen Kollegen ein freundliches Glückwunschschreiben zukommen zu lassen. In diesem gab er unter anderem seiner Vorfreude auf die erste persönliche Begegnung zum Ausdruck, zum Beispiel im kommenden Jahr, wenn die Städtepartnerschaft auf ihr 15-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Früher als geplant

Doch tatsächlich sollten keine sechs Wochen bis zu diesem ersten Treffen vergehen, denn dieser Tage ereilte die Gemeindeverwaltung Seckach überraschend ein Anruf aus der „Villa de Strens“, dem Rathaus von Gazzada Schianno: Bürgermeister Trevisan befinde sich gerade auf der Rückfahrt von einem beruflichen Termin in Holland und würde gerne in Seckach vorbeischauen. Da gab es natürlich kein Nein und so konnten sich die beiden Bürgermeister früher als gedacht persönlich kennenlernen.

Selbstverständlich bestand Einigkeit darüber, die Städtepartnerschaft weiter zu pflegen und ausbauen zu wollen, wobei neben den regelmäßigen Schulbegegnungen insbesondere an die Vereine beider Kommunen, aber auch aus Hettingen, gedacht ist.

Schnell kam die Sprache im Übrigen auf den Seckacher Ehrenbürger, Geistlicher Rat Pfarrer Heinrich Magnani, dessen Vater aus Schianno stammte und dessen Todestag sich zwei Tage zuvor, am 2. Juli, zum 40. Mal gejährt hatte.

Zum Erinnerungsfoto begaben sich die beiden Bürgermeister deswegen spontan auf den Klinge-Friedhof vor die Grabstätte der Familie Magnani, ehe Bürgermeister Trevisan auch schon wieder nach Italien zur Heimreise aufbrechen musste. L.M.