s.Oliver Würzburg

Basketball Würzburg besiegt zu Hause Bonn, Crailsheim gewinnt in Jena

Baskets und Merlins dürfen weiter hoffen

Archivartikel

s.Oliver Würzburg – Telekom Baskets Bonn 80:75

(23:20, 18:15, 22:20, 17:20)

Würzburg: Oliver (16 Punkte/davon 2 Dreier), Morrison (14), Cooks (13), Koch (13/3), Bowlin (12/3), Wells (6), Albus (3/1), Lösing (3/1), Hoffmann.

Bonn: Mayo (14/4), Breunig (12), DiLeo (11/1), Bircevic (10/2), Linhart (8/1), Jackson (8), Polas Bartolo (8/2), Hanlon (3/1), Subotic (1), Reischel.

Zuschauer: 3140 (ausverkauft).

Science City Jena – Hakro Merlins Crailsheim 88:91 (27:29, 28:25, 14:20, 19:17)

Jena: Allen (26), Williams (19/1), Joyce (15/3), McElroy (14/3), Wolf (7/1), Mazeika (7/1), Reyes-Napoles, Jostmann, Marin, Heber. Crailsheim: Wysocki (18/4)), Russell (14/1), Turner (14/1), Cuffee (14)/2), Herrera (7/1), Neumann (7), Thompson (6), Madgen (4), Gay (4), Ferner (3/1). Zuschauer: 1923.

Sowohl die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg als auch das Team der Hakro Merlins Crailsheim haben ihre Hausaufgaben gemacht. Beide gewannen ihre Partien am vorletzten Spieltag der easyCredit-BBL und können nach wie vor ihre Saisonziele erreichen. Bei den Würzburgern wäre dies der Einzug in die Playoffs der besten acht Teams, bei den Crailsheimern der Klassenerhalt.

Die Ausgangslage ist für beide vor dem letzten Spieltag (am Sonntag um 18 Uhr) äußerst spannend. Übersichtlicher ist die Lage für die Crailsheim Merlins: Die müssen ihr Heimspiel, das allerdings in der Würzburger s.Oliver-Arena stattfindet, gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage von Bremerhaven hoffen. Crailsheim empfängt den Tabellenzweiten Oldenburg, Bremerhaven muss beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels antreten.

Deutlich komplizierter ist die Lage für Würzburg. Für das Team von Trainer Denis Wucherer ist zwischen Platz sieben und Rang neun noch alles möglich. Wobei: Der achte Platz ist recht unwahrscheinlich; das heißt: Im Optimal-Fall wird Würzburg Siebter, wenn’s nicht so gut läuft Neunter.

Würzburg spielt am Sonntag in Bamberg, Bonn empfängt Bayern München und Braunschweig spielt zu Hause gegen Bamberg.

Stimmen zum Spiel in Würzburg

Denis Wucherer (Headcoach s.Oliver Würzburg): „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, die heute noch einmal alles gegeben haben. Die Spieler, die wir noch haben, funktionieren. Mit unseren tollen Fans im Rücken haben wir noch einmal ein großartiges Spiel gemacht. Es ist natürlich ein kleiner Wermutstropfen dabei, denn wir haben zu Beginn des vierten Viertels mit 16 Punkten geführt und dann Konzentrationsfehler gemacht, wegen denen wir am Ende nur mit fünf Punkten gewonnen haben. Das ist zwar ärgerlich, ich kann den Jungs aber nicht böse sein. Solche Fehler passieren, wenn man so müde ist wir wir und einfach nicht mehr kann. Mit dem Spiel und mit dem Ergebnis bin ich deshalb sehr zufrieden.“

Chris O’Shea (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Gratulation an Würzburg zum Sieg und zu einer starken Saison. Wie erwartet war es ein sehr intensives Spiel und eine sehr laute Stimmung in der Halle. Wir hatten einen guten Start, aber dann hat Würzburg uns zu vielen Ballverlusten gezwungen. Sie haben mit viel Energie gespielt, das konnten wir nicht matchen. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Mannschaft im vierten Viertel das Spiel noch einmal eng gemacht und fast gedreht hat. Es hat leider nicht geklappt, weil Skyler Bowlin den ‚big shot‘ am Ende getroffen hat. Es ist ein komisches Gefühl, ein Spiel zu verlieren und trotzdem die Playoff-Qualifikation zu schaffen. Aber ich bin auch sehr stolz darauf, dieses große Ziel erreicht zu haben. Jetzt wollen wir am Sonntag gegen Bayern München zu Hause noch einmal ein gutes Spiel abliefern.“

Stimmen zum Crailsheimer Spiel

Marius Linartas (Headcoach Science City Jena): „Danke an unsere Fans für die Unterstützung in dieser schwierigen Situation. Wir hatten heute eine sehr kurze Rotation auf unseren großen Positionen. Dennoch haben die Jungs einen guten Job gemacht. Wir haben die Rebounds zwar in der Endabrechnung knapp abgegeben, dennoch sieben Offensiv-Rebounds geholt. Die Mannschaft hat sich nur neun Ballverluste geleistet, 24 Assists gespielt. Beim Blick auf die Zahlen waren wir eventuell das bessere Team, aber am Ende zählen die Punkte. Insofern hatten wir letztendlich viel Pech. Es gab im vierten Viertel eine Phase, in der Crailsheim bereits fünf Teamfouls hatte, wir jedoch drei schnellen Abschlüsse genommen haben, statt auf Korbleger zu gehen. Dennoch geht mein Dank an die Mannschaft, vor allem an die Spieler, die heute ziemlich lang auf dem Parkett ran mussten und bis zum Schluss gekämpft haben.

Tuomas Iisalo (Headcoach Hakro Merlins Crailsheim): „Es fühlt sich gut an, mal wieder zu gewinnen. Nach ein paar schweren Spielen und engen Niederlagen, vor allem unserem extrem schlechten Spiel gegen Göttingen, haben beide Teams in der ersten Hälfte keine gute Verteidigung gespielt. Wir haben 21 Punkte nach Fastbreaks erlaubt. Der Grund heute gewonnen zu haben, lag zu einem großen Teil sicher daran, dass wir in der zweite Halbzeit nur 43 Jenaer Punkte zugelassen haben. Am Ende waren wir sicher das glücklichere Team. Jena hat den letzten Wurf vergeben, wir konnten noch einmal an die Freiwurflinie, an der das Spiel entschieden wurde.“