s.Oliver Würzburg

Basketball Angeführt von Xavier Cooks und Jordan Hulls kommt Würzburg zu einem wichtigen Pflichtsieg gegen den Mitteldeutschen BC

Müde Männer wurden erst spät munter

s.Oliver Würzburg – Mitteldeutscher BC 84:77.(15:15, 21:20, 27:20, 21:22)

Würzburg: Cooks (19 Punkte/davon 1 Dreier), Hulls (17/4), Oliver (13), Richter (10), Olaseni (9), Wells (6), Obiesie (4), Bowling (2), Lösing (2), Hoffmann (2), Koch. MBC: Novak (15/5), Moore (13/2), Darden (13), Warren (12/4), Marelja (12), Kerusch (4), Peter-McNeilly (3/1), Brase (3/1), Brembly (2), Turudic. Zuschauer: 2966.

Mit einem über weite Strecken glanzlosen 84:77-Sieg über den Mitteldeutschen BC haben die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg ihre Ausgangsposition im Kampf um die Playoff-Plätze deutlich verbessert.

Wucherer verteilt Komplimente

Obwohl die „Baskets“ definitiv besser spielen können als sie gegen die Gäste aus Weißenfels gezeigt haben, war der sonst als recht kritisch bekannte Trainer Denis Wucherer insgesamt sehr zufrieden: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment dafür machen, wie sie das Spiel herumgerissen, das Publikum hinter sich und mit den Emotionen in der Halle den Sieg nach Hause gebracht hat.“

Der anstrengende Russland-Trip zum Europe-Cup-Achtelfinal-Hinspiel bei Avtodor Saratov hatte wie erwartet seine Spuren hinterlassen. „Man hat heute am Anfang gemerkt, dass einige Jungs nach der langen Reise nach Russland noch etwas müde waren. Deshalb hat es etwas gedauert, bis wir unseren Rhythmus gefunden haben“, sagte zum Beispiel Brad Lösung. Der war allerdings in Russland gar nicht dabei und ging deshalb etwas ausgeruhter ins Spiel. Genauso wie Jordan Hulls, dessen Frau hochschwanger im Krankenhaus liegt. Deshalb hatte er auf die Partie in Saratov verzichtet – und auch gegen den MBC waren er und das Team auf einen plötzlichen „Abruf“ aus der Halle vorbereitet.

Hulls ohne Nervosität

Der kam während der Spielzeit jedoch nicht – zum Glück für die Würzburger „Baskets“. Hulls zeigte nämlich keinerlei „vorväterliche“ Nervosität, sondern präsentierte sich sowohl von jenseits der Dreierlinie als auch von der Freiwurflinie „abgezockt“ wie eh und je. Mit 14 Punkten allein in der ersten Hälfte sorgte er dafür, dass die Würzburger zumindest immer auf Tuchfühlung mit dem MBC waren. Für Gästetrainer Silvano Poropat war Hulls ebenfalls ein ganz entscheidender Faktor in dieser BBL-Begegnung: „Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt. Wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Unser einziges Problem war Jordan Hulls, der zuviel gepunktet hat.“

Entschieden wurde die Partie innerhalb von zweieinhalb Minuten in der Schlussphase des dritten Viertels: Aus einem 51:55 machten die Würzburger – angeführt von dem nun wieder überragenden Xavier Cooks – ein 63:55. Auf diesen 12:0-Lauf wussten die Gäste aus Sachsen-Anhalt schließlich keine Antwort mehr.

Xavier Cooks, 23-jähriger „Rookie“ aus Australien, reift in Würzburg immer mehr zu einer Spielerpersönlichkeit heran. Das dürfte mittlerweile auch finanzstärkeren Teams aus ganz Europa niht verborgen geblieben sein. „Baskets“-Geschäftsführer Steffen Lieber ist dennoch zuversichtlich, ihn vielleicht doch über die Saison in Würzburg halten zu können: „Er steht doch erst am Anfang seiner Karriere. Er fühlt sich hier sehr wohl . Ein weiteres Jahr bei uns würde ihm sicherlich sehr gut tun.“ Die Frage ist nur, ob das seine Berater und „Agenten“ auch so sehen . . .