Seckach

Gemeinderat Seckach Kindertagesstätte wird größer / Für neue wasserrechtliche Genehmigung der Kläranlage fehlt ein Gutachten

Trockenheit machte Analyse unmöglich

Archivartikel

Seckach.Informationen über den aktuellen Planungsstand bezüglich der neuen Kindertagesstätte und die Neuerteilung der wasserrechtlichen Genehmigung für die Kläranlage in Seckach standen im Mittelpunkt der vergangenen öffentlichen Sitzung des Gemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwig.

Nach 20 Jahren Laufzeit lief die wasserrechtliche Genehmigung für die Kläranlage in Seckach ab, so dass für eine Neuerteilung durch das Ingenieurbüro Sack & Partner aus Adelsheim diverse rechtsverbindliche, aber auch sehr aufwendige Gutachten eingeholt werden mussten.

Umfangreiche Arbeiten

Dazu gehören der allgemeine Kanalisationsplan, die Schmutzfrachtberechnung, die Fremdwasserbeseitigungsstudie, Strukturgutachten und das Gewässerökologische Gutachten. Allerdings musste Ingenieur Marco Rieß vom Ingenieurbüro mitteilen, dass noch nicht alle erforderlichen Gutachten eingeholt werden konnten.

Grund dafür war der trockene Sommer vergangenen Jahres mit nicht überlaufenden Regenüberlaufbecken und somit fehlender Abschlagsproben, weshalb ein Antrag auf Verlängerung der Abrechnungsfristen für die Gutachten beim Landratsamt als Genehmigungsbehörde gestellt wurde.

Dabei geht es um Gutachten-Gesamtkosten in Höhe von rund 137 000 Euro, die mit 50 Prozent bezuschusst werden. Sobald der entsprechende Zuwendungsbescheid in der Gemeinde vorliegt, wird die Verwaltung das noch fehlende Gutachten in Auftrag geben. Zielsetzung ist dabei die ökologische und ökonomische Optimierung der Kläranlage.

Sechs statt acht Gruppen

Angesichts der mittel- bis langfristigen Entwicklung der Kinderzahlen gab der Gemeinderat einer Erweiterungs-Änderung in der Planung der neuen Kindertagesstätte in Seckach seine Zustimmung.

So erhielten Architekten und Fachplaner inzwischen den Auftrag, die Planung der Kindertagesstätte von bisher sechs Gruppen (Familien) auf acht Gruppen zu erweitern. Das geschah auch auf Anregung des Jugendamts Neckar-Odenwald-Kreis.

Mit diesen zwei weiteren Gruppenräume als Raumreserve könnten, unabhängig der Gewinnung von geeignetem Fachpersonal, im Endausbau maximal 55 Plätze „U3“ zur Verfügung gestellt werden. Das entspräche einer Versorgungsquote von etwa 65 Prozent. Die Erweiterung soll, wie in der Planung vorgesehen, am nördlichen Gebäudeteil erfolgen.

Neues PC-Netzwerk im Rathaus

Da der Mietvertrag für das bestehende PC-Netzwerk im Seckacher Rathaus ausläuft, wird eine Neubeschaffung erforderlich. Nach vorangegangenen Gesprächen in der Haushaltsplanberatung schloss sich der Gemeinderat dem Vorschlag von Kämmerer André Kordmann an, so dass nun keine Anmietung mehr erfolgt, sondern ein Neukauf. Nach erfolgter Ausschreibung erhielt die Firma RBI Rittershofer aus Rheinstetten nun den Zuschlag für die Lieferung der Hardware mit der Viren- und Datensicherungssoftware zum Angebotspreis von 44 760 Euro.

Die Lizenzen für das erforderliche Betriebssystem werden über die Cancom GmbH aus Leipzig zum Preis von 7977 Euro bezogen.

SV-Zuschuss fällt kleiner aus

Nicht mit einem beantragten Zuschuss in Höhe von 15 600 Euro, sondern mit 6600 Euro muss der Sportverein Großeicholzheim im Rahmen der Sanierung der Außenfassade an seinem Sportheim zurechtkommen. Dieser Beschluss fußte auf der Tatsache, dass man in den vergangenen Jahren alle Vereine in den drei Ortsteilen gleich behandelt und 30 Prozent auf die vom BSB festgestellten förderfähigen Kosten errechnet habe.

Der Verein möchte auch im Hinblick auf das Jahr 2021 „100 Jahre SV Großeicholzheim“ das Dach und die ebenfalls aus dem Jahr 1968 stammende Außenfassade seines Sportheimes energetisch sanieren. Dafür liegt dem Verein ein Angebot einer Fachfirma in Höhe von 52 000 Euro vor. Ob dies mit den zu erwartenden niedrigeren Förderungen durch den Badischen Sportbund und die Gemeinde zu stemmen ist, werden die weiteren Planungen im Verein ergeben.

Keine Hinderungsgründe

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte das Gemeindegremium fest, dass bei keiner Person, die im Mai dieses Jahres bei den Kommunalwahlen zum Gemeinderat gewählt wurden, Hinderungsgründe vorliegen. L.M.