s.Oliver Würzburg

Basketball Wenn s.Oliver Würzburg am Sonntag in Frankfurt spielt, dann werden Joe Richter und Mike Morrison viele alte Freunde treffen

Die Rückkehr der beiden Cup-Gewinner

Wenn die Basketballer von s.Oliver Würzburg am Sonntag um 15 Uhr in der Bundesliga in der Frankfurter Ballsporthalle (die heute Fraport-Arena heißt) bei den Fraport Skyliners gastieren, dann ist dies mehr als „nur“ ein Main-Derby. Es ist gleich aus verschiedenen Gründen ein ganz besonderes Spiel.

Es geht auf die Zielgeraden

„Wir biegen in der BBL so langsam auf die Zielgerade ein. Im Kampf um die Playoffs ist jetzt jedes Spiel wichtig, vor allem dann, wenn es gegen einen Mitkonkurrenten geht“, fasst Würzburgs Headcoach Denis Wucherer die Ausgangssituation zusammen. Da mit Vechta und Braunschweig zwei Teams ganz vehement an die Playoff-Tür klopfen, die in den vergangenen Jahren nicht zu diesem „elitären“ Feld gehört haben, gibt es nun eine etwas andere andere Konkurrenz als in den Jahren zuvor. „Jetzt muss man Mannschaften wie Ulm, Bayreuth, Ludwigsburg oder auch Frankfurt, die bisher eigentlich immer ’gesetzt’ waren, hinter sich lassen. Oder zumindest einige davon . . .“, so Wucherer.

Obwohl Frankfurt in der Tabelle noch ein gutes Stückchen hinter Würzburg liegt, bezeichnet Wucherer die Hessen als einen direkten Konkurrenten. „Zum einen sind sie noch mit zwei Spielen in Rückstand, da kann schnell Boden gut gemacht sein. Zum anderen ist Frankfurt ein Team, das traditionell erst spät in der Saison seinen besten Basketball spielt – und das ist genau jetzt.“

Reise in die Vergangenheit

Gleich für fünf Akteure ist die Partie Frankfurt gegen Würzburg gleichbedeutend mit einem Wiedersehen des früheren Arbeitgebers. Unter anderem trifft das auf die beiden Trainer zu. Für den Kanadier Gordon Herbert war Würzburg in der Saison 2000/01 die erste Trainerstation in Deutschland. Das war zu einer Zeit, als der Bundesliga-Verein noch DJK hieß und die Mannschaft als „X-Rays“ bezeichnet wurde. Und Denis Wucherer spielte 2001/02 eine halbe Saison für Frankfurt, und zwar unter dem Trainer Gorden Herbert. Die andere Hälfte der Saison gehörte Wucherer damals übrigens den Würzburger „X-Rays“ an.

Auch von der heutigen Spielergeneration haben einige schon für beide Vereine gespielt. Der Frankfurter Center Leon Kratzer zum Beispiel ist in der Vorsaison noch für Würzburg auf Korbjagd gegangen. Auf der anderen Seite haben haben Mike Morrison und Johannes „Joe“ Richter mit Frankfurt 2016 den Europe-Cup gewonnen.

„Frankfurt ist für mich immer ein besonderes Spiel“, sagt Richter vor dem Wiedersehen mit einigen seiner ehemaligen Teamkollegen. „Ich habe hier gespielt, als ich 18, 19 und 20 Jahre alt war. Diese Zeit hat mich natürlich sehr geprägt.“ Die Erfolgsaussichten schätzt er am Sonntag mit „fifty-fifty“ ein. „Wenn wir unser Spiel spielen können, dann haben wir sehr gute Chancen. Aber Frankfurt hat derzeit einen guten Lauf.“

Einsatzgarantie

Auch Mike Morrison ist optimistisch: „Wir haben hier in Würzburg ein gutes Team und deshalb alle Möglichkeiten, auch in Frankfurt zu gewinnen.“ Wie Richter auch, freut er sich besonders auf dieses Spiel, zumal viele gute alte Freunde in der Halle sein werden. „Wenn die Partie läuft, dann wird aber alles, was einmal war, ausgeblendet sein.“

Zuletzt gegen den MBC saß Morrison nur auf der Bank, gegen Frankfurt wird er aber definitiv spielen. „Mike ist am Sonntag gesetzt. Gegen seine alten Kumpels, das kann gut werden“, hofft auf jeden Fall Coach Denis Wucherer.