s.Oliver Würzburg

Basketball Würzburg vertagt Entscheidung im Europe-Cup

Am Dienstag gibt es ein „Endspiel“

Archivartikel

Sakarya BSB – s.Oliver Würzburg 80:60 (17:19, 18:13, 21:8, 24:20)

Sakarya: Nnoko (18 Punkte/davon 1 Dreier), Douglas (15/3), Salumu (12/1), Edge (8/2), Karahan (8/2), Dokuyan (6), Wilbekin (6), Herndon (3/1), Eslik (2), Kircali (2), Etou. Würzburg: Ellis (13), Hulls (12/2), Richter (8), Wells (7/1), Lösing (6), Olaseni (6), Loncar (3/1), Cooks (3), Koch (2), Buck.

Entscheidung vertagt: Die Basketballer von s.Oliver Würzburg haben die erste Möglichkeit zum Einzug in die nächste Runde im Fiba-Europe-Cup (FEC) nicht nutzen können. Sie unterlagen beim türkischen Vertreter Sakarya BSB aufgrund einer schwachen Phase im dritten Viertel mit 60:80. Gleichzeitig gewann ZZ Leiden mit 76:72 in Oradea. Damit haben die Niederländer als erstes Team der Gruppe A die zweite Gruppenphase erreicht. s.Oliver Würzburg hat im Heimspiel gegen den holländischen Vizemeister am kommenden Dienstag (20 Uhr, s.Oliver- Arena) einen zweiten „Matchball“. Mit einem Sieg wäre das Ticket für die nächste Runde gelöst. Rein theoretisch besteht sogar die Möglichkeit, selbst bei einer Niederlage weiter zu kommen, doch dazu müsste Sakarya zu Hause gegen den rumänischen Vertreter Oradea verlieren – und daran glaubt wohl niemand.

„Wir haben gegen die körperlich starken Türken eine starke erste Halbzeit gespielt. Im dritten Viertel haben wir dann leider offensiv wieder völlig den Faden verloren und sind dadurch hoch in Rückstand geraten“, sagte Headcoach Denis Wucherer nach der Partie: „Ab sofort gilt unser voller Fokus dem Auswärtsspiel am Sonntag in Bonn. Am Dienstag wollen wir dann zu Hause gegen Leiden alles geben und versuchen, unser Ticket für die zweite Runde zu buchen.“

In der Türkei musste Wucherer auf Spielmacher Skyler Bowlin verzichten, der sich im Heimspiel gegen Braunschweig eine Knöchelverletzung zugezogen hatte.

Die Würzburger fanden recht gut ins Spiel – vor allem in der Defensive: Es dauerte mehr als fünf Minuten, ehe Landry Nnoko für die Gastgeber den ersten Wurf aus dem Spiel heraus traf. Vorher waren drei Freiwürfe von Jean Salumu alles, was im Würzburger Korb landete. Die Unterfranken nutzten diese Phase und gingen mit 11:3 in Führung. Dann aber erinnerten sich die Gastgeber offenbar daran, dass es für sie in diesem Spiel schon um alles ging: Bis zur achten Minute verkürzten sie auf 13:15. Danach entwickelte sich bis zur Pause ein enges Spiel. Beim stand von 35:32 für den aktuell Viertplatzierten der türkischen Liga.

Die Vorentscheidung in diesem Spiel schaffte Sakarya BSB im dritten Viertel: Die Hausherren legten in den ersten viereinhalb Minuten nach der Pause einen 12:2-Lauf zum Zwischenstand von 47:34 hin, in dessen Verlauf Toney Douglas mit seiner Erfahrung aus fast 400 NBA-Spielen zwei weitere Dreier versenkte. Die Unterfranken brauchten in dieser Phase zu lange, um offensiv wieder einigermaßen auf Betriebstemperatur zu kommen – ähnlich wie in der Schlussphase der Partie gegen Braunschweig am Samstag trafen sie nicht gut von außen und ließen auch direkt am Korb zu viele Chancen liegen. Obwohl die Würzburger nie aufsteckten, anders als gegen die Niedersachsen aber defensiv zu selten Zugriff auf ihre Gegenspieler bekamen, hat Sakarya seinen Vorsprung im Verlauf der zweiten Halbzeit immer weiter ausbauen können. pw