Seckach

Heimatverein Seckach zog Bilanz Heimatheft „außerordentlich wichtig“ / Verein will sich als Pate an der Renovierung der örtlichen Kirche beteiligen

Thomas Ludwig Vorsitzender des Heimatvereins

Seckach.Was als kurzfristige Übergangslösung gedacht war, zog sich viereinhalb Jahre in die Länge. Alois Malcher hatte sich bei der Jahreshauptversammlung im September 2013 bereit erklärt, den Vorsitz des Seckacher Heimatvereins zu übernehmen, weil der Fortbestand des Vereins ernsthaft gefährdet war.

Ämter in jüngere Hände übergeben

Man wollte die Zeit bis zur nächsten Jahreshauptversammlung nutzen, um in Ruhe einen jungen Vorstand suchen zu können. Malcher konnte nicht wissen, dass ein privater Schicksalsschlag ihn von diesem Vorhaben abhalten wird. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung im großen Sitzungssaal des Seckacher Rathauses konnte die Mehrheit des „provisorischen Vorstandes“ nun erleichtert seine Ämter in jüngere Hände übergeben. In seinem Rückblick ging der Vorsitzende auf die dennoch gelaufenen Aktivitäten ein. Zwar hatte man aus Zeitmangel nach Heimatheft Nummer 38 eine redaktionelle Pause einlegen müssen, doch die Theatergruppe hatte in den Jahren 2015 bis 2017 wieder ihre erfolgreichen Aufführungen präsentiert. Ein Dank ging dabei an den Förderverein Hallenbad und Schule mit Kerstin Köpfle an der Spitze für die tatkräftige Unterstützung bei der Bewirtung.

Nicht unterbrochen hatte man auch die jährlichen Theaterfahrten nach Jagsthausen mit den Vorschülern der Gesamtgemeinde. Weiter hatte man eine Zusammenarbeit mit der Seckachtalschule begonnen, um die Jugend für Heimatgeschichte zu sensibilisieren – ein Projekt, das man gerne weiterführen würde.

Der ausführliche Kassenbericht von Doris Kohler zeigte zum einen, dass der Heimatverein zu Zeiten des Heimatheftdrucks durchschnittlich 500 dieser Jahreschroniken an interessierte ehemalige Seckacher und örtliche Haushalte veräußert hatte. Eine wichtige Aufgabe mit finanziell annähernd schwarzer Null.

Theateraufführungen

Ansonsten hatten die Theateraufführungen dafür gesorgt, dass die Ausgaben für die Schüler-Theaterfahrten gedeckt waren. Für die akribische Kassenführung hatten die Kassenprüfer Otmar Walzel und Barbara Schmitt ausschließlich lobende Worte und nach einem großen Dankeschön von Martin Müller für das Engagement der „Übergangsvorstandschaft“ folgte die Entlastung seitens der Mitglieder auf Antrag von Bürgermeister Thomas Ludwig ebenfalls auch als Dank für die geleistete Arbeit einstimmig.

Die spannenden Neuwahlen unter Leitung von Alois Malcher brachten folgende einstimmige Ergebnisse: Vorsitzender Thomas Ludwig, stellvertretender Vorsitzender Martin Müller, Schriftführerin Kerstin Köpfle, Kassenwartin Doris Kohler, Beisitzer Otto Schmutz und Erich Keller, Kassenprüfer Otmar Walzel und Barbara Schmitt.

Thomas Ludwig erläuterte, dass die Heimatgeschichte seit langem sein Steckenpferd sei. Er dankte dem bisherigen Vorstand für die fünfjährige „Übergangslösung“ und für deren Bereitschaft, sich weiter in die Arbeit des Vereins einzubringen. Denn man brauche viele „Aktive“ und auch neue begeisterte Mitstreiter, um den Verein für die Zukunft fit zu machen und auch neue Wege zu gehen. Das Heimatheft halte er für außerordentlich wichtig, könne sich aber vorstellen, dass es im Zuge des „world wide web“ eine andere Gestaltung erfahren könnte. Doch zunächst müsse sich der neue Vorstand des rund 200 Mitglieder starken Vereins „finden“, um mit neuen Ideen ihre Hausaufgaben erledigen zu können.

Zu diesen Hausaufgaben gehöre auch der Vorschlag von Alois Malcher, sich als Pate an den Renovierungen der örtlichen Kirche zu beteiligen, die unter dem Motto „St. Sebastian – mein Stück Heimat“ laufen. Laut Ludwig wird dieser Punkt nach eingehender Beratung im Vorstand bei der nächsten Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung stehen, damit die Mitglieder darüber abstimmen können. L.M.